Uncharted: Legacy of Thieves Collection: Auch auf PS5 ein Hit! - Das Blockbuster-Remaster im Test
Test 44,99 €
Am 28. Januar erscheint mit der Uncharted: Legacy of Thieves Collection eine Remaster-Sammlung von Uncharted 4: A Thief's End und dem Spin-off-Teil Uncharted: The Lost Legacy auf der PS5. Wir haben uns die Collection näher angesehen und verraten euch im Test, inwiefern die beiden Action-Adventures von den Features der PS5 profitieren.
Uncharted ist immer noch eine der beliebtesten Playstation-Marken, sodass es kaum verwundert, dass die beiden auf der PS4 erschienenen Teile Uncharted 4: A Thief's End sowie das Spin-off The Lost Legacy ein Remaster erhalten. Ab dem 28. Januar bekommen PS5-Spieler für circa 50 Euro beide Spiele in der aufgemotzten Uncharted: Legacy of Thieves Collection. Wer die Games bereits auf der PS4 besitzt, erhält das Abenteuer-Doppel hingegen für 10 Euro, sofern es sich nicht nur durch PS-Plus in der Bibliothek befindet.
Die neuen Features der Collection sind in erster Linie eine native 4K-Auflösung, 3D-Audio und verbessertes haptisches Feedback durch den Dualsense-Controller. Wir haben uns also erneut mit Nathan Drake nach Madagaskar und mit Chloe Frazer in den indischen Dschungel begeben, um herauszufinden, ob die Remaster-Anpassungen die beiden ohnehin schon fantastischen Spiele noch besser machen.
Uncharted: Legacy of Thieves im Test
Spektakuläre Spielspaßbomben
Quelle: PC Games
Beide spielen glänzen mit vielen genialen Szenen, die man nicht so schnell vergisst.
Solltet ihr in den letzten Jahren nicht gerade in einer einsamen Hütte in Bitterfeld gewohnt oder - Gott bewahre! - ein anderes Lebenszeit raubendes Hobby als Gaming betrieben haben, dürfte euch die Uncharted-Reihe natürlich etwas sagen. Wir geben euch aber dennoch gerne einen kurzen Überblick zu Uncharted 4 und The Lost Legacy: In Teil 4 begibt sich Serien-Protagonist Nathan Drake gemeinsam mit seinem für tot gehaltenen Bruder Sam sowie Mentor Sully auf die Jagd nach einem sagenumwobenen Piratenschatz. Blöderweise sucht auch der schmierige Geldsack Rafe nach Henry Averys Gold und verbündet sich dafür mit der Söldner-Organisation Shoreline, die von Nadine Ross geleitet wird.
Im Spin-off The Lost Legacy hingegen steuern wir Nathan Drakes Ex-Flamme Chloe Frazer, die sich ausgerechnet mit Nadine Ross zusammentut, um in Indien den legendären Stoßzahn von Ganesha zu finden. Allerdings funkt dem Duo immer wieder der fiese Warlord Asav mit seinen Soldaten dazwischen.
Beide Spiele überzeugen mit abwechslungsreichem Gameplay. Man klettert, löst Rätsel, erkundet wunderschöne Schauplätze, liefert sich rasante Verfolgungsjagden und schießt Bösewichte über den Haufen oder schaltet sie heimlich aus. Sowohl Uncharted 4 als auch The Lost Legacy sind hervorragend geschrieben und absolut spektakulär inszeniert. Und dabei sehen die Games auch noch unfassbar gut aus.
Quelle: PC Games
Die Klettereien sind spielerisch simpel, beeindrucken aber immer wieder mit dem Ausblick auf die wunderschön gestaltete Spielwelt.
In toller Verfassung
Quelle: PC Games
Kämpfe und sonstige Action-Einlagen profitieren enorm vom haptischen Feedback des Dualsense-Controllers. Gefechte fühlen sich noch besser an.
Auf der PS5 sehen die Abenteuer dann natürlich noch mal besser aus. In nativem 4K sind die Farben etwas kräftiger, Umgebungsdetails knackiger und die Beleuchtung wirkt besser und dynamischer. Kleiner Wermutstropfen: Spiegelungen auf Böden oder in Pfützen bewegen sich weiterhin auf dem Niveau der PS4-Versionen. Das ist ein bisschen schade, denn beim Upgrade von Ghost of Tsushima wurden die Spiegelungen überarbeitet.
Außerdem sind beim Qualitätsmodus mit nativer 4K-Auflösung auch nicht mehr als 30 Bilder pro Sekunde möglich. Für 60 fps muss man den Leistungsmodus wählen, in dem auf ein paar grafische Features verzichtet wird.
Quelle: PC Games
Die Beleuchtung ist zwar etwas besser und die Texturen knackiger, aber die spiegelungen sind weiterhin auf PS4-Niveau.
Für Besitzer eines 120-Hz-Monitors besteht zudem die Möglichkeit, den Modus Leistung+ zu aktivieren, um mit 120 fps zocken zu können. Auch die Features des Dualsense sind echt gut, aber nicht restlos überzeugend. In Action-Passagen wertet der PS5-Controller das Spiel auf: Ob man nun auf Gegner schießt, im Jeep aufs Gas drückt, an eine Felswand springt oder einem Fiesling in die Schnauze haut - durch das haptische Feedback und die adaptiven Trigger des Dualsense fühlen sich die Spiele einfach noch mal eine ganze Spur besser und immersiver an.
Allerdings wird nicht das ganze Potenzial abgerufen, denn die verschiedenen Untergründe, über die man sich bewegt, werden nicht sonderlich abwechslungsreich eingefangen. Wie uns Astro's Playroom zum Launch der PS5 bereits bewiesen hat, wäre in dieser Hinsicht also viel mehr drin gewesen. Das gilt auch für die Multiplayer-Modi der PS4-Spiele. Die sind im Remaster nämlich gar nicht mehr enthalten. Das ist zwar ärgerlich, aber im Grunde steht Uncharted eh für grandiose Singleplayer-Kampagnen.
Quelle: PC Games
Sowohl Uncharted 4 als auch The Lost Legacy sind herausragend inszeniert und können es locker mit jedem Hollywood-Blockbuster aufnehmen.
Rundum gelungen ist jedoch das 3D-Audio-Feature. Hiermit hört man wirklich ganz genau, wo sich Feinde durch das Gebiet bewegen, wodurch die Gefechte in Uncharted 4: A Thief's End und The Lost Legacy noch mehr Spaß machen. Überhaupt kann man sagen, dass man die technischen Features der Legacy of Thieves Collection zwar nicht ganz perfekt umgesetzt hat, beide Spiele aber trotzdem besser aussehen und sich dank Dualsense und 3D-Audio sogar auch noch mal besser spielen und immersiver präsentieren.
Wer die PS4-Originale besitzt und gerne erneut zocken möchte, kann also ruhigen Gewissens den Zehner für das Upgrade ausgeben. Wer die Abenteuer von Nate und Chloe bislang verpasste, sollte sowieso zugreifen, denn auch ein paar Jahre nach Release sind Uncharted 4 und The Lost Legacy noch herausragende Blockbuster.
Hinweis: In einer früheren Version des Artikels schrieben wir, dass die Uncharted: Legacy of Thieves Collection (jetzt kaufen 30,48 € / 44,99 € ) Raytracing bietet. Dies ist jedoch falsch. Wir bitten um Entschuldigung und haben die entsprechende Passage im Text korrigiert.
