Wanted: Weapons of Fate-Test: Fazit und Wertung

Test Alexander Frank

Wanted: Weapons of Fate-Test: "Einst war ich wie du", sinniert der Protagonist von Wanted, "ein Loser, der den ganzen Tag Videospiele zockte und sein Leben verschwendete."

Alles zu seiner Zeit
Ein weiteres Highlight: Mit genug Adrenalinpunkten können eure Helden für einige Augenblicke die Zeit verlangsamen. Es sieht extrem stilvoll aus, wenn der Protagonist eine Hechtrolle von einer zur nächsten Kiste in der Zeitlupe hinlegt und dabei nacheinander drei oder vier Gegner anvisiert und sie ins Nirwana schickt. Allerdings nutzen sich diese Adrenalinpunkte-Manöver recht schnell ab. In der Tat besteht Wanted aus (mal mehr, mal weniger hübschen) linearen Levels, in den euer Held von einem zum nächsten Versteck robbt, Dutzende Feinde abmurkst und entweder "um die Ecke" oder in Zeitlupe ballert.

Wanted: Weapons of Fate-Test: Was taugt die Filmumsetzung?

Zwischendrin erledigt er mit jenen Adrenalinmanövern besonders starke Widersacher. Und das funktioniert stets nach demselben Schema: "normale" Feinde um den Boss-Gegner herum abschießen, um die Adrenalinpunkte zu bekommen, danach den Zeitlupen-/Eckschuss einsetzen, wieder "normale" Feinde abknallen, um weitere Adrenalinpunkte zu erhalten. Das ist in etwa so abwechslungsreich wie das Testbild im Fernsehen, dürfte aber Fans von geradlinigen Shootern aufgrund eines gewissen Coolness-Faktors gefallen.

Das war ja einfach!
Oh, fast hätten wir ein weiteres Element des Spiels vergessen: Manchmal überrascht Wanted mit den sogenannten "Quick Time Events". Hier muss der Spieler im Nahkampf auf eine Taste hämmern, um einen heranstürzenden Gegner mit seinem Messer abzumurksen. Oder an vorgegebenen Stellen (wieder mal) in Zeitlupe auf ankommende Kugeln der Gegner und auf die Gegner selbst ballern. Das erinnert an das simple Spielchen Moorhuhn - wenn auch an eine (nicht existierende) 3D-Bombast-Deluxe-Version davon.

Bildergalerie

Wertung zu Wanted: Weapons of Fate (PS3)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Actionreiche Gefechte, dauernd Schusswechsel, kaum LeerlaufCoole Sprüche von Wesley, dem Protagonisten des Spiels.Spektakuläre Zeitlupeneffekte und stillvolle Spezialmanöver, …
… die sich aber schnell abnutzen, da sie sich oft wiederholen.Sehr kurz und extrem linear, es gibt keine alternativen Wege innerhalb der Levels.Die Hintergrundgeschichte ist trotz vieler Zwischensequenzen kaum nachvollziehbar.
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