The Council im Test: Mystery-Adventure mit RPG-Elementen und Entscheidungen

Test Paula Sprödefeld
The Council im Test: Mystery-Adventure mit RPG-Elementen und Entscheidungen
Quelle: Focus Home Interactive

Entwickler Big Bad Wolf möchte zeigen, dass es geht, Spiele zu erschaffen, in denen Entscheidungen tatsächliche Auswirkunden haben. In The Council vermischt das Studio narratives Adventure mit Rollenspiel-Elementen und was dabei herauskommt, ist ziemlich spannend. Wir haben alle Episoden gespielt und genau betrachtet und haben für euch jetzt die finale Wertung parat.

Die erste Episode von The Council (jetzt kaufen 24,95 € )- The Mad Ones - ist am 13. März 2018 für PC, PS4 und Xbox One erschienen. Das Studio Big Bad Wolf entwickelte in Zusammenarbeit mit Publisher Focus Home Interactive ein narratives Adventure, das sie mit Rollenspiel-Elementen vermischten. Die Geschichte von The Council dreht sich um Louis de Richet, einem französischen Aristokraten, im Jahre 1793. Er und seine Mutter Sarah sind Teil eines Geheimbundes, des Goldenen Ordens. Als seine Mutter bei einem Zusammentreffen der Elite auf der Insel eines gewissen Lord Mortimer verschwindet, begibt sich Louis ebenfalls dorthin, um sie zu finden. Doch zunächst muss er den Geheimnissen der anderen Anwesenden auf die Spur gehen. In diesem Szenario schlüpft ihr in die Rolle von Louis und versucht mit euren investigativen Fähigkeiten, Nachforschungen anzustellen. Es handelt sich bei The Council also um eine Art Mystery-Kriminal-Geschichte, die in fünf Episoden aufgeteilt ist.

The Council im Test: Wo liegt der Unterschied?

Das klingt jetzt erstmal wie eine Geschichte der Marke Telltale. Und tatsächlich hat Big Bad Wolfs Adventure auch ähnliche Ansätze. Ihr bekommt die Möglichkeit, in Dialogen unterschiedliche Wege zu gehen, Beziehungen zu den anderen Charakteren aufzubauen und diese dann wiederum gegen andere einzusetzen. Aber der erhebliche Unterschied ist - oder soll zumindest sein -, dass sich Entscheidungen in The Council auch wirklich auf den Verlauf der Handlung auswirken. Telltales Spielen wurde ja schon oft vorgeworfen, dass getroffene Entscheidungen nicht wirklich die Geschichte beeinflussen.

Ein weitere Unterschied sind die Rollenspiel-Elemente, die The Council besitzt und die sich auch wirklich gut mit dem Adventure-Part des Spiels verknüpfen. So habt ihr nicht nur die Möglichkeit, einer spannenden Kriminal-Geschichte zu folgen, sondern auch euren Charakter, Louis, zu entwickeln und ihm neue Wege zu eröffnen.

The Council im Test: Adventure meets RPG

In The Council stehen euch drei Klassen zur Verfügung, Quelle: PC Games In The Council stehen euch drei Klassen zur Verfügung, Dieses Klassen- und Fertigkeiten-System ersetzt die in so vielen narrativen Adventures beliebten Quick-Time-Events und das auf hervorragende Art. Relativ am Anfang werdet ihr von einem der NPCs, Emily Hillsborrow, einer englischen Herzogin, gefragt, was ihr denn beruflich macht. Das öffnet das Klassenfenster und ihr wählt zwischen Diplomat, Okkultist und Detektiv. Zu jeder Klasse gehören fünf Fertigkeiten, die weiter unten zum Überblick aufgeführt sind. Je nach dem, welche Klasse ihr wählt, werden deren fünf Fertigkeiten auf Stufe 1 angehoben, sodass ihr sie im Spiel direkt verwenden könnt. Aber keine Sorge, die anderen Fertigkeiten bleiben euch nicht verwehrt. Auch sie schaltet ihr frei, nämlich indem ihr am Ende jedes der fünf Kapitel erhaltene Punkte verteilt. Entweder auf bereits freigeschaltete Skills, oder die, die es werden sollen.

