Im Angesicht des Todes: Im Inneren der Burg wartet nicht nur eine hilflose Geisel, sondern auch ein Haufen Scharfschützen.
Als Mann kann man James Bond eigentlich nur beneiden: Die tollsten Frauen, der geschütteltste Martini und die heißesten Autos. Letztere waren ja schon immer die heimlichen Stars der Bond-Filme. Angefüllt mit den neusten Nettigkeiten aus der Abteilung Q brannten die Vehikel immer ein Action-Feuerwerk sondergleichen ab. Electronic Arts gibt Ihnen nun die Chance, sich in der Rolle des Superspions hinters Steuer dieser vierrädrigen Wunderwaffen zu setzen. 007 Racing stellt dabei fast alle fahrbaren Untersätze der Kinofilme zur Verfügung. Vom klassischen Aston Martin DB5 über den Lotus Esprite bis hin zu der Pierce-Brosnan-BMW-Galerie findet jeder Agenten-Aspirant den vierrädrigen Untersatz seines großen Vorbilds. Ist man erst mal in tödlicher Mission unterwegs, prescht man im vorgegebenen Vehikel durch exotische Schauplätze, sammelt Extrawaffen auf und muss bestimmte Missionsziele erfüllen. Die Gegenseite fährt dabei allerdings schweres Geschütz auf, so dass der Waffeneinsatz nicht zu kurz kommt. Beschämend ist aber die technische Qualität des Action-Rasers. So miese Grafik hat man seit Jahren nicht mehr auf der PlayStation gesehen: Ein Dutzend Texturverzerrungen gepaart mit hässlichen Klötzchen-Polygonen erwecken das Gefühl, dass das Spiel schon vor vier Jahren von einem rumänischen Schafhirten zusammengestückelt wurde. Hinzu kommt eine Steuerung, die eher an eine steuerlose Seifenkiste als an eine Luxuskarosse erinnert. Nur die schön abgemischte Musik, die netten Videosequenzen und Rs Kommentare zum Fahrstil ("Wissen Sie eigentlich, wie schwer es ist, diesen Lack zu besorgen, 007?") retten das Spiel vor dem Wertungsfiasko. Wer nicht gerade Bond-Sammler ist, meidet diesen Titel.
Bildergalerie: 007 Racing
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