Aggressive Inline

Test

Im Museum gibt es viel zu entdecken. Im Museum gibt es viel zu entdecken. Seitdem Inline-Skaten den Massenmarkt erreicht hat, ist der Ruf versaut. Skateboarder grinsen bloß dreckig durch die ausgeschlagen Schneidezähne, wenn Mittdreißiger mit Sturzhelm und Knieschützern gemächlich an ihnen vorbeigleiten. Inline-Skater haben keinen Style? Von wegen! Schon nach ein paar Minuten Aggressive Inline wirken Skateboards so verstaubt, als hätte man ihnen eben einen Plüsch-Schonbezug übergezogen. Wenn ein Spiel so offen die Spitze der Trendsporttitel angreift, muss es sich automatisch mit Tony Hawk’s Pro Skater 3 messen. Und auf den allerersten Blick, gibt es da kaum Unterschiede. Sie haben eine Horde Extremsportgrößen zur Auswahl, mit denen in diversen Levels alles für Tricks, Moves und Combos missbraucht werden kann, was da halt so rumsteht. Die Arenen sind dabei ebenso witzig, wie ausgefallen. So verschlägt es Ihren Skater unter anderem in einen Vergnügungspark, einen Fischereihafen oder ins Metropolitan Museum. Insgesamt erwarten den Spieler acht Levels, die allesamt immer wieder durch ihre Größe überraschen. So ist jede Arena in mehrere getrennte Abschnitte unterteilt, deren Zugang teils freigespielt, teils einfach nur gefunden werden muss. Überraschungen gibt es in jedem Fall immer wieder. Die Steuerung ist genreüblich einfach gehalten. Mit der Dreieckstaste lassen Sie Ihren Skater grinden, mit X wird gesprungen und mit der Quadrattaste und dem Anlogstick kombinieren Sie wahnsinnige Tricks zu unglaublichen Combos. Völlig neu in dieser Hinsicht ist lediglich die Action-Taste, die sich unter dem Kreis auf dem Gamepad verbirgt. Mit dieser können Sie sich an Fahrzeuge hängen, an vertikalen und horizontalen Stangen schaukeln, Abgründe mit einem gewagten Salto überqueren oder sich von Personen Aufträge geben lassen. Letzteres ist im Spielverlauf von zentraler Bedeutung, denn mit den Zielen, die von Anfang an vorgegeben sind, lässt sich nicht allzu viel freispielen. Vom Schwierigkeitsgrad her ist der Titel angenehm ausgewogen. Zwar gibt es pro Level wenigstens fünf Aufgaben, an denen man sich die Zähne ausbeißt, aber erstens lässt sich zwischendurch immer noch etwas anderes erledigen und zweitens muss ja nicht alles erfüllt werden, um in neue Abschnitte oder Arenen zu gelangen. Eine Zeitbegrenzung gibt es dabei nicht. Alles was Sie ein wenig einschränkt ist der Saftbalken. Stürzen Sie, geht er nach unten, ist er auf null, sind Sie raus. Der Balken steigt, wenn Sie Tricks ausführen oder eben Saft einsammeln, der in den Levels überall herumsteht. Nebenbei verbessern sich im Verlauf des Spieles die Fähigkeiten Ihres Skaters. Ein Umstand, der dafür sorgt, dass sich der Titel nicht nur wegen des Fortbewegungsmittels beinahe als Rollenspiel bezeichnen lässt. Die Grafik ist dabei immer fantastisch. Die Areale sind von Fußgängern und Fahrzeugen bevölkert und die Skater selbst superflüssig und in allen Bewegungen einfach genial animiert. Die Liebe zum Detail geht dabei so weit, dass sogar die Brüste der Skaterinnen anatomisch korrekt mitwippen. Und genau solche Kleinigkeiten sind es, die den Titel noch einen Tick besser machen, als den alten Tony. Was letztendlich aber stört, ist, dass Sie keinen eigenen Skater kreieren können und das kostet den entscheidenden Punkt. Doch davon abgesehen ist Aggressive Inline einfach sexy.

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Wertung zu Aggressive Inline (PS2)

Wertung:

90 /10

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