FIFA 10 für Wii im Test: Arcadige Fußball-Action statt purer Realismus
FIFA 10 Wii (8)
Die Spieler bringen den Ball aus fast jeder Position zielsicher aufs Tor und selbst Schüsse aus dem Mittelfeld sind stets gefährlich, da der Ball kaum an Geschwindigkeit verliert. Auf Schussrichtung oder -stärke hat man keinen Einfluss mehr. Ebenfalls vereinfacht: die Standardsituationen. Bei Eckbällen muss einfach nur im richtigen Moment (wenn der Ball grün zu leuchten beginnt) die Wii-FB geschüttelt werden. Bei Freistößen müssen Schütze und Torhüter ebenfalls zum richtigen Zeitpunkt die Fernbedienung schütteln, um den Ball im Tor zu versenken beziehungsweise ihn zu halten. Somit kommt es weniger auf das spielerische Können an, sondern mehr auf Timing und eine kleine Portion Glück. Freistöße aus 30 oder 40 Metern sind kein Problem, da alle Bälle zielgenau aufs Tor gehen. Somit entsteht bereits nach einigen Partien der Eindruck, dass das Spiel insgesamt zu einfach ist. Selbst Spieler, die im Abseits stehen, werden durch entsprechende Fahnen markiert.
Motivierender Karriere-Modus
FIFA 10 Wii (4)
Einzige Langzeitmotivation für Solospieler ist natürlich der Managermodus. Hier wählt ihr aus dem dicken Lizenzpaket eure Lieblingsmannschaft aus und versucht sie an die Spitze der Liga zu führen. Mit dabei sind jede Menge Statistiken, das Teammanagement und natürlich der Transfermarkt - alles was das Trainerherz begehrt. Neu sind auch die Gameboosts: Pro Spiel dürft ihr maximal zwei davon auswählen, durch die ihr bestimme Vorteile erhaltet. So sind Schüsse beispielsweise stärker oder das Passspiel schneller. Neben den normalen Gameboosts gibt es auch noch einige seltene Boosts, die gleich mehrere Fähigkeiten verbessern. Die seltenen Boosts werden entweder aus den normalen kombiniert, oder per Zufall freigeschaltet.
Adios Realismus
FIFA 10 Wii (3)
Technisch macht FIFA 10 einen recht guten Eindruck. Der Comic-Look ist anfangs gewöhnungsbedürftig, passt aber einerseits hervorragend zu der neuen Arcade-Ausrichtung des Spiels. Andererseits dürften Simulationsfreunde überhaupt kein Gefallen mehr am neuen FIFA finden, denn das Spiel erinnert eher an Mario Strikers als an einen typischen EA-Kick. Trotzdem erkennt man seinen Lieblingsspieler auf dem Spielfeld und die feinen Animationen werden besonders in den Wiederholungen deutlich. Akustisch erwartet euch in den Menüs ein typischer FIFA-Soundtrack und in den Stadien die Rufe und Fangesänge der Zuschauer. Wie gewohnt könnt ihr zwischen mehreren Steuerungsalternativen wählen. Die Kombination aus Wii-FB und Nunchuk funktioniert einwandfrei, wer einen Classic-Controller besitzt darf aber auch die typische Fußballspiel-Steuerung nutzen.
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Erst dachte ich einige Leser hätten keinen Anspruch mehr an die Entwickler, aber es geht ja doch noch
Liebe N-Zone-Redakteure, wollt ihr euch eure Wertung nicht noch einmal überdenken?
Eine solch "hohe" Wertung scheint hier anhand diverser Comments wohl kaum angebracht zu sein
Und ich fänd es wirklich nicht schlimm auch mal einem Fifa 75% zu geben.