WWE SmackDown! Shut Your Mouth

Test

Zeigen Sie der Konkurrenz mal so richtig, wo's langgeht! Zeigen Sie der Konkurrenz mal so richtig, wo's langgeht! Wir sind ja mal gespannt, wann THQ in bester Electronic-Arts-Manier dazu übergeht, die Wrestling-Spiele mit Jahreszahlen im Titel auszustatten. Nach Know Your Role und Just Bring It folgt mit Shut Your Mouth der dritte Nachfolger des PSone-Originals, der eine der berühmt-berüchtigten Catchphrases der Wrestling-Stars als Untertitel verpasst bekommen hat. In einem Punkt hat man mit EA jedenfalls schon gleichgezogen: Das neue SmackDown könnte man auf den ersten Blick mit dem direkten Vorgänger verwechseln, die Unterschiede stecken eher im Detail. Zum Glück hat man hier auf die Kritik der Fans gehört, denn die vorgenommenen Änderungen wurden an den entscheidenden Stellen gemacht!

Mehr Spaß für Alleinspieler
Die am häufigsten vorgetragene Beschwerde über WWF SmackDown! Just Bring It war, dass der Story-Modus viel zu kurz und generell ein schlechter Ersatz für einen "richtigen" Karriere-Modus war. Während der erste Kritikpunkt den wahren Sinn des Features verfehlte - es ging darum, alle möglichen Lösungswege der Story durchzuspielen, nicht nur einen einzigen! -, war der zweite natürlich zutreffend. Bei Shut Your Mouth hat THQ nun einen vollwertigen Karriere-Modus implementiert, ohne die Idee einer Story völlig zu verwerfen. Denn ganz in der Art der WWE-Fernsehshows dürfen natürlich auch die Seifenoper-Einlagen nicht zu kurz kommen.
War der Story-Modus des Vorgängers mit dem Gewinn eines Gürtels schon wieder beendet, so hat dies neuerdings nicht viel zu bedeuten: Diesmal können Sie gleich als Champion in die Saison starten, Ihren Titel verlieren, und im Laufe der Monate einen völlig anderen wiederum gewinnen. Alle wichtigen PPV-Ereignisse und die wöchentlichen SmackDown!-, beziehungsweise Raw-Shows sind diesmal im Spiel enthalten. Zwischen den Matches können Sie im Backstage-Bereich und außerhalb der Veranstaltungsorte herumlaufen und dabei auf andere WWE-Stars treffen - die sich dabei ergebenden Gespräche sind zwar in der Regel nicht gerade intelligent, können aber den Ablauf der Saison stark beeinflussen. So können Sie sich durch unglückliche Aussagen neue Feinde machen. Auch das Eingreifen in Matches der anderen Wrestler während Ihrer Freizeit hat in der Regel weitreichende Folgen. Generell ist der Season-Mode ziemlich umfangreich und bietet immer wieder Überraschungen, was ihn langfristig bedeutend ergiebiger macht als den Story-Modus von Just Bring It. Das beibehaltene Freispielen-von-Bonusfeatures-Konzept motiviert dabei wie gewohnt noch zusätzlich.
Doch perfekt ist auch dieses Feature nicht gelungen: Nach wie vor wandern Sie zwischen den Matches in der Ego-Perspektive herum. Einerseits ist die Umgebung dort aus direkter Nähe nicht sonderlich hübsch, und zweitens gestalten sich die Ausflüge sowohl von der Steuerung als auch von den Ladezeiten her ziemlich träge. Man ist daher schon sehr versucht, mögliche Gesprächspartner zu ignorieren und sich mit den Ereignissen zufrieden zu geben, die das Spiel so oder so für einen vorgesehen hat.

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