The Fall: Test für PS4 - Originell und spannend, aber mit Mängel bei Kämpfen und Rätseln
Test
The Fall im Test: Ein Raumanzug treibt schwerelos durchs Weltall und stürzt auf einem Planeten ab. In der mechanischen Hülle steckt ein menschlicher Pilot. Der wird durch den Sturz so schwer verwundet, dass die eingebaute KI einspringt und die Kontrolle übernimmt. Dieser Bord-Computer, der sich A.R.I.D. nennt und mit weiblicher Stimme spricht, verfolgt nun ein einziges Ziel - medizinische Hilfe für den verletzten Piloten finden.
The Fall im Test! Aus der Seitenansicht steuern wir A.R.I.D. durch ein stockfinsteres Gewölbe, in dem Berge von Roboterschrott, an Kreuze genagelte Leichen und riesige Schleimviecher für bedrohliche Stimmung sorgen. Unser wichtigstes Werkzeug ist eine Taschenlampe, mit der wir Hotspots ausmachen, die wir dann per Tastendruck untersuchen. Items verstauen wir in unserem Inventar. Zum Benutzen und Kombinieren nutzen wir ein schlichtes Menü – etwas umständlich, aber nach einer Weile hat man sich dran gewöhnt. Die meisten Rätsel sind logisch und originell aufgebaut, nur manche Lösungen wirken an den Haaren herbeigezogen. Besonders in der zweiten Spielhälfte, wenn wir mehrere Aufgaben in beliebiger Reihenfolge erledigen sollen und dazu immer wieder die gleichen Hotspots abgrasen, gerät der Spielfluss ins Stocken – oft kamen wir nur durch stures Rumprobieren ans Ziel.
Kein Metroidvania
Quelle: Computec Media GmbH
Öde Kämpfe: A.R.I.D. verfügt nur über eine Waffe und kann hinter Objekten in Deckung gehen.
In manchen Situationen werden neue Funktionen für den Anzug freigeschaltet, beispielsweise ein Tarnfeld, mit dem wir feindliche Selbstschussanlagen umgehen. Es gibt aber nur wenige solcher Fähigkeiten und die spielen auch kaum eine Rolle – wir erschließen dadurch beispielsweise keine neuen Wege oder finden optionale Geheimnisse. Mehrmals im Spielverlauf müssen wir zur Waffe greifen. Ein simples Deckungssystem erlaubt es A.R.I.D., hinter Kisten und Objekten den Kopf einzuziehen, während sie feindliche Roboter mit einer Pistole wegpustet. Das spielt sich nicht nur behäbig, sondern wird auch schnell eintönig. Die Story entwickelt sich dafür vielversprechend und wirft interessante Fragen auf. Zum Beispiel, inwieweit ein Roboter seine Programmierung überlisten darf, um seine Ziele zu erreichen. Leider endet der Plot ziemlich abrupt in einer seiner spannendsten Szenen. The Fall ist nämlich ein Episodenspiel, was bedeutet, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist.
