Virtua Tennis 2

Test

Auch ein gemischtes Doppel ist möglich, kommt aber eher selten vor. Auch ein gemischtes Doppel ist möglich, kommt aber eher selten vor. Während Dreamcast-Fans schon blutige Finger haben, fängt der Spaß für Playstation-Spieler jetzt erst an. Die Virtua-Tennis-Serie kommt ursprünglich aus der Spielhalle und das merkt man auch. Die eingängige Steuerung, die schlichten Menüs und die spärlichen Optionen sind unverkennbare Merkmale. Und so steht an erster Stelle auch der Arcade Modus, in dem man sich mit einem von acht männlichen oder acht weiblichen Spielern Match für Match bis zum Finale schlägt. Kenner des Originals werden kaum Veränderungen feststellen, auch die PS2-Steuerung ist simpel und präzise gehalten. Ein Knopf für den normalen Schlag, einer für Lobs und einer für den Slice. Das war's auch schon und reicht trotzdem vollkommen aus, um auch nach längerer Spielzeit noch abwechslungsreiche und spannende Matches zustande kommen zu lassen.

Steile Karriere
Wichtiger als der Arcade-Modus und Herzstück für Einzelspieler ist aber der World-Circuit-Modus. Hier erstellt man sich zu Anfang eigene Spieler im Editor, der eine Reihe an Gesichtstexturen, Frisuren und Haarfarben zur Auswahl stellt. So entstehen schon nach wenigen Minuten ein relativ unansehnlicher männlicher Spieler und eine hübsche Spielerin, die vermutlich in 90% der Fälle aussieht wie Anna Kournikova. Zu Beginn sind beide Spieler auf Platz 300 der Weltrangliste und das soll sich natürlich ändern. In Mini-Spielchen, wie Aufschlag-Bowling oder Ziel-Lobben verbessert man die Fähigkeiten des virtuellen Ichs, was leider zur mühseligen Fleißaufgabe gerät. Zwischendurch kann man seine Platzierung in der Welt in Matches gegen real existierende Spieler verbessern. Es empfiehlt sich allerdings, zunächst einmal viel Zeit ins Training zu investieren, denn ein frisch erstellter Spieler kann gegen die CPU-Kontrahenten nur wenig ausrichten. Ein voll trainierter Charakter dagegen spielt die Tennis-Elite glatt an die Wand.
Auch, wenn der Karrieremodus durchaus unterhaltsam ist, sein volles Potenzial entfaltet der Titel ganz klar im Spiel gegen menschliche Kontrahenten. Die übersichtliche Steuerung geht auch Videospiel-Neulingen schnell in Fleisch und Blut über und dennoch besteht keine Gefahr von einem Amateur überraschend besiegt zu werden. Nur wer gut zum Ball steht und früh genug den Schlagbutton drückt, kann den Gegner unter Druck setzen. Im Doppel wird dem Spaß dann die Krone aufgesetzt. Hier kommt es mehr auf Teamplay, als auf Eigenleistungen an. Wer seinen Spielpartner ignoriert, wird schnell merken, dass so kein Blumentopf zu gewinnen ist.

Sicherer Hit
Eigentlich also ein Toptitel und absoluter Hit-Kandidat, wenn da nicht die kleinen Macken wären. Zum einen ist die technische Umsetzung und Portierung vom Dreamcast nicht gerade ein Musterbeispiel an Perfektion. Starkes Flimmern kratzt an der ohnehin nicht mehr weltbewegenden Grafik. Zwar sieht das Spiel immer noch gut aus, dennoch wäre da nach so langer Zeit mehr möglich gewesen. Zum anderen war der World-Circuit-Modus auch auf der Sega-Konsole schon ein zweischneidiges Schwert. Anfangs noch spaßig wird das Aufleveln der Fähigkeiten später zur mühseligen Arbeit. Ein Kritikpunkt, den sich auch schon die Dreamcast-Fassung vorhalten lassen musste, ist die Tatsache, dass immer nur ein Satz gespielt werden kann. Zwar gibt es Deuce und Tiebreak, aber ein richtiges Match über fünf Sätze ist leider nicht möglich. Soundtechnisch wird unspektakulärer Durchschnitt geboten, die Musik klingt am besten, wenn sie abgestellt ist.

Bildergalerie: Virtua Tennis 2
Bild 1-3
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (5 Bilder)

Wertung zu Virtua Tennis 2 (PS2)

Wertung:

83 /10

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk