Was für 'ne Überraschung: Der smarte Geheimagent hantiert diesmal mit dem Wii-Zapper!
Wir begrüßen diese Design-Entscheidung der Entwickler, denn von Beginn an geht's deftig zur Sache: Wir legen uns auf dem Vorplatz einer Villa mit fiesen Terroristen an, stürmen weiter zum Bootssteg, wo wir mit einem gezielten Schuss auf einen Öltank eine weitere Ladung Gesocks außer Gefecht setzen und schleichen nach einem plötzlichen Brand im Treppenhaus raus zum Hubschrauberlandeplatz, um den terroristischen Helikopter vom Abflug zu hindern. Wenige Momente später sind wir auf den Dächern von Venedig unterwegs, lassen mitten im Markttrubel Melonen platzen und tun, was man als Bond in jeder Situation tun muss: Cool bleiben.
ACTION AM FLIESSBAND
Ihr habt es sicher schon gemerkt: Ein Quantum Trost strotzt vor Action, denn Zeit zum Verschnaufen bleibt nur äußerst selten - und wenn, dann geht's im folgenden Augenblick mindestens doppelt so rasant weiter. Dieses Kunststück der Entwickler wurde allerdings mit einem entscheidenden Manko erkauft: Linearität. Die Handlung ist vom Anfang bis zum Ende geskriptet, es gibt keinerlei Bewegungsfreiheit abseits der regulären Route. Alternative Pfade sind genauso wenig vorhanden wie frei erkundbare Gebiete. Doch der Spielablauf dankt es mit einer bombastischen Inszenierung: Überall bombt es, ständig fliegen Helikopter unter schepperndem Getöse vom Himmel, immer ist irgendwo was los.
Das Gameplay ist sowieso auf schnellen Spielspaß abgerichtet: Das In-Deckung-gehen und Ballern geht schon nach wenigen Spielminuten in Fleisch und Blut über - weitere Fertigkeiten kommen dann innerhalb der etwa sechs- bis achtstündigen Gesamtspielzeit nicht mehr hinzu. Lediglich kleinere (wir nennen sie mal so) "Minispiele" erfordern noch das Eingreifen des Spielers: Etwa, wenn man eine elektronisch gesicherte Tür hacken muss oder wenn man einen Gegner durch Schwingen des Nunchuks ausschaltet. Das passt zwar gut ins Spiel, fordert einen geübten Spieler aber überhaupt nicht.
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