Das kommt davon, wenn man sein Brüderchen als Fernseh-Antenne missbraucht! Larve Zipper wird von der Elster Maggie entführt, und Junggrille Zapper muss Kopf und Chitin-Kragen riskieren, um ihn wieder aufzuspüren. In jedem der zwölf Levels gilt es versteckte Vogeleier zu finden, Gegner per Stromschlag zu "grillen", Glühwürmchen zu befreien und Geheimgänge zu öffnen. Die Wege durch Baum-Tempel, Western-Städte u. a. sind recht fantasievoll aufgemacht, nur die flippigen Musikstücke und sich wiederholenden Sound-Samples nerven schnell. Was die Spielbarkeit angeht: Vergessen Sie den Analog-Stick und greifen Sie zum Digital-Pad. Hier wird nicht geschwenkt, gedreht, oder im letzten Moment nach einem Vorsprung gegriffen; Zapper bewegt sich auf einem rechtwinkligen Gitternetz. Ein Druck auf den Richtungspfeil ergibt einen Satz zum nächsten Quadrat, ein Druck auf X einen zum übernächsten; egal auf welcher Höhe die Plattformen liegen. Die Schwierigkeiten liegen nun darin, die Abstände der Plattformen in "Quadrateinheiten" richtig abzuschätzen, und darin, die Bewegungsrichtung schnell und genau genug einzugeben. Soll Zapper zum Beispiel einen Doppelsatz nach links vollführen, so drücken Sie die Pfeil- und die X-Taste nicht zugleich, sondern kurz hintereinander - sonst schnalzt er geradeaus weiter. Für eine gemütliche 90 Grad-Drehung auf der Stelle bleibt kaum Zeit, denn auf dem Zickzack-Spurt zwischen Gegnern, Abgründen und Fallen wie wegbrechenden Plattformen sind blitzschnelle Reaktionen gefragt. Eine Sekunde Wartezeit oder ein falscher Knopfdruck bedeutet schnell den Tod durch Sägeblatt, Flammenwerfer, Venusfalle oder Grillrost.
Ach ja, ein paar Mehrspieler-Games mit verwirrenden Blitz-Effekten und winzigen Spielfiguren gibt's auch noch. Zu vernachlässigen.
