Was für 'ne Überraschung: Der smarte Geheimagent hantiert diesmal mit dem Wii-Zapper!
BESSER ZAPPEN OHNE ZAPPER
Sowieso ist die Steuerung extrem eingängig und funktioniert auf der Wii nach dem gängigen Standard: Gezielt wird mittels Zeiger, den man auf den Bildschirm richtet, geschossen auf dem B-Trigger und gedeckt mit der A-Taste. Dass sekundäre Funktionen wie das Ducken und Springen auf nur einem Knopf belegt sind, verzeihen wir dem Spiel geflissentlich. Fragt sich noch eins: Wie ist eigentlich der Online-Modus ausgefallen? Wir meinen: gut. Vier Spieler duellieren sich in typischen Deatchmatches (wahlweise auch als Team), zusätzlich gibt's einen weiteren Spielmodus, in dem man vorgegebene Herausforderungen absolviert. Das Finden von Mitspielern war in unserer Testsession überhaupt kein Problem - auch Lags (d. h. Verzögerungen zwischen der Controller-Eingabe und der Aktion auf dem Bildschirm) konnten wir nicht feststellen.
Dass es wieder einmal einen zwölfstelligen Freundescode gibt, war abzusehen. Lediglich die Tatsache, dass die Levels für nur vier Spieler zu groß sind, hat uns gestört - so läuft man häufig still und leise herum, ohne längere Zeit einen Gegner zu treffen. Deshalb und aufgrund der Tatsache, dass ohne gegenseitige Kommunikationsmöglichkeiten ein wichtiger Online-Spiel-Aspekt fehlt, gibt's daher nur eine gute Mitte-Siebziger-Wertung.
Lohnt sich Ein Quantum Trost also für euch? Ja, wenn ihr für nicht allzu viele Stunden gut unterhalten werden wollt. Ja, wenn ihr es mögt, vom Spiel an der Hand genommen zu werden und euch schnurstracks durch fette Bombast-Action führen zu lassen. Nein, wenn ihr ein Spiel vom Kaliber eines Perfect Dark erwartet, dem man seinerzeit anmerkte, dass es länger unterhalten wollte als der eher aktuelle 007-Dauer-Nervenkitzel. Aber gerade das ist im Falle vom neuen Wii-Bond ja auch ein Kompliment. Also: Mission bestanden, abtreten.
