Dieser Wächter war völlig ahnungslos.
Eigenwillige Steuerung
Sam Fisher wird mithilfe des Digitalkreuzes durch die feindlichen Linien gescheucht. Mit den A-, B-, X- und Y-Tasten verleitet man ihn beispielsweise zum Springen, Ducken oder Kriechen. Das Nintendo-DS-Spiel bietet im Vergleich zu den anderen Chaos Theory-Versionen eine neue, interessante Steuerungsmöglichkeit, die permanent zum Einsatz kommt.
Per Touchscreen richtet man die Kamera aus, bedient das Waffenmenü und wechselt zwischen den einzelnen Sichtmodi (Nachtsicht und Wärmeansicht) hin und her. Dies gestaltet sich allerdings etwas schwierig, da man in hektischen Momenten gelegentlich ungewollt auf eine andere Sicht umschaltet, obwohl man nur schnell den Kamerawinkel ändern möchte.
Weiterer Nachteil ist das träge Verhalten der Kamera. Bei Feuergefechten beispielsweise zieht man schnell den Kürzeren, da man nicht mit dem Zielen nachkommt. Feinmotorische Aktionen, zum Beispiel das Knacken von Schlössern mit einem Dietrich oder die Eingabe eines Codes an einem Tastenfeld, erledigt der Spieler ebenfalls auf dem Touchscreen. Diese kurzen Momente machen Spaß und sorgen für Abwechslung. Die Steuerung bedarf also viel Eingewöhnungszeit, bevor man Sam präzise durch die Levels manövriert.
3D mit Macken
Die Grafik macht auf dem Handheld einen guten Eindruck, obwohl die Bildwiederholungsrate (auch Framerate genannt) deutlich unter 30 Bildern pro Sekunde liegt, besonders wenn das Spiel in Bewegung ist. Das liegt größtenteils an den aufwendigen Lichteffekten wie flackernde Lampen oder den beiden Sicht-Modi.
Verwendet man das Nachtsichtgerät, bricht die Framerate extrem ein: Teilweise sind leere Stellen auf dem Bildschirm zu sehen und sogar die Musik verstummt, damit Ressourcen gespart werden. Atmosphärisch ist der Titel sowohl durch die relativ kurzen, aber qualitativ hochwertigen Musikstücke als auch durch die guten Soundeffekte gelungen. Etwas gedämpft wird dieser positive Eindruck durch die schnelle Wiederholung der einzelnen Musikstücke.
Für Neulinge und Fans
Das Spiel macht auf dem Nintendo DS insgesamt einen guten Eindruck. Nachdem man sich an die Steuerung gewöhnt hat, klappen auch die meisten Zielübungen. Da der Schwierigkeitsgrad angepasst wurde, kann man sich den einen oder anderen Fehltritt erlauben.
Besonders gelungen sind die Funktionen des Touchscreens, mit dem man etwa ein Türschloss knackt oder ein Tastenfeld bedient. Nervig dagegen sind die miese Framerate und die Endlosschleife der Hintergrundmusik. Dennoch hat der Einzelspieler-Modus eine Menge Spaß zu bieten und beschäftigt den Spieler für mehrere Stunden.
