Top-Test Januar: The Legend of Zelda: Twilight Princess

Test Christoph Kraus

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Wem die Grünkieme, die wir soeben an Land gezogen haben, mit ihren 27 Zentimetern Länge zu mickrig ist, der kann sogar Bienenlarven als Köder einsetzen und mit diesem Premium-Schnappfutter auf mehr Glück hoffen. Allerdings müssen wir dazu zunächst einen Bienenstock mit der Schleuder - dem ersten "richtigen" Item, das wir kurz darauf in Zeiras Laden erstehen - vom Baum schießen. Doch die Mühe für das Angeln lohnt sich: Im menüinternen "Fangbuch" werden alle eure Funde penibel festgehalten und nach Gattung und Gewicht aufgedröselt.

Für Spielstands-Perfektionisten, die auf ein komplettes Album nicht verzichten können, ist also vorgesorgt! Nach unserem Angeltrip machen wir Bekanntschaft mit einer Eule, die jedoch glücklicherweise nicht ganz so redselig ist wie der Flattermann in Ocarina of Time, stellen uns bei den zahlreichen Dorfbewohnern vor und brechen anschließend zu einer stockfinsteren Höhle hinter einer Waldlichtung auf.

Gerade in diesem ersten Dorfabschnitt werden die Parallelen zu Ocarina of Time sehr deutlich: Wie gewohnt nehmen die liebevoll inszenierten Charaktere den Spieler während der ersten Spielstunde bravourös an der Hand, führen ihn in die Steuerung ein und sorgen dafür, dass man sich in der Spielwelt rundum wohl fühlt. Das Dorf ist dabei in diverse Abschnitte untergliedert, doch die Ladezeit, um beispielsweise von der Koppel ins Dorf zu wechseln und von dort aus zur Waldlichtung aufzubrechen, beträgt vernachlässigbare drei Sekunden.

Eine kleine Karte, die ständig in der linken unteren Bildschirmecke eingeblendet wird, erleichtert übrigens die Navigation. Wer es detaillierter haben möchte, schaltet mit der 1-Taste eine bildschirmfüllende Übersichtskarte zu, die sogar in zwei Stufen vergrößert werden kann. Wer sich dann noch verläuft, ist selbst schuld!

Es werde Licht!

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Wir tappen einige Schritte durch den schwach beleuchteten Tunnel und stellen fest: Ohne eine Lampe kommen wir in dieser düsteren Behausung nicht voran. Was für ein Glück, dass ein geschäftstüchtiger Händler direkt vor Ort ist und uns für eine absurd hohe Anzahl an Rubinen eine Petroleumlampe überlassen möchte. Doch wir haben noch nicht genügend Klunkersteinchen im Säckel - also ziehen wir durch das Antippen der Wii-Fernbedienung unser "Ordon-Schwert" hervor, laufen mit dem Analogstick durch den Wald und häckseln durch Fuchteleien der rechten Hand Büsche zu Kleinholz, um so einige Rubine freizulegen.

Besonders gut gefällt uns hierbei, dass Link gleichzeitig schlagen und laufen kann, ohne nach einem Hieb kurz stehen zu bleiben - dieses "Multitasking" war ihm in den vergangenen Abenteuern noch nicht vergönnt und sorgt für eine erfrischend dynamische Steuerung. Auch Linkshänder kommen übrigens problemlos zurecht - wir experimentierten zehn Minuten lang, ob man die Wii-Fernbedienung auch in der linken Hand halten kann, und können Entwarnung geben: Mit welcher Hand ihr schlagt, spielt definitiv keine Rolle!

Nachdem wir die benötigte Summe an Glitzergeld erwirtschaftet haben, kehren wir zum Händler zurück und zücken bereitwillig unser Portemonnaie. Kurzerhand wandert die Petroleumlampe mit einer Flasche Öl, in der später auch andere Flüssigkeiten Platz finden, in unser Gepäck. Zumindest ist jetzt für buchstäbliche Lichtblicke in der Höhle gesorgt. Im übersichtlichen Inventar-Menü, das man mittels Minustaste aufruft, könnt ihr übrigens häufig benötigte Gegenstände - am Anfang beispielsweise die Heroen-Schleuder, die Angel und die Lampe - auf eine der Digikreuz-Positionen legen (auch in der GameCube-Version).

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