Vorschau zu Xenoblade Chronicles Definitive Edition: Das wohl beste Spiel der Reihe und auch noch schöner als je zuvor
Special
Spiel's noch einmal, Shulk: Xenoblade Chronicles feiert auf der Switch seinen zweiten Frühling und verspricht wesentlich mehr als nur ein simples Grafik-Upgrade. Was wir bereits über die Neuauflage des Rollenspiels wissen, erfahrt ihr in unserer Vorschau.
Wie sich die Zeiten ändern: Als Xenoblade Chronicles (jetzt kaufen 89,95 € ) dereinst für die Wii erschien, war der Titel nicht für außerhalb Japans geplant. Erst durch eine weltweite Faninitiative ließ sich Nintendo überreden, Geld in internationale Versionen des Abenteuers sowie einer Handvoll weiterer Spiele zu investieren. Manchmal lohnt es sich also doch, sich als darbender JRPG-Liebhaber öffentlich Gehör zu verschaffen! Während nicht-japanische Versionen des Abenteuers also eine schwere Geburt erlebten, erscheinen inzwischen neue Teile der Reihe geradezu im Stakkato: Xenoblade Chronicles X, ein Port von Xenoblade Chronicles für den New Nintendo 3DS, Xenoblade Chronicles 2 - und Xenoblade Chronicles 3 oder X-2 sind wohl auch nur eine Frage der Zeit.
Auf dieser Seite
Jetzt aber geht es aber erst einmal zurück zu den Anfängen. Während Xenoblade Chronicles für den New Nintendo 3DS mit einigen Abstrichen gegenüber dem Original zu kämpfen hatte, geht die Definitive Edition in die genau gegenteilige Richtung und verspricht Rollenspiel-Kost in völlig neuem Glanz! Anstatt wie bei Remasters üblich einfach die Texturen hochzuskalieren und die Auflösung auf HD hochzuschrauben, verheißt die Switch-Umsetzung des Titels eine deutlich aufwendigere Herangehensweise. Umgebungen sehen wesentlich besser aus als zuvor, etliche Texturen und Objekte wurden ganz offensichtlich völlig neu entwickelt und vor allem die Figurenmodelle wirken, als entstammten sie nicht dem neun Jahre alten Original, sondern wären dem grafisch imposanten zweiten Teil entsprungen. So muss eine Neuauflage aussehen! Jedoch wurde offensichtlich nicht nur an den Grafik-Stellschrauben ordentlich gedreht. In der abschließenden Szene aus dem Enthüllungstrailer sehen wir ein Gebiet, welches so im Wii-Abenteuer nicht enthalten war.
Quelle: Nintendo
Dieses Gebiet gab es im Original noch nicht, es wurde dort jedoch als unfertige Version im Datenspeicher des Abenteuers gefunden
Also ein gänzlich neues Areal? Nicht ganz - tatsächlich fanden findige Hacker im Datenspeicher des Spiels schon vor einiger Zeit mehrere unvollendete Landschaften, die offenbar geplant waren, aber aus unbekannten Gründen nicht für die fertige Version des Abenteuers umgesetzt wurden. Darunter fand sich auch das Areal aus dem Trailer. Zumindest eine dieser halbfertigen Maps erlebt nun also in komplettierter Form auf der Switch ihren zweiten Frühling - und wer weiß, ob wir nicht zusätzlich noch gänzlich neue Abschnitte spendiert bekommen? Über etwaige zusätzliche neue Inhalte ist derweil noch nichts bekannt, also etwa, ob wir neue Recken für unsere Heldentruppe erhalten oder ob uns neue Haupt- und Nebenmissionen erwarten. Zumindest von neuen Aufgaben gehen wir jedoch aus, denn die zusätzlich hinzugekommenen Areale müssen ja auch mit Gameplay gefüllt werden! Antworten auf all unsere Fragen werden wir wohl im Laufe der kommenden Monate und spätestens zum Release irgendwann 2020 erhalten.
Auch damals schon famos
Was wir jetzt schon wissen: Sogar dann, wenn sich am ursprünglichen Abenteuer wenig bis nichts außer der Technik ändern würde, würde uns ein herausragendes JRPG-Erlebnis erwarten, welches nicht ohne Grund schon in der Ursprungsfassung als einer der besten Genrevertreter der letzten Jahre gilt. Klar, eine klischeebeladene Held-rettet-die-Welt-Handlung erwartet uns hier auch. Sie wird aber getragen von größtenteils sympathischen Figuren und ist eingebettet in eine absolut einmalige Welt, die nichts von ihrem zauberhaften Charme verloren hat. Angesiedelt auf den Körpern zweier kolossaler Titanten, reisen wir über ihre verschiedenen Körperpartien, während ihre Köpfe und ihre im Kampf miteinander verkeilten Arme stets kilometerweit im Hintergrund in den Himmel emporragen. Hinzu kommt ein anspruchsvolles, aber intuitives Kampfsystem, bei dem wir in Echtzeit auf die Aktionen unserer Feinde agieren, in bester Active-Time-Battle-Manier à la Final Fantasy aber stets ein Auge auf die Regenerationszeiten unserer Angriffe, Zauber und anderen Aktionen haben müssen.
Quelle: Nintendo
Eines der prägendsten Elemente des Abenteuers sind die ausladenden Orte mitsamt beeindruckender Szenerie im Hintergrund, welche für eine tolle Atmosphäre sorgen.
Wer ohne Taktik kämpft und glaubt, einfach nur mit Drauflosknüppeln durchzukommen, wird spätestens beim ersten Bosskampf eines Besseren belehrt! Hinzu kommen coole Elemente wie Protagonist Shulks Fähigkeit, für einige Sekunden in die Zukunft zu blicken. Dadurch kann er verheerende feindliche Angriffe vorhersehen und entsprechend reagieren, um sie zu verhindern oder zumindest abzumildern. Und wer einmal des Kämpfens müde ist, der findet in den über 400 (!) Nebenquests bestimmt auch genügend Aufgaben, in denen es nicht notwendig ist, jemandem das virtuelle Antlitz zu verdellen. Wer wirklich alles in Xenoblade Chronicles sehen will, kann gut und gerne 150 bis 200 Stunden einplanen - alleine für die Haupthandlung ist man schon im dreistelligen Stundenbereich unterwegs. Insofern wird es doppelt spannend sein, wie viele zusätzliche Inhalte die Definitive Edition schlussendlich auf das bereits gewaltige Grundpaket draufpackt. So wie es aktuell aussieht, dürfte dank des Titels unsere Freizeit für die nächsten paar Jahre verplant sein!
