Zoochosis im Erlebnisbericht: Viele böse Tiere, aber von Bugs hat keiner was gesagt
Special
Seit dem 30. September kann sich in Zoochosis ordentlich gegruselt werden. Nicht nur die mutierten Tiere sind zum Fürchten, sondern auch die Bugs.
Was ein Albtraum
Als ich dachte, ich habe den Dreh raus, geschah jedoch etwas Unfassbares. Im Gorilla-Gehege angekommen, zog ich meine einstudierte Arbeit ganz normal durch. Als ich jedoch Medizin für die kranken Tiere herstellen wollte, verwandelte sich einer der Affen in eine Bestie.
Zunächst einmal überforderte mich die Situation, mir hatte schließlich niemand beigebracht, richtig auf so eine Mutation zu reagieren. Bevor ich handeln konnte, überwältigte das Vieh auch schon einen seiner ehemaligen Artgenossen.
Im Triebwagen suchte ich händeringend nach einem Gegenmittel, doch dafür fehlte mir Tierblut. Das hatte ich schließlich bereits zur Analyse benötigt - alles sehr unübersichtlich und umständlich in diesem Zoo.
Quelle: Clapperheads
Mir blieb also nichts anderes übrig, als eine tödliche Injektion in mein Gewehr zu laden und das Monstrum abzuschießen. Erst im Anschluss stellte sich heraus, dass es auch eine Möglichkeit gegeben hätte, die Mutation zu heilen. Aber mit mir hat ja niemand vorher darüber gesprochen.
Langsam wird es langweilig
Zunächst vermutete ich daher einen blöden Zufall, doch als sich der gleiche Vorgang in den anderen Gehegen immer und immer wieder wiederholte, wusste ich: Hier stimmt einiges nicht. Auch mein Chef wurde mir mehr und mehr unheimlicher.
Schließlich sollte ich auch noch Menschen aus der Kühlkammer zerhäckseln und den mutierten Viechern zum Fraß vorwerfen. Die Spritze, die mir zu Beginn verabreicht wurde, zeigte ebenfalls mittlerweile Wirkung.
Quelle: Clapperheads
Bei allen Tieren wurde mir jedes Mal an der gleichen Stelle übel. Meine Haut und meine Adern verfärbten sich noch dazu sehr seltsam. Trotz meines Zustands fing mein Job an, mich zu langweilen. Ständig musste ich mich durch den gleichen Ablauf quälen. So eine repetitive Arbeit verspürte ich das letzte Mal, als ich in meiner Freizeit Call of Duty gezockt habe.
Was passiert hier?
Noch dazu hing ich häufiger einfach fest, als ich bestimmte Türen öffnen wollte. Die Tiere spielten selbst ohne Infektion verrückt, bewegten sich wie durch Geisterhand durch Wände und hielten bei der Blutabnahme einfach nicht still.
Der Job, der mit so viel Potenzial [SL1] anfing, veränderte sich im Handumdrehen zu einer Katastrophe. Ich kam mir vor wie im Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Ohne Abwechslung wusste ich schnell, dass ich in diesem Zoo nicht alt werde.
Quelle: Clapperheads
Da half es auch nicht, als ich erfahren habe, ich hätte Dinge für einen alternativen Ausgang anders angehen können. Interesse war freilich da, aber mich verließ schlichtweg die Geduld. Die Eintönigkeit würde ich nicht länger als ein paar Stunden aushalten.
Aus diesem Grund habe ich mich nach anderen Jobs umgesehen: Durch meine gesammelten Erfahrungen mit zwielichtigen Gestalten kämen auch Aufträge als Tatortreiniger oder Putzkraft in Frage. Glücklicherweise kann ich da kurzfristig meine Kontakte spielen lassen. Von verrückten Tieren habe ich erstmal genug.
Zoochosis ist seit dem 30. September auf PC über Steam erhältlich. Zum Preis von circa 22 Euro erhaltet ihr einen witzigen Indie-Titel, der jedoch schnell an Langzeitmotivation verliert. Selbst die unterschiedlichen Enden trösten darüber nicht hinweg. Auch etliche Bugs vermiesen den spaßigen Ersteindruck. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Fassung von Zoochosis von Clapperheads gestellt.