  • Diplomat: Etikette, Überzeugung, Politik, Ablenkung, Sprachen
  • Okkultist: Heimlichkeit, Wissenschaft, Belesenheit, Okkultismus, Manipulation
  • Detektiv: Befragung, Aufmerksamkeit, Psychologie, Logik, Gewandtheit

Mit Punkten schaltet ihr neue Fähigkeiten. Quelle: PC Games Mit Punkten schaltet ihr neue Fähigkeiten. Aber was bringen diese Skills und Klassen denn überhaupt? Nun, sie eröffnen euch vor allem neue Dialog- und Handlungsoptionen. Wenn ihr Heimlichkeit freischaltet, könnt ihr beispielsweise Schlösser knacken. Wenn ihr Aufmerksamkeit skillt, bemerkt ihr kleine Auffälligkeiten im Verhalten von Gesprächspartnern schneller und könnt dies gegen sie einsetzen. Um eine solche Fertigkeit aber einzusetzen, werden Konzentrationspunkte benötigt. Diese füllen sich zwar nach jedem Kapitel wieder auf, aber ihr benötigt sie so oft, dass die Entwickler das sogenannte Gelée Royale im Spiel platziert haben, das je zwei KP wieder auffüllt. Außerdem gibt es noch andere Items, die negative Wirkungen heilen, oder bewirken, dass ihr weniger KP für Handlungen braucht.

The Council im Test: Konsequenzen

Alle Fertigkeiten haben ihre Vorteile und so ergibt sich auch ein ziemlich hoher Wiederspielwert. Hättet ihr anderes herausgefunden, wenn ihr schon Im Spiel müsst ihr Entscheidungen treffen, die die Geschichte beeinflussen. Quelle: PC Games Im Spiel müsst ihr Entscheidungen treffen, die die Geschichte beeinflussen. früher einen Skill freigeschaltet hättet? Wäre ein Gespräch anders verlaufen, wenn ihr eine andere Klasse gewählt hättet? Praktischerweise hat The Council genau drei Speicherslots - quasi einen für jede Klasse. Außerdem besteht die Möglichkeit nach dem Abschluss, einzelne Kapitel einer Episode anzuwählen und sie noch einmal zu spielen. Die Kombinationen der Möglichkeiten sind zwar nicht grenzenlos, aber durchaus umfangreich und hier ist es auch, wo auffällt, dass Entscheidungen und eingeschlagene Wege sich tatsächlich auswirken.

Sei es ein sicher aufbewahrter Brief, eine nächtliche Erkundungstour oder eine Aussage. Alles kann später Konsequenzen haben und das schon in der ersten Episode von fünf! Keine Frage, dass die langfristigen Auswirkungen noch spannender sind.

The Council im Test: Stärken und Schwächen

Aber nicht nur die Klassen und Fertigkeiten tragen dazu bei, dass sich The Council wirklich gut spielt, auch die Charaktere sind es, die das Spiel In The Council versucht ihr als Louis de Richet eure Mutter zu finden, die, wie ihr auch, zu einem Treffen der höchsten Elite der Welt auf einer Insel vor England eingeladen wurde. Das Adventure-Rollenspiel ist spannend und spielt mit neuartigen Elementen. Quelle: PC Games In The Council versucht ihr als Louis de Richet eure Mutter zu finden, die, wie ihr auch, zu einem Treffen der höchsten Elite der Welt auf einer Insel vor England eingeladen wurde. Das Adventure-Rollenspiel ist spannend und spielt mit neuartigen Elementen. spannend machen. Der elitäre Kreis, den sich Lord Mortimer eingeladen hat ist geprägt von Intrigen, Manipulation und dunklen Geheimnissen. Neben erfundenen Personen findet ihr auch historische Größen wie den ersten U.S. Präsidenten George Washington oder Napoleon Bonaparte. Von diesen Figuren findet ihr im Laufe eurer Investigation Stärken und Schwächen heraus, die ihr dann gegen sie einsetzen könnt. Beispielsweise ist Emily Hillsborrow immun gegen Logik, aber Psychologie ist ihr Schwachpunkt. Wählt also liebere letztere Dialogoption, um etwas aus ihr heraus zu bekommen.

