Bereits zum zweiten Mal gingen Will Smith und Martin Lawrence unter der Schirmherrschaft von Top-Produzent Jerry Bruckheimer als "Bad Boys" auf die Jagd nach anderen bösen Jungs. Verspätet traf die dürftige Umsetzung des Blockbusters auf Xbox und PS2 ein, noch später suchen die Cops mit dem losen Mundwerk Nintendos TV-Konsole heim. Obwohl das Spiel nach dem Film benannt wurde, haben Spiel und Film bis auf die Hauptcharaktere nichts gemein. Die Frage nach dem, was man bei diesem Spiel tut, ist ebenso schnell beantwortet: Man muss den bösen Buben ganz schnell den Garaus machen. Da der Titel mit Gewaltdarstellungen nicht spart, gab die USK konsequenterweise eine Freigabe nicht unter 18 Jahren.
Ist das alles Spiel?
Spielerisch hat der Titel nicht viel zu bieten. Der Spieler schlägt oder besser ballert sich in Person eines der beiden Polizisten durch 13 verschiedene verbrecherverseuchte Orte, die in Abschnitte unterteilt sind. Dabei beobachtet man den Charakter aus der Third Person-Perspektive, die manchmal zur First Person umschaltet. Jeder Level besteht aus den gleichen Elementen: Tür aufstoßen, decken, schießen, weitergehen, decken, schießen, weitergehen, Zu ansonsten spielerischer Eintönigkeit gesellt sich unspektakuläre Grafik und wenig abwechslungsreiche Soundsamples. Die lockeren (englischen) Sprüche der Cops Lowrey und Burnett eine willkommene Abwechslung sind. Leider konnten Will Smith und Martin Lawrence für dieses Projekt nicht gewonnen werden und auch die Charaktere sehen den Schauspielern wenig ähnlich. Was unterm Strich bleibt, ist ein unterdurchschnittlicher Action-Titel, der nicht mal durch die Lizenz punkten kann. Auf solche Titel kann man verzichten.
