Aliens vs. Predator: Extinction

Test Wolfgang Fischer

Eine schlagkräftige 
Predator-Truppe nimmt die Alien-Königin aufs Korn.
Eine schlagkräftige Predator-Truppe nimmt die Alien-Königin aufs Korn. Zweimal schon durften PC-Spieler ins AvP-Universum eintauchen und als Alien, Colonial Marine oder Predator Jagd auf die anderen Spezies machen. Während bei diesen Vorgängerspielen Ego-Shooter-Fans auf ihre Kosten kamen, richtet sich das PS2/Xbox-Debüt der Serie vornehmlich an Echtzeitstrategen. In insgesamt 21 Missionen, sieben per Rasse, dreht sich bei AvP: Extinction alles um die Vorherrschaft auf dem Planeten LV-742. Dabei geht es den Menschen nicht nur um die riesigen Erzvorkommen sondern auch darum, mehr über die beiden außerirdischen Rassen herauszufinden. Die Predators betrachten den Plane- ten als ihren persönlichen Jagdgrund und wollen eigentlich nur ein paar besondere Schädel ihrer großen Sammlung hinzufügen. Auch die Aliens verfolgen ein recht einfaches Ziel: Sich vermehren und sämtliche anderen Lebensformen von LV-742 tilgen.

Ohne Moos nix los
Extinction ist nicht unbedingt ein Echtzeitstrategiespiel nach Standard-Strickmuster. Anstatt sorgfältig geplante Basen aufzubauen, schlägt man sich mit relativ kleinen Kampftrupps durch die nicht unbedingt abwechslungsreiche Fauna des Planeten, was dank einer außergewöhnlich gut funktionierenden Steuerung auch per Controller kein Problem darstellt. Zu Beginn ist nur ein kleiner Teil der Karte sichtbar, der Rest muss erst erforscht werden. Erkundete Gebiete in denen sich aktuell keine eigenen Truppen aufhalten, werden - wie bei vielen Strategietiteln üblich - vom "Fog of War" bedeckt. Bei jeder Rasse steht eine Einheit
im Mittelpunkt (siehe DETAIL-CHECK), über die man Nachschub und Aufwertungen für
die vorhandenen Krieger kaufen kann. Die Beschaffung der nötigen Mittel für den Ausbau der eigenen Kampftruppe verläuft bei jeder Rasse ein wenig anders, wenngleich eine Sache bei allen gleich ist: Jeder getötete Feind sorgt für zusätzliche Einnahmen. Die Menschen erhalten zudem Geld für instand gesetzte Atmosphärenwandler, Predators für eingesammelte Feindschädel.

Am Anfang war das B
Neben den oben genannten Haupteinheiten (Schrein, Comm Tech und Alien Queen) dürfen pro Rasse etwa zehn weitere Truppenarten befehligt werden. Grundsätzlich sind die Marines nicht allzu stark gepanzert und daher auf ein gutes Zusammenspiel der verschiedenen Truppentypen angewiesen. Vor allem die ständig mit Heilen beschäftigten Sanitäter und die mit Bewegungsdetektoren ausgestatteten Androiden sind äußerst wichtig. In relativ kleinen, dafür äußerst kampfstarken Trupps sind die mächtigen Predators unterwegs. Das Besondere an dieser Rasse: Jede Einheit, vom schwachen Nahkämpfer bis hin zum schwer bewaffneten Hydra-Predator, verfügt über zwei wichtige Fähigkeiten: Selbstheilung und Unsichtbarkeit. Während Letztere in vielen Missionen weniger Bedeutung hat, als man sich wünschen würde, braucht man die Heilung ständig. Masse statt Klasse heißt das Motto bei den nahkampforientierten Aliens, die in großen Horden viel Schaden anrichten können, alleine aber ziemlich hilflos sind. Auch sie verfügen über die Möglichkeit, sich in der Nähe des Schwarmzentrums zu heilen. Anders als bei den anderen beiden Rassen dauert das Aufstellen einer schlagkräftigen Armee ziemlich lange, da alle Aliens den aus den Filmen bekannten Lebenszyklus (Ei, Facehugger, Chestburster, Kokon, Alien) durchlaufen müssen. Wie stark das aus diesem Zyklus entstehende Alien ist, hängt von der Art des Facehuggers und vom Wirt ab. Im späteren Verlauf kann man durch Beschaffung von Predator-Wirten PredAliens erschaffen, die ziemlich robust und kampfstark sind.

Grafisch nur Durchschnitt
Klingt alles ziemlich kompliziert, oder? Dank eines umfassenden, jederzeit aufrufbaren Kompendiums zu allen Einheiten inklusive ihrer Stärken und Schwächen verlieren Sie aber nie den Überblick über die Besonderheiten der jeweiligen Rasse. Fünf umfassende Tutorials - zwei allgemeine und je eines zu jeder Rasse - sorgen zudem dafür, dass Sie von Beginn an keine Probleme mit der komplexen Steuerung haben werden. Leider erreicht die Präsentation von AvP nicht die Qualität der vielfältigen Hilfen. Bis auf einige gute Effekte ist der Strategietitel nicht unbedingt ein optischer Augenschmaus. Die durchweg niedrige Texturqualität sorgt dafür, dass sogar die mit vielen Details ausgestatteten Spielfiguren unspektakulär wirken. Zudem hat das Spiel in jeder der drei Zoomstufen mit Performance-Problemen und Rucklern zu kämpfen. Während des Ladevorgangs der jeweiligen Mission wird die Story nur textlich fortgeführt. Danach gibt es noch eine kurze Erklärung, welche Ziele im Einzelnen zu erfüllen sind und los geht's. Gute Englischkenntnisse sind übrigens eine Grundvoraussetzung, um AvP richtig genießen zu können, da nur das Handbuch in deutscher Sprache ist. Dafür ist die englische Sprachausgabe durchaus gelungen. Original-Sounds und -Musik aus den diversen Filmvorlagen sorgen zudem für eine gute Atmosphäre.

Bildergalerie: Aliens vs. Predator: Extinction
Bild 1-3
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Wertung zu Aliens vs. Predator: Extinction (PS2)

Wertung:

75 /10

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