Neben diesen Nachforschungen ist aber immer noch die Hauptaufgabe, die Mutter von Louis zu finden. Dafür sprecht ihr nicht nur mit den anderen geladenen Gästen, sondern löst auch nicht besonders schwere, aber klug platzierte und unterhaltende Rätsel, sucht nach Hinweisen im Haus oder erkundet es.

Natürlich hat The Council aber nicht nur Stärken, auch einige Schwächen prägen das Spiel, oder besser gesagt die erste Episode. Die Grafik wirkt ein wenig veraltet und die Figuren im Spiel sowohl in Mimik als auch Gestik sehr steif. Auch ist die nur auf englischer Sprache verfügbare Vertonung etwas übertrieben, die Charaktere drücken sich zwar grundsätzlich passend zur Epoche aus, jedoch wirkt das alles wie ein fürchterlich aufgebauschtes Theaterstück. Technisch gibt es zwar ab und zu Ruckler, aber größerere Probleme kamen beim Test von The Council: Episode 1 nicht vor.

The Council im Test: Mord ist sein Hobby

Wir wollen zwar zunächst einmal davon absehen, The Council eine Wertung zu verpassen, bis alle Episoden veröffentlicht sind. Trotzdem kommen In The Council versucht ihr als Louis de Richet eure Mutter zu finden, die, wie ihr auch, zu einem Treffen der höchsten Elite der Welt auf einer Insel vor England eingeladen wurde. Das Adventure-Rollenspiel ist spannend und spielt mit neuartigen Elementen. Quelle: PC Games In The Council versucht ihr als Louis de Richet eure Mutter zu finden, die, wie ihr auch, zu einem Treffen der höchsten Elite der Welt auf einer Insel vor England eingeladen wurde. Das Adventure-Rollenspiel ist spannend und spielt mit neuartigen Elementen. wir nicht drum herum, die erste Episode zumindest ohne konkrete Zahl zu bewerten. The Council: The Mad Ones macht einen ziemlich guten Eindruck, vor allem was die Kombination von narrativem Adventure und Rollenspiel-Elementen angeht. Das Klassen- und Skill-System ist sehr gut in die Mystery-Geschichte implementiert und funktioniert als großer Ansporn. Außerdem eröffnen sich dadurch unglaublich verschiedene Wege.

Die Story selbst fängt zwar langsam an, aber das ist der ersten Episode geschuldet. Das verhält sich bei Serien meist in den ersten Folgen oder gar der ersten Staffel auch nicht anders. Die Situation und das Setting werden vorgestellt, Charaktere werden eingeführt, das volle Programm. Das braucht seine Zeit. Aber dann wird auch The Council zu einem spannenden Fall, der nur zu gerne gelöst werden möchte. Egal, welches Ende ihr erhaltet (und ja, es gibt natürlich mehrere!), der Cliffhanger an jedem davon wird euch

dazu anspornen, weiterspielen zu wollen, um zu erfahren, was mit Louis, seiner Mutter und den anderen überzeugend gezeichneten Charakteren wird.

The Council im Test: Fazit zu Episode 1

Meinung

  1. Seite 1 The Council: The Mad Ones
  2. Seite 2 The Council: Hide and Seek
  3. Seite 3 The Council: Ripples
  4. Seite 4 The Council: Burning Bridges
  5. Seite 5 The Council: Checkmate
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