Alpha Protocol im Test - Die negativen Eindrücke

Test Christian Schlütter

Unser Test zu Alpha Protocol für PlayStation 3 und Xbox 360 verrät euch alles rund um das Agenten-Rollenspiel. Das umfangreiche RPG leidet trotz großer Entscheidungsfreiheit an kleineren Macken.

Negativ:

An einigen Stellen im Spiel greift Thorton zu Raketenwerfern, um Vehikel wie Hubschrauber oder Panzer zu beseitigen. Diese Einlagen sind wohldosiert und lockern das Geschehen auf. Quelle: PC Games An einigen Stellen im Spiel greift Thorton zu Raketenwerfern, um Vehikel wie Hubschrauber oder Panzer zu beseitigen. Diese Einlagen sind wohldosiert und lockern das Geschehen auf. Künstliche Intelligenz: Gerade in einem Rollenspiel, das stark auf Schleich- und Schießeinlagen setzt, sollte man auf eine gute künstliche Intelligenz hoffen. Leider kann Alpha Protocol hier nicht punkten. Immer wieder laufen Ihnen Feinde direkt vor die Flinte oder hängen an einer Ecke der Spielwelt fest. Geht ihr an der richtigen Stelle in Deckung, könnt ihr sogar reihenweise Gegner erledigen, da diese an einem bestimmten Punkt stehen bleiben und sich anstandslos erschießen lassen.

Minispiele: Um Schlösser zu knacken, zu hacken oder Terminals zu überbrücken müsst ihr eines von drei Minispielen meistern, die im späteren Verlauf des Spiels schwerer werden. Schon bald nerven diese kleinen Einlagen auf Dauer. Da ihr diese Minispiele oft braucht, kommt an einigen Stellen Frustration auf, wenn zum tausendsten Mal durch einen missglückten Versuch der Alarm losgeht.

Veraltete Technik: Grafisch ist Alpha Protocol nicht auf der Höhe der Zeit. Texturen, gerade auf Böden oder auf den Wänden, sehen verwaschen und detailarm aus. Charaktere und Objekte sind zudem für die heutige Zeit extrem eckig. In Zwischensequenzen hingegen kommen die Gesichter der Charaktere gut rüber. Der Verwisch-Effekt, den Obsidian benutzt, um Rückblenden zu kennzeichnen, sieht befremdlich aus. Auch die Animationen des Hauptcharakters, gerade bei Schleicheinlagen, wirken albern.

Am Ende des ersten Kapitels tritt Thorton gegen einen Panzer an. Zum ersten Mal komt richtig Action auf. Klasse! Quelle: PC Games Am Ende des ersten Kapitels tritt Thorton gegen einen Panzer an. Zum ersten Mal komt richtig Action auf. Klasse! Springen, Klettern, Tarnen, Speichern: Einige kleine Punkte nerven an Alpha Protocol. So dürft ihr nur an bestimmten Stellen klettern oder springen, was in Zeiten von Splinter Cell: Conviction und Assassins Creed 2 reichlich antiquiert wirkt. Wer eher im Verdeckten vorgehen will, der ärgert sich darüber, dass es keine Bildschirmanzeige gibt, die euch verrät, ob ihr gerade getarnt seid.

In der kommenden Play3 Ausgabe 07/2010 lest ihr einen umfassenden Test zu Alpha Protocol. Die neue Play3 07/2010 gibt's ab dem 2. Juni 2010 im Zeitschriftenhandel.

Bildergalerie

Wertung zu Alpha Protocol (PS3)

Wertung:

83 /10
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