Na sowas: Die Ghost-Recon-Serie ist auf dem Nintendo 3DS kein Ego-Shooter, sondern ein Strategiespiel! Hier kommt der Test.
Das rundenbasierte Strategiespiel Advance Wars erschien seinerzeit als Launch-Titel für den Nintendo DS und konnte zahlreiche gute Wertungen einfahren. Vielleicht hat sich Ubisoft diesen Erfolg zum Vorbild genommen, denn mit Ghost Recon: Shadow Wars bringt der Entwickler einen spielerisch ähnlichen Titel zum Start des Nintendo 3DS auf dem Markt – aber mit komplett anderem Setting.
Die rote Gefahr
Storymäßig bietet Shadow Wars wenig Neues. Der russische Nationalist Yuri Treskayev will mit Lügen und Intrigen die Macht an sich reißen und die Amerikaner versuchen, das zu verhindern. Um keine politischen Zwischenfälle auszulösen, muss eine Special-Ops-Einheit herhalten, die verdeckt gegen Treskayev operieren soll.
Quelle: Joystiq
Die Grafik ist gut, aber nicht überragend geraten.
Taktik, die begeistert
Das Spielprinzip von Ghost Recon: Shadow Wars ist ebenfalls altbekannt. Ihr steuert eine feste Gruppe von Einheiten, die jeweils eine besondere Ausbildung besitzen, beispielsweise einen Scharfschützen oder eine Ärztin. Bis zu sechs dieser Soldaten stehen euch zur Verfügung, wobei die Anzahl und die Zusammensetzung je nach Mission variieren. Eure Aufgabe ist es, die Figuren gekonnt über die jeweiligen Karten der Kampagne zu steuern, wobei euch wie bei jedem rundenbasierten Strategiespiel pro Person jeweils nur eine gewisse Menge von Aktionspunkten zur Verfügung steht, bevor der Gegner an der Reihe ist. Taktisch ist das Ganze durchaus anspruchsvoll, ihr könnt euch Hindernisse oder Höhenunterschiede der Landschaft zunutze machen und Waffenreichweiten oder Trefferwahrscheinlichkeiten einblenden lassen. Auch der Einsatz eurer Spezialfähigkeiten will gut geplant und überlegt sein, denn diese machen häufig den Unterschied aus. Nach erfolgreichem Abschluss einer Mission erhaltet ihr außerdem Sterne, mit denen ihr eure Kämpfer aufwertet und verbessert. Insgesamt umfasst die Kampagne ordentliche 37 Missionen und bietet drei Schwierigkeitsgrade. Zusätzlich dürft ihr euch im Hot-Seat-Modus oder mit zwei 3DS-Konsolen in Mehrspielergefechte mit Freunden stürzen.
Technisch durchwachsen
Die Dreidimensionalität kommt vor allem in den Zwischensequenzen sehr gut zur Geltung, spielerisch hat diese jedoch keinen besonderen Nutzen. Besonders beim Abschalten des 3D-Effekts wird auffällig, dass die grafische Qualität des Spiels eher schwach ist, denn die Figuren wirken wie kleine Pappmännchen und die Landschaften sind relativ karg und farblos. Da haben wir bei anderen 3DS-Titeln deutlich Besseres gesehen.
