Top-Test Januar: The Legend of Zelda: Twilight Princess

Test Christoph Kraus

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Fortan genügt ein simpler Tastendruck, um diese Items zu aktivieren. Das hört sich zwar zunächst nach nichts Bahnbrechendem an, da dieses System schon 1992 bei A Link to the Past eingesetzt wurde. Jedoch merkt man schon im zweiten Tempel, wie intuitiv es doch ist, dass neuerdings auch die Eisenstiefel auf das Steuerkreuz gelegt werden können - in Ocarina of Time musste man bei jedem An- und Ausziehen des Schuhwerks nämlich jedes Mal umständlich "Start" drücken, ins Inventar wechseln, die Metalltreter auswählen, mit der A-Taste bestätigen und sich wieder mit dem Start-Button ins Spiel zurückklinken.

Jetzt bemerkt man deutlich die kleinen, aber feinen Verbesserungen, die für das flüssigere Gameplay verantwortlich sind. Auch die Tatsache, dass die Mehrheit der Zwischensequenzen ab sofort mit der Minustaste unterbrochen werden kann, dürfte einige hektische Zeitgenossen freuen. Zumindest die wichtigsten Videos muss man sich dennoch vollständig ansehen - schließlich wäre es schade, wenn man von der packenden Story nichts mitbekäme!

Wir möchten in diesem Test möglichst keinen Aspekt der Geschichte vorwegnehmen, können euch aber mit gutem Gewissen erzählen, dass der Story in Twilight Princess mehr Bedeutung beigemessen wird als in den Vorgängern.

Wer? Wolf!

Hinlänglich bekannt dürfte mittlerweile sein, dass Midna eine der Schlüsselpersonen sein wird. Gemeint ist das schrullige Wesen, das euch - auch das ist ein offenes Geheimnis - schon recht früh im Spiel begleiten wird und eine ähnliche Funktion einnimmt wie seinerzeit Navi in Ocarina of Time: Die Kreatur steht euch also jederzeit zu Diensten, wenn ihr nicht weiterkommt oder euch in ein anderes Gebiet warpen wollt. Warpen? Ganz recht: Befindet sich Link in der Gestalt eines Wolfes - was zwischen den neun Dungeons sehr häufig vorkommt -, kann er nicht nur mit Tieren sprechen, sondern gewinnt euch einige neue Fähigkeiten: An bestimmten Stellen könnt ihr etwa in der Erde buddeln und so nicht nur Rubine freilegen, sondern auch Geheimgänge aufspüren.

Interessanter wird es, wenn ihr euch im Wolfspelz Menschen nähert: Mit der Gabe "Lauschen" könnt ihr so die Gespräche eurer Mitmenschen mithören und dadurch so manche Neuigkeit erfahren. Viel spannender ist jedoch die Spielmechanik als Wolf: Mutiert Link im Schattenreich zum Tier, gilt es, alle "Strahlentaue" zu finden, um den Tiegel des Lichts zu füllen. Dieser Tiegel steht in Verbindung mit den vier Lichtgeistern, die im Auftrag der Götter Hyrule mit Licht erfüllen.

Dämonen raubten den Göttern jedoch die Kraft und ihr müsst die Lichtgeister retten, die im Schattenreich gefangen sind. Die tropfenartigen Strahlentaue sind stets innerhalb eines Gebiets versteckt und die Suche nach ihnen entpuppt sich als spielerisch erfrischender Kontrast zwischen den Rätsel- und Actioneinlagen, die ihr in den Dungeons zu absolvieren habt. Ihr könnt euch sicher noch an die Triforce-Splittersuche in The Wind Waker erinnern, die mit zeitaufwendigen Schiffsfahrten verbunden war und bei vielen Fans als größte Schwachstelle des Cel-Shading-Abenteuers angeführt wird.

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