Gute Leistungen bleiben nicht unbemerkt.
Mehr Spaß durch mehr Spieler
Auch wenn der Season-Mode Einzelspieler jetzt mehr Motivation bietet, so liegt die Stärke von WWE SmackDown! weiterhin im Multiplayer-Modus. Im Gegensatz zu den vier Teilnehmern beim Vorgänger können diesmal bis zu sechs menschliche Spieler gleichzeitig in den Ring steigen. Zahlreiche Matcharten für bis zu sechs Muskelpakete sorgen dafür, dass dieses Feature nicht nur theoretischen Wert hat. Einen Haken hat die Sache allerdings: Sechs ist auch die maximale Anzahl an Wrestlern im Ring. Royal Rumble oder Battle Royal mit acht Wrestlern gleichzeitig ist leider nicht mehr möglich!
Ansonsten wirkt der Spielablauf glatter denn je, was unter anderem am neuen, automatischen Zielsystem liegt, mit dem man leichter die Oberhand gegen mehrere Gegner behält. Kontermoves kommen verstärkt zum Einsatz und die Animationen wirken insgesamt überzeugender. Die Reversals haben nur einen Nachteil: Es gibt im Spiel etliche relativ lange Animationen von Reversal-Serien, bei denen man anfangs den Überblick verliert, wer denn jetzt überhaupt einen Move ausführt, und die bei mehrfacher Wiederholung doch etwas nerven. Manche Wrestler (zum Beispiel Hulk Hogan) haben dummerweise sogar Moves, deren Animation zuerst mit einem Schlag des Gegners beginnt, der daraufhin dramatisch gekontert wird. Das sieht zwar witzig aus, irritiert beim Spielen aber ein wenig.
Nicht zu unterschätzen ist erneut der Wrestler-Editor, mit dem Sie Ihre ganz eigenen Kraftprotze erschaffen können. Ob Sie nun mit Ihrem selbsterstellten Superstar in die WWE-Saison starten oder den gewählten Standard-Kämpfern Ihrer Freunde mal zeigen, wo's langgeht - die optisch wie movetechnisch bis ins Detail editierbaren Retorten-Ringer bieten jede Menge Möglichkeiten zur Individualisierung.
Mehr Spaß fürs Auge
Obwohl Just Bring It insgesamt recht gut aussah, ließen einige Grafikdetails zu wünschen übrig. Mit Shut Your Mouth sind jedoch die Zeiten vorbei, in denen Chris Jericho durch den Ring lief, als hätte er ein Stück Pappe am Kopf kleben - durch einzeln animierte Haarsträhnen wirken die langen Mähnen viel realistischer. Generell sind die Körper der Wrestler weniger kantig, und die Gesichter sehen weiterhin ziemlich realistisch aus. Insgesamt wirkt die Grafik durch den weggelassenen Unschärfeeffekt bei Szenen aus größerer Entfernung besser aus. Das Publikum sieht allerdings immer noch furchtbar aus. Auch die Tatsache, dass bei Einzelmatches (aber auch nur dann!) die Zuschauer in der ersten Reihe (klobige) Polygonfiguren und nicht nur billige Pappaufsteller sind, ändert daran wenig.
Dafür kann sich die sonstige Präsentation wirklich sehen lassen: Gute Animationen, bombastische Einmärsche und der erfreulicherweise sparsamere (!) "Live"-Kommentar fangen das Flair der WWE-Shows gut ein. Zum Abschluss sei noch eine besonders erfreuliche Verbesserung erwähnt: Füllten die Spielstände des Vorgängers noch im Alleingang eine halbe Memory Card, so gibt sich Shut Your Mouth da wesentlich sparsamer.
