Vietcong: Purple Haze

Test

Die etwas andere Art, um lästige Dschungelbewohner loszuwerden. Die etwas andere Art, um lästige Dschungelbewohner loszuwerden. First Person Shooter, die sich mit dem Thema Vietnam befassen, gibt es ja zurzeit wie Sand am Meer. Neben Shell-Shock: Nam ’67 und Conflict: Vietnam kommt mit Vietcong: Purple Haze eine PC-Umsetzung auf die heimische Xbox, die die Shooter-Fans das Grauen des Vietnam-kriegs durchleben lässt. In 19 Einzelspielermissionen, die alle filmreif durch Zwischensequenzen miteinander verbunden sind, schlüpft man in die Rolle eines jungen US-Soldaten, der als Mitglied einer Spezialeinheit an diversen Aufklärungsmanövern in Nordvietnam beteiligt ist. Neben dem Missions-Modus hat man außerdem die Möglichkeit, freigespielte Kampagnen einzeln anzuwählen oder an vier Drillcamps teilzunehmen, die den Neuling in die Grundlagen des Spiels einweisen. Im Modus Schneller Kampf kann man sogar auf der Seite der Vietcong kämpfen, die sich dank anderer Waffen deutlich von den Amerikanern unterscheiden. Per Xbox Live dürfen sich bis zu zehn Hobby-GIs in neun unterschiedlichen Mehrspielerkampagnen austoben.

In den Tiefen des Dschungels
Gleich die erste Mission versetzt den Spieler mitten ins Geschehen und macht ihn mit den wichtigsten Aufgaben von Vietcong: Purple Haze vertraut. Man übernimmt die Führung einer zunächst vierköpfigen Truppe, bestehend aus einem Funker, einem Arzt und einem Kundschafter, und muss versuchen, im Dickicht einen verloren geglaubten Kampfjet samt Piloten zu finden. Dabei verteilt man die un-terschiedlichsten Befehle wie "Ausschwärmen", "Folgen" oder "Angriff" an seine Männer oder lässt ganz einfach den Kundschafter die Fährte lesen, wohingegen der Funker neue Missionsaufgaben übermittelt und der Arzt recht ordentlich die spärlichen Medi-Kits ersetzt. Nebenbei erledigt man noch einige lästige Vietcong, entschärft Fallen und legt Sprengsätze. Dabei ist immer wichtig, dass man seine Teamkameraden im Auge behält, da im Falle des Ablebens eines Verbündeten die gesamte Mission bereits als gescheitert gilt. Im weiteren Verlauf des Spiels hat man dann noch die Möglichkeit, Luftunterstützung herbeizurufen, selbst tödliche Fallen zu legen oder Geschütze zu bedienen. Die 30 authentischen Waffen, mit denen die Soldaten ausgerüstet werden können, stehen dem Spieler erst nach und nach zur Verfügung.

Die Nachteile der grünen Hölle
Insgesamt macht das Spiel einen soliden Eindruck und vermittelt ganz gut die beklemmende Vietnamkriegs-Atmosphäre. Die Steuerung hätte aber ruhig noch etwas vereinfacht werden können, da man im Eifer des Gefechts mit den einzelnen Befehlen leicht ins Schleudern gerät. Grafik und Technik sind leider nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Man muss sich mit kantigen Gestalten und heftigen Rucklern arrangieren. Auch über die schlechte Gegner-KI sollte man kein weiteres Wort verlieren - oder schießen Trupps der Vietcong wirklich gegen die Mauer, wenn ein feindlicher Soldat vor ihnen steht? Dafür überzeugen der gute 60er-Jahre-Soundtrack und die knackigen Soundeffekte. Spieler, die vom Shooter-Thema Vietnam nicht genug bekommen können, sollten sich Vietcong: Purple Haze ruhig mal genauer anschauen.

Bildergalerie

Wertung zu Vietcong: Purple Haze (XB)

Wertung:

79 /10
Fazit

Guter Vietnam-Shooter mit nervigen Schwächen in puncto Grafik, Technik und Gegner-KI.

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