Age of Empires: The Age of Kings

Test

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE So haben Bogenschützen auf Bergen eine bessere Reichweite, der Untergrund bestimmt, wie schnell eure Einheiten pro Runde vorankommen, schwere Geschütze können nicht ziehen und sofort angreifen und Wälder schützen vor so mancher Attacke. Darüber hinaus muss man sich gut überlegen, wo man sein neues Dorfzentrum aufbaut, um nicht direkt von den Feinden auf den Kieker genommen zu werden, oder welche Feinde man mit welchen Einheiten angreift.

Fernkampfeinheiten sind im Nahkampf meist einfach zu besiegen und berittenen Gegnern sollte man lieber mit Pikenieren zu Leibe rücken. Pferde haben Angst vor Kamelen und Reiter haben in der Ebene einen Angriffsvorteil. Im Gefecht kommen auch die Spezialfähigkeiten der Helden zum Tragen, die im Kampf nicht nur besonders stark sind, sondern zum Beispiel auch befreundete Einheiten heilen oder mit Extra-Angriffspower oder besseren Verteidigungswerten stärken können.

Besonderen Wert sollte man auch auf Einheiten legen, die sich bereits im Kampf bewährt haben. Erfolgreiche Schlachten werden nämlich mit Orden prämiert. Diese erfahrenen Einheiten sind im Kampf im Vorteil. Ihr braucht aber keine Angst zu haben, den Überblick zu verlieren. Bevor ihr einen Gegner angreift, steht euch ein Berater hilfreich zur Seite.

Die weiteren SpielmodiNeben den Kampagnen könnt ihr auch im Spielmodus "Imperiumskarte" antreten. So könnt ihr auf 20 Karten ein Volk eurer Wahl bestimmen und gegen bis zu drei Computer-Gegner in verschiedenen Schwierigkeitsgraden antreten. Die Feinde unterscheiden sich auch im Kampfverhalten. Während Attila stürmisch angreift, konzentriert sich Turtle auf den Basen-Ausbau.

Einstellbare Siegparamter, z. B. wer am Ende der 30. Runde die meisten Punkte hat, bestimmen den Gewinner. Natürlich kommen bei Age of Empires: The Age of Kings auch Mehrspieler-Freunde auf ihre Kosten. Schade ist aber, dass hier jeder Spieler ein Modul braucht und dass man teilweise sehr lange warten muss, bis die Mitspieler ihre Züge gemacht haben. Nett dagegen ist, dass man auch
an einen Spielmodus gedacht hat, in dem man den DS nach seinem Zug einfach weitergibt.

Packende Atmosphäre

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Technisch ist den Entwicklern Age of Empires: The Age of Kings gut gelungen. Auf dem unteren Bildschirm wird die Karte mit den Einheiten aus einer Schräg-von-oben-Perspektive gezeigt. Auf dem oberen Bildschirm findet ihr Statusanzeigen wieder. Hier zeigt das Spielgeschehen beim Angriff in kleinen Zwischensequenzen, wie eure Einheiten auf die gegnerischen Einheiten prallen.

Untermalt wird das Gefecht von Kampfgeschrei, witzigen Sprachsamples, klirrenden Schwertern und weiteren passenden Soundeffekten. Grafisch wäre mit Sicherheit noch mehr aus dem DS herauszuholen gewesen und auch die Soundeffekte wiederholen sich immer wieder, atmosphärisch ist das Ganze aber dennoch sehr gut gelungen.

Die Karten sind kleiner als auf dem PC, so groß wie bei Advance Wars: Dual Strike sind sie aber allemal. Und auch wenn die Zahl der Einheiten, die sich auf dem Bildschirm duellieren, limitiert ist, kommen durchaus einige epische, lang andauernde Schlachten auf dem DS heraus. Auch die Steuerung des Strategie-Spektakels kann punkten. So könnt ihr das Spiel sowohl komplett per Stylus oder per Digi-Kreuz spielen.

In der Praxis ist die traditionelle Variante mit Digi-Kreuz bei uns in der Redaktion aber favorisiert. So verdeckt man den Bildschirm nicht mit der eigenen Hand und insbesondere im Getümmel klickt man mit der Touchscreen-Steuerung öfter mal die falsche Einheit an. Dies ist auch einer der Kritikpunkte am Spiel: Stehen Freund und Feind dicht zusammen, sind sie teilweise etwas schwierig auseinander zu halten, da die Farben der Einheiten nicht deutlich genug rüberkommen.

DS-Lite-Besitzer mit helleren Bildschirmen sind hier etwas im Vorteil. Im Gegensatz zu Advance Wars: Dual Strike ist die spielerische Variation auch nicht so hoch. Bei Age of Empires: The Age of Kings gibt es beispielsweise nur Bodenkämpfe - Luft- und Seeschlachten gibt es nur bei Advance Wars.

Beim Nintendo-Strategie-Hit ist zudem die Langzeitmotivation höher, da der Umfang größer ist und es mehr freizuschalten gibt. Strategie-Spieler oder Kenner des Originals sollten aber unbedingt mal einen Blick riskieren. Age of Empires: The Age of Kings gehört zur DS-Strategie-Spitze!

Wertung zu Age of Empires: The Age of Kings (NDS)

Wertung:

83 /10
Pro & Contra
Tolle AtmosphäreHohes spielerisches NiveauGute Steuerung
Manchmal unübersichtlich
Fazit

Toller Strategie-Titel und eine würdige Umsetzung des PC-Originals. Bitte mehr davon!

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