Splinter Cell 3D im Nintendo 3DS-Test: James Bond gönnt sich eine Auszeit. Na und? Dann springt eben Sam Fisher in die Bresche! Was kann das Splinter Cell: Chaos Theory-Remake auf dem Nintendo 3DS?
Während James Bond, Geheimagent im Auftrag Ihrer Majestät, im Augenblick fünf gerade sein lässt und auf seinen nächsten Auftrag wartet, ist der Terminkalender von rmittler Sam Fisher voll wie selten zuvor: Gerade erst hat er das Abenteuer Conviction auf Xbox 360 und PlayStation 3 erfolgreich hinter sich gebracht, da steht auch schon seine nächste Expedition bevor. Diese führt ihn zurück in die Welt von Chaos Theory – dem Schleich-Abenteuer, das 2005 für den GameCube erschien.
Darin führt ein politischer Konflikt zwischen China, Japan sowie Nord- und Südkorea zu weltweiten Unruhen. Im Auftrag der geheimen Anti-Terror-Einheit Third Echelon macht sich nun Mister Fisher auf, um Hinweisen nachzugehen, die auf eine Verbindung zwischen dem Konflikt und einer in Amerika agierenden Terrororganisation hindeuten.
Quelle: Ubisoft
Im Dunkeln bleiben, um den Wachen zu entgehen
Prickelndes Action-Abenteuer
Sam Fisher besinnt sich auf sein Lebensmotto "Schleich dich!", denn in der 3DS-Neuauflage von Chaos Theory muss der Spitzel abermals dunkle Ecken suchen, um unerkannt zu bleiben und aus der Distanz Schüsse abzufeuern, die seine Widersacher um die Ecke bringen. Wer sich nicht stets im Schatten aufhält, die Routinen seiner Gegner nicht genau studiert und die diversen Bildschirm-Anzeigen – etwa für Sichtbarkeit, Lautstärkepegel und so weiter – aus den Augen lässt, wird gnadenlos scheitern. Das mag sich langweilig anhören, Splinter Cell-Kenner wissen jedoch, wie schnell der Blutdruck steigen kann, wenn man einem misstrauischen Wachmann gerade noch so vor der Nase davonschleichen konnte. Der 3DEffekt kommt allerdings schwach zur Geltung. Hier wurde viel Potenzial verschenkt.
Völlig überladene Steuerung
Ihr fragt euch, ob Splinter Cell das brillante Spielgefühl des Originals erfolgreich auf den 3DS bringt? Die Antwort lautet: Jein. Einerseits besticht die Neuauflage durch dasselbe (gute) Gameplay, andererseits sind Unzulänglichkeiten in puncto Steuerung nicht zu übersehen: Die Tastenbelegung ist überfrachtet, zudem ist der Zugriff auf den Touchscreen nicht optimal gelöst: Um Waffen und Gadgets auszuwählen, müsst ihr einen Finger auf den unteren Bildschirm legen – doch im Eifer des Gefechts greift man oft unfreiwillig daneben. Auch die zu dunkle Farbgebung sorgt dafür, dass einem in einigen entscheidenden Spielmomenten die erforderliche Übersicht fehlt. Wer sich von diesen technischen Patzern nicht stören
lässt, erlebt aber ein wirklich feines und stimmiges Schleich-Abenteuer.
