Erleben Sie die Vorgeschichte zum neuen X-Men-Film hautnah!
Mit Nightcrawler können Sie sich wunderbar zum Heilen verstecken.
Bild: XBOX-ZONE
Passend zum dritten X-Men-Film, der in Kürze in den deutschen Kinos anläuft, erscheint auch Activisions neueste Superhelden-Versoftung. Die Story, die sich Co-Drehbuchautor Zak Penn und Comic-Schreiber Chris Claremont ausgedacht haben, ist wie oben angedeutet eine Art Vorgeschichte zum kommenden Kino-streifen und ein Nachschlag zum zweiten Leinwandauftritt der mutierten Superhelden - ein ganz besonderer Leckerbissen für X-Men-Fans. Um Ihnen die Vorfreude nicht zu verderben, halten wir uns mit weiteren Details zur spannenden Story bedeckt und nehmen stattdessen Gameplay und Technik unter die Lupe.
Gute Ansätze
Beim Gameplay will Activision vor allem durch Abwechslung punkten: die drei Charaktere Wolverine, Nightcrawler und Iceman spielen sich aufgrund ihrer verschiedenen Fähigkeiten sehr unterschiedlich. Wolverine prügelt sich durch die Reihen der Gegner, Iceman friert seine Widersacher ein, während er auf einem Eisstrahl entlanggleitet und Nightcrawler benutzt seine Teleportationsfähigkeit, um Feinde zu verwirren und ins Jenseits zu schicken.
Während bei Wolverines Auftritten eher stumpfsinniges Button-Gehämmere im Vordergrund steht, geht es bei Iceman mehr darum, den frostigen Helden geschickt durch die Areale schlittern zu lassen und dabei Gegner mit gezielten Schüssen auszuschalten. Nightcrawler ist der wohl interessanteste Charakter im Spiel - mit ihm macht es einfach Laune, sich durch die Abschnitte zu beamen oder wie aus dem Nichts hinter Gegnern aufzutauchen und diese mit stylischen Kombos im Handumdrehen unschädlich zu machen.
Doch auch wenn sich die Charaktere unterschiedlich spielen, kommt vor allem in den Wolverine-Abschnitten Langeweile auf, wenn Sie sich zum Beispiel Ewigkeiten im selben Raum kloppen und ständig neue Gegner in den Bereich strömen. In den Abschnitten mit den beiden anderen Charakteren hat man ebenfalls gelegentlich den Eindruck, dass das Spiel stellenweise durch lange Laufwege, viele Gegner und ausladende Missionen künstlich in die Länge gezogen wurde.
Eine nette Abwechslung sind die Nightcrawler- und Iceman-Passagen, in denen der Spieler gelegentlich sogar seine grauen Zellen auf Touren bringen muss, wenn ein Missionsziel einmal nicht offensichtlich auf der Hand liegt oder ein Bossgegner widerspenstiger als zuerst angenommen ist. Für Ihre Erfolge in den 28 einzeln anwählbaren Missionen werden Sie abhängig vom Schwierigkeitsgrad mit Mutationen belohnt, mit denen Sie Eigenschaften Ihrer Spielfiguren wie Gesundheit, Stärke oder Geschwindigkeit verbessern können.
Weit unter den Möglichkeiten
Bild: XBOX-ZONE
In technischer Hinsicht nutzt X-Men: The Official Game nicht annähernd das technische Potenzial der Xbox 360 aus - bis auf die höhere Auflösung hat sich im Vergleich zur Fassung für die alte Xbox oder die PS2 nichts getan. Dennoch sieht das Spiel weitgehend ordentlich aus - während die Außenareale fast immer sehr gelungen sind, wirken die Innenbereiche häufig etwas eintönig.
Gelegentliche Probleme bei der Kameraführung können verschmerzt werden, da sie sich kaum negativ auf den Spielfluss auswirken. Dafür gibt's satt was auf die Ohren: Der Soundtrack mit seinen orchestralen Klängen passt hervorragend zum Geschehen und die Stimmen der Originalsprecher werden wie die aufwendige Story vor allem Fans begeistern.
