Juves Superstürmer David T.
aus F. setzt zum riskanten
Seitfallzieher an.
Was haben der FC Chelsea und Electronic Arts gemeinsam? Beide sind im Kaufrausch. Während der Fußballklub aus dem noblen Vorort Londons einen Fußballstar nach dem anderen verpflichtet, sichert sich der Marktführer der Videospielbranche alle wichtigen Fußballlizenzen, egal ob für die Weltmeisterschaft, die Europameisterschaft oder sämtliche europäischen Fußballligen - EA besitzt sie alle. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich die emsigen Kanadier auch die Lizenz für die Champions League schnappen.
Mehr als man erwartet
Anders als bei den bisherigen Welt- bzw. Europameisterschaftsspielen bietet der Titel weitaus mehr, als der Name anfangs vermuten lässt. Zwar ist selbstverständlich ein Champions-League-Modus vorhanden, bei dem die aktuelle Saison der Königsklasse nachgespielt werden kann, doch ist das längst nicht alles. Neben den obligatorischen Spielmodi (Einzelspiel, Turnier mit Gruppenphase und anschließender K.-o.-Runde, Training und Situationsspielen) gibt es ferner den so genannten Saison-Modus.
Fußballmanager Light
Hier muss der Spieler mit seinem Wunschteam (bei UEFA Champions League -2004-2005 stehen 239 europäische Teams zur Auswahl) eine ganze Saison lang erfolgreich arbeiten. Dabei übernimmt er auch den Posten des Teammanagers und darf zwischen den Spielen zusätzliche Aufgaben abseits des Rasens erfüllen. Obwohl sich einige solcher Aufgaben während einer Meisterschaft mehrmals wiederholen, sorgt dieser Saison-Modus durchaus für Langzeitmotivation.
Verbesserte Steuerung
Bei der Spielbarkeit haben die Entwickler nachgelegt und den Titel gegenüber FIFA Football 2005 dezent verbessert. Größter Unterschied ist die erweiterte Steuerung. Erstmals sind jetzt auch flache und scharfe Flanken möglich, indem man den n-Knopf zweimal schnell hintereinander drückt. Per L1-Taste kann der Spieler zudem seine Mitspieler zum Steillaufen auffordern und anschließend per Y-Button mit einem Pass in den Lauf optimal bedienen. Auch bei den Standardsituationen wurden neue Aktionsmöglichkeiten hinzugefügt. Zusammen mit der optimierten KI der Mitspieler (sie sind jetzt aktiver und laufen sich öfter frei) ergeben sich mehr Angriffsmöglichkeiten auf dem Spielfeld.
Bekannte Probleme
Was allerdings bei UEFA Champions League 2004-2005 stört, sind die zu trägen Bewegungen des ballführenden Spielers. Dadurch sind wirkungsvolle Dribblings noch immer kaum möglich und Einsgegeneins-Situation führen selten zum Erfolg. Dem Spieler bleibt deswegen nur ein konsequentes Passspiel übrig. Ein weiteres (bekanntes) Problem ist der nahezu immer gleiche Spielaufbau der computergesteuerten Mannschaften. Es wirkt einfach sehr monoton, wenn fast alle Mannschaften in der eigenen Spielhälfte den gleichen Stil (gefährliches Kurzpassspiel) ausführen. Hier gibt es noch viel Verbesserungspotenzial.
Überarbeitete Supergrafik
Mal wieder gelungen ist dagegen die Technik des Spiels. Die Figuren sind dank vieler Polygone und scharfer Texturen unglaublich detailliert ausgearbeitet - sogar noch etwas besser als beim großen FIFA-Bruder. Zudem wurden die aus FIFA Football 2005 bekannten Probleme mit den oftmals hakelig wirkenden Animationen nahezu komplett eliminiert. Auch die Umgebungsgrafik ist fantastisch. Dank der hübschen Lichteffekte sind vor allem die Spiele am Abend sehr stimmig und vermitteln zusammen mit den akribisch nachmodellierten Stadien eine tolle Atmosphäre. Wie FIFA Football 2005 läuft das Spiel weitestgehend flüssig, Ruckler treten fast gar nicht auf.
Durchwachsene Soundeffekte
Beim Sound wechseln sich Licht- und Schattenseiten ab: Während die zwei Kommentatoren - allen voran die ARD-Reporterin Monika Lierhaus mit ihren völlig unangebrachten und sich ständig wiederholenden Sprüchen nach Toren oder Fouls - am besten nach wenigen Minuten abgeschaltet werden, sorgen die vielen unterschiedlichen Fangesänge für zusätzliche Stimmung. Dank Online-Unterstützung können Spiele auch wieder mit Freunden außerhalb im Netz ausgetragen werden. Hier dürfen zwei Spieler spannende Duelle unter sich ausmachen.
