Die deutschen Spieler feiern einen Treffer.
Für Fußballfans stellt sich zum PSP-Launch eine echte Gewissensfrage: Lege ich mir gleich zum Start ein Fußballspiel zu (auch wenn es voraussichtlich nicht das beste ist) oder warte ich, bis im Oktober die richtigen Kracher erscheinen? Mit anderen Worten: Lohnt sich die Anschaffung von World Tour Soccer (Anm. der Red.: Die PS2-Vorgänger der Serie erschienen unter dem Titel This is Football) oder warte ich lieber auf FIFA und PES? Ginge es hier um die PS2-Fassungen der entsprechenden Titel, wäre die Antwort wohl klar.
Unkompliziertes Gameplay
Für Sonys Handheld werden die Karten jedoch noch neu gemischt und tatsächlich macht der Startitel World Tour Soccer auf den ersten Blick gar keinen schlechten Eindruck. WTS spielt sich sehr flott und bietet auch Fußballeinsteigern schnell erste Erfolgserlebnisse, wenngleich ebenso schnell klar wird, dass man von diesem Titel nicht allzu viel Gameplay-Tiefgang erwarten sollte.
Dafür lässt unter anderem die künstliche Intelligenz von Mit- und Gegenspielern einfach zu viel zu wünschen übrig. Technisch reißt World Tour Soccer auch keine Bäume aus; Stadien, Spielermodelle und Animationen sind dennoch ganz ordentlich geworden. Leider haben es die Entwickler nicht geschafft, eine glaubhafte Ballphysik ins Spiel zu integrieren.
Eine Vielzahl von Spielmodi und freischaltbaren Teams sorgt dafür, dass man schon eine Weile zu tun hat, bis man alles erspielt hat. Alle acht Stadien im Spiel bekommt man beispielsweise nur zu sehen, wenn man den Herausforderungs-Modus komplett knackt. Dabei erhält man Punkte für gewonnene Zweikämpfe, gelungene Pässe, Torschüsse und Treffer.
Bei Fehlern, Fouls und Gegentreffern werden Sie entsprechend bestraft. Noch ein Wort zu den enthaltenen Mannschaften: Sony hat es leider nicht geschafft, bei den Aufstellungen der Vereinsteams aktuelle Wechsel zu berücksichtigen, und auch die Lizenzausstattung lässt zu wünschen übrig.
