Durchgeknallte Zeichentrickfiguren sollen die Filmfestspiele in den Warner-Filmstudios retten.
Auch Cartoons können rabiat werden.
In der Cartoon-Welt herrscht Chaos. Unbekannte haben am Abend der berühmten Edgar-Verleihung insgesamt 45 Trophäen gestohlen. Doch das ist noch nicht genug Durcheinander. Auf der Flucht stoßen die Diebe mit ihrem Zeppelin einen riesigen Wasserturm um, in dem seit Jahren die drei verrückten Animaniacs eingesperrt sind, weil diese sogar für solch eine Zeichentrickstadt viel zu verrückt sind.
Und da sie nichts Besseres zu tun haben, macht sich das durchgeknallte Trio auf den Weg, die Trophäen zu finden und die Edgar-Verleihung zu retten. Wie schon in den Zeichentrickfilmen gibt es auch im Spiel jede Menge zu lachen.
Der Humor und das Flair der Serie wurden perfekt eingefangen. Egal ob der im Gettoslang quasselnde Indianer Sitzender Büffel, der skurrile Totengräber, der an euch ständig für einen Sarg Maß nimmt, oder die Animaniacs selbst, das Spiel der Charaktere wirkt vollkommen überzogen und unheimlich witzig.
Vor allem wenn Yakko dem buckeligen Quasimodo in der Geistervilla zu einer Schädlingsbekämpfung und Geisteraustreibung rät, weil sich dadurch der Wert der Immobilie stabil hält, bleibt kaum ein Auge trocken. Auch in Sachen Gameplay macht Animaniacs durchaus Laune.
Ihr befreit als Yakko eure kleine Schwester Dot von den Gleisen eines herannahenden Zuges, helft Indianern beim Regentanz oder fangt ausgebüxte Räuber wieder ein. Oder ihr rettet euren großen Bruder aus den Fängen des wahnsinnigen Frankenstein. Die weitläufigen Warner-Filmstudios halten jede Menge Überraschungen parat und es dauert einige Zeit, bis alle Edgars gefunden sind.
Auch die beiden weißen wahnsinnigen Mäuse Pinky und der Brain sind mit von der Partie und genauso irre wie die Animaniacs. In kleinen Minispielen versuchen sie jedes Mal wieder, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Mit Bezug auf die Optik kann die Jagd nach den Edgars leider nicht überzeugen.
Polygonarme Landschaften und schwache Texturen sowie eine miserable Kameraführung sorgen schnell für Frust, obwohl es einige nette Ansätze und abwechslungsreiche Rätsel gibt. Cartoon-Fans und Freunde abgedrehter Jump & Runs könnten Gefallen daran finden, alle anderen wenden sich lieber Super Mario Sunshine zu.
