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Alpha Protocol (PS3)

Release:
28.05.2010
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Sega

Alpha Protocol: Unser Test zum vielfältigen Agenten-RPG

28.05.2010 00:01 Uhr
|
Neu
|
Unser Test zu Alpha Protocol für PlayStation 3 und Xbox 360 verrät euch alles rund um das Agenten-Rollenspiel. Das umfangreiche RPG leidet trotz großer Entscheidungsfreiheit an kleineren Macken.


In Alpha Protocol für PS3 und Xbox 360 schlüpft ihr in die Rolle des Agenten Michael Thorton und bekommt Action-Kost á la 24 oder Die Bourne Identität geliefert. Dabei bieten euch die Entwickler von Obsidian Entertainment jede Menge Entscheidungsfreiheit. Im Verlaufe des Spiele haut euch Alpha Protocol früh getroffene Entscheidungen allerdings ordentlich um die Ohren. Der Spielverlauf in Alpha Protocol ist sehr vielfältig und dynamisch, so dass wir uns durchaus einen zweiten oder dritten Durchgang vorstellen können. Charaktere und Dialoge in Alpha Protocol überzeugen durch Einfalls- und Ideenreichtum. Kritikpunkte an Alpha Protocol sind für uns das Speichersystem, die veraltete Technik und die oft unterirdische KI. Nichtsdestotrotz ist Alpha Protocol ein abwechslungsreiches und gut inszeniertes Agenten-RPG mit großer Entscheidungsfreiheit.

Positiv:

Schießen aus der Deckung heraus und geduldiges Zielen führen eher zum Erfolg als wilde Ballerei. Leider bekommen wir keine Anzeige, dass wir hinter dieser Kiste gerade nicht zu sehen sind. Schießen aus der Deckung heraus und geduldiges Zielen führen eher zum Erfolg als wilde Ballerei. Leider bekommen wir keine Anzeige, dass wir hinter dieser Kiste gerade nicht zu sehen sind. Story, Charaktere und Atmosphäre: Wer auf Jack Bauer und James Bond steht, wird mit Michael Thorton direkt warm. Die Geschichte präsentiert sich wie ein waschechter Agenten-Thriller und wartet immer wieder mit Überraschungen auf. Ihr wisst nie, wem ihr gerade trauen könnt und hetzt durch die halbe Welt, um einer großen Verschwörung auf die Schliche zu kommen. Die Charaktere, auf die ihr trefft sind teils skurril aber immer glaubwürdig und bereichern das Spielgeschehen merklich. Mit gut geschriebenen Dialogen und Zwischensequenzen in der Spielgrafik hält Alpha Protocol zudem den Spannungsbogen konstant hoch und bitet so beste Unterhaltung. Da stört es auch nicht, dass die insgesamt 130 Stunden Dialog nur als englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln vorliegen.

Entscheidungen und Freiheit: Alpha Protocol lässt euch in fast allen Missionen die Wahl, wie ihr vorgehen möchtet. Ihr könnt schleichen, schießen oder quasseln, mit technischer Finesse vorgehen oder den brutalen Schläger geben. So wird jede Mission einzigartig und abwechslungsreich. Gleichzeitig macht sich an jeder Stelle bermekbar, welch krasse Auswirkungen eure Entscheidungen immer wieder haben. Die nette Dame retten oder ein Museum voller Touristen? Den Waffenhändler erschießen oder begnadigen? Die Wachen umlegen oder bequatschen? Immer hält euch Alpha Protocol eure Entscheidungen als Spiegel vor. So verändert sich der Spiel- und Missionsverlauf, je nachdem, welche Wahl ihr getroffen habt. Das motiviert und trägt maßgeblich zur Faszination des Titels bei. Es lohnt sich also nach den knapp 30 Stunden des ersten Spieldurchgangs noch einmal von vorne zu beginnen.

