The Witcher 3 in der Vorschau: Alle Infos zur Version für Switch + Gameplay-Video
Special
Vom Witcher zum Switcher: Geralt besucht ab dem 15. Oktober 2019 in The Witcher 3: Wild Hunt - Complete Edition Nintendos Hybrid-Konsole. Wir haben die Switch-Fassung des Rollenspiels bereits ausprobiert und verraten, wie sich der Port spielt und wie er aussieht. Inklusive Gameplay-Video!
Eigentlich hatten wir nicht damit gerechnet, Geralt in nächster Zeit wiederzusehen. CD Projekt Red steckt alle Energie in ihr neues Rollenspiel-Epos Cyberpunk 2077, eine weiteres Add-on oder eine Fortsetzung zu The Witcher 3 (jetzt kaufen ) stehen nicht in Aussicht. Okay, eine Witcher-Netflix-Serie wird gerade produziert, aber die lassen wir mal außen vor. Und dann wird einfach mal so The Witcher 3: Wild Hunt - Complete Edition für Nintendo Switch im Rahmen der E3 angekündigt!
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Bereits vor der Gamescom in Köln hatten wir die Gelegenheit, die Nintendo-Version des riesigen Rollenspiels auszuprobieren, sowohl im portablen, als auch im stationären Modus. Eigene Aufnahmen durften wir zwar nicht anfertigen (das Videomaterial wurde uns zur Verfügung gestellt), wir können aber bestätigen, dass die Szenen dem entsprechen, was wir in der Switch-Version erlebt haben.
Alles drin, alles dran
The Witcher 3 ist wahrscheinlich den meisten ein Begriff - es war in den letzten Jahren auch schwierig, nicht über das extrem erfolgreiche, mit Auszeichnungen überschüttete Rollenspiel zu stolpern. Dennoch an dieser Stelle eine ganz knappe Zusammenfassung der Handlung: Die Witcher-Spiele basieren auf der Romanreihe des polnischen Autoren Andrzej Sapkowski, in der sich alles um Hexer Geralt dreht. Geralt ist auch im Spiel The Witcher 3 Protagonist und versucht, seine Ziehtochter Ciri vor der titelgebenden Wilden Jagd zu schützen - einer Gruppe scheinbar übermächtiger Krieger, die sich Ciris Kräfte zu Nutze machen wollen.
Quelle: Bandai Namco
In The Witcher 3 müssen Switch-Spieler auf keinerlei Inhalte verzichten. Sie bekommen gar noch die beiden Add-ons Hearts of Stone und Blood and Wine sowie alle DLCs dazu.
In der Switch-Fassung ist nicht nur das Grundspiel enthalten, sondern auch alle DLCs und die beiden großen Erweiterungen Blood and Wine und Hearts of Stone. In der Fassung, die wir vorab gespielt haben, konnten wir Toussaint, die Wiege der Ritterlichkeit aus Blood and Wine, schon in Augenschein nehmen - auch, wenn es auf Nintendos Konsole natürlich nicht ganz so schön aussieht wie auf dem PC oder der PS4. Doch dazu gleich mehr! Das ganze Spiel mitsamt Bonus-Content benötigt 32 Gigabyte Speicherplatz und findet auf einer Speicherkarte Platz, weitere Downloads sollen nicht erforderlich sein.
Klein, aber fein
Dass es schönere Versionen von The Witcher 3 gibt, das wird beim ersten Blick auf das Spiel klar. Damit das riesige Rollenspiel auf der Switch funktioniert, spart Saber Interactive (dieses Studio übernimmt die Arbeit der Portierung) überall, wo es nur möglich ist. Die Texturen sind weniger scharf, Treppcheneffekte lauern, Kanten flimmern, Objekte ploppen ins Bild. Aber: Die Weitsicht ist besser als erwartet und vermittelt so immer noch das Gefühl, eine große, lebendige Welt zu erkunden.
Gut auch, dass man nicht komplett auf Schattenwurf verzichtet hat. Dafür glänzen Rüstungen kaum, Effekte wie Rauch und Flammen sehen weniger beeindruckend aus, Oberfläche spiegeln nicht. Dass man bei der Portierung so viel Raum zum Anpassen hat und das Spiel zur Verwunderung vieler auf der Switch läuft, verdankt The Witcher 3 der Tatsache, dass bei der Entwicklung die hauseigene REDEngine zum Einsatz kam und keine eingekaufte Software. So haben die Entwickler viel mehr Spielraum, um auf die Hardware-Eigenheiten der Switch einzugehen.
Schöner Mann
In Zwischensequenzen und Dialogszenen macht The Witcher 3 eine gute Figur. Die Charaktermodelle sehen gut aus, auch wenn die wichtigeren Figuren natürlich mit mehr Details aufwarten als unwichtige NPCs. Im portablen Betrieb präsentiert sich The Witcher 3 mit einer dynamischen Auflösung von 540p, auf dem Fernseher hingegen mit 720p.
Quelle: Bandai Namco
Trotz optischer Einbußen leidet die Atmosphäre des Spiels nicht zu stark.
Dennoch sieht Geralts Abenteuer im tragbaren Modus besser aus, auf dem kleinen Bildschirm fallen die Unschärfe und fehlenden Details einfach nicht so auf. In beiden Modi ist auf jeden Fall erfreulich, wie stabil der Titel läuft. Nur ganz selten kam es zu kurzen Rucklern, ansonsten schnurrt The Witcher 3 mit 30 Frames vor sich hin. Mit der PC-Fassung kann diese Framerate freilich auch nicht mithalten, aber die Spielerfahrung auf der Switch ist auf jeden Fall angenehm. Im Dock-Modus ist die Performance noch ein kleines bisschen besser. Die Schrift ist im Handheld-Modus besser lesbar, als wir das im Vorfeld befürchteten. Eine Touch-Kontrolle gibt es nicht, eventuell soll ein solches Feature später nachgereicht werden. Ansonsten funktioniert die Kontrolle gut und so ähnlich wie auch auf der Konsole mit einem Controller.
Wartezeiten
Die Ladezeiten sind, wie wir es erwartet haben, recht happig. Bei der Schnellreise von den Skellige-Inseln nach Novigrad kamen wir auf etwa eineinhalb Minuten Zwangspause. Allerdings sind die Arbeiten an der Portierung noch nicht abgeschlossen und wir erhoffen uns in dieser Hinsicht Besserung, schließlich ist die Quicktravel-Komfortfunktion ein Feature, das man bei einem so großen Spiel des Öfteren nutzen möchte. Bis Spieler auf der ganzen Welt mit Geralt auf der Switch der Wilden Jagd den Kampf ansagen, vergeht aber gar nicht mehr so viel Zeit: Schon am 15. Oktober erscheint The Witcher 3: Wild Hunt - Complete Edition auf Nintendo Switch. Werdet ihr dabei sein?
