Viewtiful Joe

Test Christian Schönlein

Dank seiner einmaligen Fähigkeiten wird Joe auch diese Auseinandersetzung gewinnen. Dank seiner einmaligen Fähigkeiten wird Joe auch diese Auseinandersetzung gewinnen. Schon vor einem Jahr konnte ein vorlauter Superheld namens Joe das Lob der Kritiker für sein GameCube-Abenteuer einheimsen. Viel Erfolg war dem Actionstar im roten Kostüm dennoch nicht vergönnt. Deswegen versucht er sein Glück jetzt auf der PS2. Seinen derzeitigen Geheimtipp-Status will Joe hier so schnell wie möglich hinter sich lassen. Gönnen würden wir es diesem Titel auf jeden Fall, denn so viel Spaß hat ein eigentlich recht simpel gestricktes Actionspiel schon lange nicht mehr gemacht. Das Geheimnis von Viewtiful Joe liegt in seiner Einfachheit und dem dadurch extrem intuitiv ausgefallenen Gameplay sowie der einzigartigen Präsentation.

Meister und Lehrling
Für Kinojunkie Joe wird ein Traum wahr, als er in einen Film seines Lieblingshelden Captain Blue gesaugt wird. Wieso das passiert, ist ihm vorerst schnuppe, schließlich erhält er obendrein unglaubliche Superheldenkräfte, mit denen er seinem Idol nacheifern kann (siehe INFO "Joe haut rein!"). Diese Gabe kommt aber nicht von ungefähr. Die Schurken des Films planen nämlich, ihrem tristen Zelluloid-Streifen sprichwörtlich zu entkommen und wollen zur Abwechslung mal die echte Welt jenseits des Kinosaals unsicher machen. Joe muss das verhindern und erlernt von Captain Blue höchstpersönlich unglaubliche Moves, die er zur Bekämpfung der Schurken einsetzen muss.

Hingucker
So abgefahren wie die Story und das Gameplay ist auch die Präsentation des Ganzen. Mit zahlreichen Seitenhieben auf das Action-Kino wird die Geschichte erzählt, die Sie durch Städte, Hotelkomplexe, U-Boote, Katakomben und sogar hoch in die Lüfte führt, wo Sie mit einem Allzweckfahrzeug in bester Shooter-Manier herumballern. Alle Umgebungen erstrahlen dabei in schönstem Cel-Shading. Die witzigen Animationen von Spielfigur wie Gegnern sind dank 60-Hertz-Modus obendrein ein echter Hingucker. Lediglich einige wenige Ruckler trüben den ansonsten durchweg positiven optischen Eindruck. Auch die Sounduntermalung ist so gut wie perfekt und optimal auf das Spielkonzept zugeschnitten. Funkige Melodien laden zum Mitwippen ein und die witzige, englische Sprachausgabe unterstreicht den abgefahrenen Spielverlauf. Deswegen sind wir dankbar, dass man es bei deutschen Untertiteln belassen hat, da das Spiel durch eine deutsche Synchro wohl viel an Witz und Biss eingebüßt hätte.

Tatkräftige Unterstützung
Auf dem GameCube kam Viewtiful Joe seinerzeit als Vollpreisprodukt in die Läden, inzwischen ist der spaßige Actiontrip für günstige€ 30,- zu haben. Auf der PS2 soll dieser niedrige Preis Spieler schon von Anfang an zum Kauf verlocken. Für sein Geld bekommt man sogar einen neuen, spielbaren Charakter obendrauf geboten. Wer das Spiel mit Joe geknackt hat, darf sich mit Dante, dem Dämonenjäger aus Devil May Cry, gleich noch mal ins Abenteuer stürzen.

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