Die kriegerischen Würmer drehen wieder richtig auf und setzen neue Maßstäbe in Sachen Schadenfreude. Selten lagen Lust und Frust im Multiplayer-Modus so eng zusammen wie bei Worms 2: Armageddon.
Quelle: Team17
Worms 2 Armageddon ist eine klare Kaufempfehlung für Worms-Fans. (1)
Worms 2 Armageddon macht alles besser, was Worms vernachlässigte: eine riesige Auswahl an originellen, obskuren und vor allem fiesen Waffen. Und einen gut funktionierenden Multiplayer-Modus für bis zu vier Spieler, die sich mit ihrem Wurm-Teams bekriegen. Wer Worms nicht kennen sollte (bitte melden!): Das Spiel läuft rundenbasiert, jeder Spieler hat maximal 60 Sekunden Zeit für seinen Zug. Während des Zugs könnt ihr den aktiven Wurm eures Teams bewegen und eine Aktion ausführen lassen.
In den allermeisten Fällen besteht diese Aktion darin, einem oder besser mehreren feindlichen Würmern nach allen Regeln der Kunst einzuheizen. Mit der Schrotflinte die Rübe wegballern ist noch das harmloseste - ein fetter Luftangriff mit Raketen oder eine Splitter-Handgranate sind da schon wesentlich schlagkräftiger. Das klingt viel dramatisch nach so genanntem Killerspiel, als es sich spielt. Denn die Würmer sind putzige Comic-Kriecher mit witzigen Sprüchen, die jeden Molotow-Cocktail charmant entschärfen. Ziel des Spiels ist ganz simpel, alle gegnerischen Würmer zu meucheln.
Quelle: Team17
Nicht zimperlich sein, vor allem nicht bei Online-Duellen!
Worms 2: Armageddon bietet eine Solo-Kampagne aus gut 30 Levels, die euch die Locations und vor allem die Waffen näherbringen. Das Tutorial erklärt nämlich nur ein paar der Waffen und deren Besonderheiten, zum Beispiel wie stark der Wind die Geschosse beeinflusst. Wer dann nicht im Übungsmodus büffeln will, probiert die Tricks in der Kampagne aus. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht allzu hoch, zieht aber langsam an. Menschliche Gegner sind aber deutlich gewiefter und fieser als die KI-Würmer. Vor allem haben Menschen meistens keine solchen Aussetzer wie die Computergegner, die gerne mal einen Zug ungenutzt verstreichen lassen oder eher planlos agieren.
Quelle: Team17
Die Grafik verbindet geschickt 3D-Effekte mit 2D-Look.
Im Multiplayer-Duell mit Menschen solltet ihr das Waffenarsenal wirklich gut kennen, sonst putzen euch die Gegner schnell weg. Auch mit etwas Übung ist das Zielen speziell bei Wind-abhängigen Geschossen alles andere als leicht - aber wenn ihr dann noch eine Waffe falsch einsetzen, kann das Gefecht schneller verloren sind als ihr "Wurm" sagen könnt. Mit reiner Waffengewalt kann man auf Xbox Live ohnehin kaum gewinnen. Entscheidend ist, wer Kettenreaktionen erzeugen kann und die Feindwürmer am besten gleich gruppenweise ins Wasser befördert: Wurm + Wasser = Exitus.
Wer Worms mochte, kann bedenkenlos 800 MS-Punkte investieren. Übrigens: Schaltet im Optionsmenü die englische Sprachausgabe an - die ist unserer Meinung nach noch witziger als die deutsche!