Charakterentwicklung: Auch als waschechtes Rollenspiel schlägt sich Alpha Protocol gut. Für jede geglückte Aktion bekommt ihr Erfahrungspunkte, welche zum Stufenanstieg führen. Mehr Punkte in einer bestimmten Fertigkeit wirken sich spürbar aus. Seid ihr im Umgang mit Sturmgewehren ungeübt, trefft ihr auch kaum etwas. Investiert ihr aber genügend Punkte, schießt Thorton merklich besser. Selbiges gilt für Nahkampf - oder Technikfertigkeiten. So habt ihr immer das Gefühl, euren Agenten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig gewährt euch Alpha Protocol immer wieder kleine Erfolge in Form von so genannten Vorteilen. Wer zum Beispiel 75 Feinde ungesehen überwältig, bewegt sich in Folge 20 Prozent leiser. Da Meldungen über solche Vorteile im Minutentakt am unteren Bildschirmrand auftauchen, motivieren euch, eine Mission besonders gut zu bewältigen.

Items und Nebenbeschäftigungen: Alpha Protocol bietet eurem Helden einen Haufen von Rüstungen, Waffen und Gadgets. Diese findet ihr entweder in den Missionen oder kauft diese zwischen den Einsätzen von einem Händler. Für Rüstungen und Waffen ersteht ihr zudem Upgrades in mehreren Stufen. Die Vor- und Nachteile eines Kaufs werden fein säuberlich in einem Menü mit dem gerade angelegten Ausrüstungsgegenstand abgewogen. Gerade die Vielzahl der Items macht aus Alpha Protocol ein deutlich tieferes Rollenspiel als etwa Mass Effect 2, obwohl beide Titel stark auf Action setzen. Zudem macht sich die Art der Aurüstung klar im Spiel bemerkbar, wenn ihr zum Beispiel Gegner per Täuschsensor ablenkt oder dank Rüstungs-Upgrade Schlösser in Windeseile knackt. Wer noch tiefer in Story und Spielgeschehen eintauchen will, für den hat Obsidian Entertainment ein Email- und Dossiersystem eingebaut, mit dem ihr immer wieder Informationen zu Charakteren und Fraktionen abruft und über das ihr sogar Informationen verkaufen könnt, um Geld einzufahren. Eine nette Nebenbeschäftigung, die sich wiederum auf die Story und Ihre Beziehung zu anderen Charakteren auswirkt.

Abwechslungsreiche Umgebungen: Alpha Protocol schickt euch, ganz in Agentenfilmmanier, durch die Weltgeschichte. Spielt das erste Kapitel noch in Saudi-Arabien, steht es euch in der Folge frei, welchen der drei Spielorte Rom, Taipeh oder Moskau ihr als nächstes besucht. Die Umgebungen sind dabei sehr unterschiedlich gestaltet und sorgen immer wieder für Überraschungen. Mal zettelt ihr auf einer Luxusyacht eine Schießerei an, mal infiltriert ihr das Haus eines Unterweltbosses, der total auf kitschige 80er-Jahre-Dekorationen steht, mal meuchelt ihr euch in Rom durch eine Ausgrabungsstätte. Die einzelnen Level sind dabei liebevoll und detailreich gestaltet und sorgen immer wieder für Aha-Effekte.

Neuer Benutzer
Moderation
28.05.2010 00:01 Uhr
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Neuer Benutzer
Bewertung: 0
31.05.2010 23:06 Uhr
Hat seine Macken grade die KI - doch der Wiederspielwert ist ENORM jede Unterhaltung und Tat wird in ca. 80 % der Fälle die Weiteren Missionen beeinflussen.

Macht echt Spass doch die Kritiken sind gerechtfertigt.
Ich vergleiche es gerne mit Dragon Age : Durchwachsene Grafik und Technik - aber geniale Story und gameplay. Beide Spiele bestechen halt nicht auf den ersten sondern erst 2ten. Blick
Community Officer
Bewertung: 0
29.05.2010 17:23 Uhr
Zitat: (Original von Mation;8714038)
Ein Must-Have ist AP damit für mich (leider) nicht geworden, aber dennoch ein Titel, der früher oder später in meine Sammlung wandern wird.
Unterschreib ich so  
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
28.05.2010 18:18 Uhr
Die Macken sind für mich zu verschmerzen, außer die niedrige KI, die ich schon etwas schade finde...
Ein Must-Have ist AP damit für mich (leider) nicht geworden, aber dennoch ein Titel, der früher oder später in meine Sammlung wandern wird.

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