Assassin's Creed Chronicles Russia: Der enttäuschende Abschluss der Assassin's Creed Chronicles-Trilogie

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Assassin's Creed Chronicles Russia: Der enttäuschende Abschluss der Assassin's Creed Chronicles-Trilogie
Quelle: Ubisoft

Assassin's Creed Chronicles: Russia im Test: Die Russen kommen! Halt, nein, wir kommen zu ihnen. Und erleben dort ein Abenteuer, dass trotz eines unverbrauchten Settings genauso wenig wie die beiden Vorgänger begeistern kann. Warum das so ist, erklären wir in unserem Review zum Spiel.

Neuer Monat, neues Assassin's Creed Chronicles! Bei India hatten wir uns noch gewundert, dass die Entwickler sich die Kritik am Erstling China nicht zu Herzen genommen haben und es in vielen Aspekten sogar noch schlechter war. Bei Russia überrascht es uns insofern nicht mehr, dass dieser Trend konsequent fortgesetzt wird und der Abschluss der Trilogie gleichzeitig den schlechtesten Teil der drei erhältlichen Spiele darstellt.

Meucheln in Moskau

Die von den beiden Protagonisten Nikolaï und Anastasia getragene Handlung schließt an jene der beiden Vorgänger an. Trotzdem kommt sie vergleichsweise spannend daher. Quelle: PC Games Die von den beiden Protagonisten Nikolaï und Anastasia getragene Handlung schließt an jene der beiden Vorgänger an. Trotzdem kommt sie vergleichsweise spannend daher. Diesmal schreiben wir das Jahr 1918, und hier erleben wir in Gestalt des Assassinen Nikolaï den Untergang des Zarenreiches mit. Obwohl er eigentlich das Meuchelmörderleben hinter sich lassen und mit seiner Familie ein friedliches Leben verbringen wollte, sieht er sich auf einmal damit konfrontiert, die knapp dem Tode entronnene Zarentochter Anastasia beschützen zu müssen - war ja klar, dass sich die Entwickler den Mythos um die Herrscherstochter nicht entgehen lassen würden. Außerdem ist da ja noch das Kästchen mit dem Edensplitter drin, welches die Assassinen seit dem ersten Chronicles-Teil jagen. Ja, die Handlung ist erneut bescheuert und wird durch unspektakuläre bis unansehnliche Standbilder vorangetrieben. Anders als in China und India sind die beiden Figuren diesmal aber vergleichsweise interessant und sympathisch - immerhin etwas.

Meucheln im Doppelpack

In den Anastasia-Abschnitten verfügen wir über fast keine Ausrüstung und müssen uns auf unser Schleichtalent und Stealth-Kills verlassen. Quelle: PC Games In den Anastasia-Abschnitten verfügen wir über fast keine Ausrüstung und müssen uns auf unser Schleichtalent und Stealth-Kills verlassen. Ähnlich wie in Assassin's Creed: Syndicate übernehmen wir diesmal die Kontrolle über zwei Spielfiguren, eben den Assassinen und die Zarentochter. Ebenfalls wie in Syndicate wird das Feature aber nur sehr oberflächlich genutzt; ein freier Wechsel ist nicht möglich und eine Interaktion der Figuren miteinader ist quasi nicht vorhanden. Schade! Während Nikolaï das übliche Register an Assassinen-Fähigkeiten auffährt und über ein Schwert, eine Pistole für den Fernkampf, einen Greifhaken und andere Helferlein verfügt, muss Anastasia sich völlig auf ihre Schleichfähigkeiten verlassen. Ihre einzige Methode zum Bezwingen von Feinden sind Stealth Kills, zudem kann sie durch ihr eigene übernatürliche Kräfte ungesehen an Gegnern vorbeihuschen, sich kurzzeitig unsichtbar machen und mehr. Nikolaï bleibt im Idealfall aber auch besser im Schatten, denn das Kampfsystem wurde wieder einmal gehörig vermurkst. Viel zu viele Angriffe von allen Seiten und von allen verschiedenen Ebenen der Level stehen viel zu kurzen Reaktionsfenstern und unvorhersehbaren Gegnerattacken gegenüber.

Frustflucht vor dem Panzer

Wir präsentieren: Den nervigsten Abschnitt des Spiels und das will schon was heißen. Ob wir dem Panzer entkommen, entscheiden nicht wir, sondern das Glück. Quelle: PC Games Wir präsentieren: Den nervigsten Abschnitt des Spiels und das will schon was heißen. Ob wir dem Panzer entkommen, entscheiden nicht wir, sondern das Glück. Doch auch die Schleichereien sind nicht frei von Problemen. Die Feinde wechseln ihre Blickrichtung oftmals völlig unvermittelt, die Levelgestaltung wirkt zusammengewürfelt und nicht darauf ausgelegt, einen dynamischen Spielfluss zu ermöglichen, die ungenaue Steuerung sorgt dafür, dass, man regelmäßig direkt vor die Füße von Gegnern springt und zahlreiche Abschnitte lassen sich nur durch ausgiebiges Trial & Error bestehen. Für Abwechslung sorgen die im Rahmen des Gameplays unpassenden, aber dafür recht unterhaltsamen Sniper-Abschnitte, derer es wesentlich mehr gibt als im Vorgänger India. Schön! Gar nicht schön: Die zeitbasierten Verfolgungsmissionen, bei denen ein kleiner Fehler bereits das Game Over bedeutet. Leider wurde auch das bisherige Highlight der Chronicles-Spiele, die Lauflevels, in den Sand gesetzt. Die Abschnitte erlauben überhaupt keinen Spielfluss, oftmals bricht der Boden unter einem oder eine Struktur über einem ohne Vorwarnung zusammen und man darf sich nicht einmal den geringsten Fehler leisten, so man diese Spießrutenläufe bestehen will. Vor allem die Verfolgung durch einen Panzer im letzten Level hat uns beinahe an den Rand des Wahnsinns gebracht. Reine Kletterlevels wie in den Vorgängern gibt es zudem leider gar nicht mehr. Wir behaupten ja nicht, dass es keinerlei schöne Anblicke in Russia gibt. Momente wie dieser mit dem roten Palast im Hintergrund stehen aber zig lahmen, grauen Abschnitten gegenüber. Quelle: PC Games Wir behaupten ja nicht, dass es keinerlei schöne Anblicke in Russia gibt. Momente wie dieser mit dem roten Palast im Hintergrund stehen aber zig lahmen, grauen Abschnitten gegenüber.

Ein Ende mit Schrecken

Der letzte Kritikpunkt - dann sind wir fertig, versprochen! - betrifft die Grafik, die wesentlich weniger ansprechend ist als jene von India und vor allem durch viel Grau in allen Abstufungen glänzt. Wenn Russland so aussieht, bleiben wir lieber zu Hause. Somit endet mit Assassin's Creed Chronicles: Russia unrühmlich eine Serie, der es gelungen ist, mit jedem Ableger auf den Schwachpunkten der Vorgänger aufzubauen; irgendwie ja auch eine Leistung.

Meinung

Wertung zu Assassin's Creed Chronicles Russia (PC)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Assassin's Creed Chronicles Russia (PS4)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Assassin's Creed Chronicles Russia (XBO)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Interessantere Geschichte als bisherLeidlich unterhaltsame Lauflevels …
… jedoch deutlich schlechter als bisherIn sich nicht stimmiges LeveldesignNervige MissionsgestaltungUndurchdachtes Stealth- und Kampfsystem
Fazit

Schwaches Finale einer schwachen Trilogie.

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