Zwischen Autowracks und Mülltonnen bekommen die Blechschädel ihr Fett weg.
Im Los Angeles des Jahres 2029 kämpfen die Menschen unter der Führung von John Connor gegen die Maschinen. Der Supercomputer Skynet hat die Welt mit nuklearer Waffengewalt in ein trostloses Schlachtfeld verwandelt.
Das Spiel setzt zeitlich noch vor dem ersten Film an. Im Laufe der zehn Missionen soll verhindert werden, dass Skynet einen Terminator in der Zeit zurückschickt. Während Sie sich zunächst in der Gestalt von Kyle Reese durch Horden von Blechkameraden schießen, dürfen Sie später auch mit zwei weiteren Charakteren zu Felde ziehen. Der Spielverlauf ist dabei rein auf Action ausgelegt. Die Echtzeitumgebungen werden von einer automatischen Kamera eingefangen. Diese versucht sich der - ebenfalls automatischen - Zielerfassung anzupassen. Das funktioniert zwar leider nicht so toll, wie man sich das wohl gedacht hat, bleibt aber spielbar. Das Spielgefühl erinnert ein wenig an Devil May Cry, zusätzlich gibt es aber noch eine Ego-Sicht, die nur zum Zielen nutzbar ist, laufen kann der Spieler dann nicht mehr.
Gelegentlich darf man simple Schalterrätsel lösen, ab und an auch mal einen Zwischengegner mit Köpfchen in die ewigen Jagdgründe schicken. Der Großteil des Spiels ist aber reine Ballerei. Die Speicherpunkte sind fair gesetzt und ohnehin sind Bildschirmtode nur in den höheren Schwierigkeitsstufen an der Tagesordnung.
Ich glaub, ich bin im Kino
Die Atmosphäre der Filme wurde nicht nur während der vorberechneten Zwischensequenzen gut eingefangen. Auch im eigentlichen Spiel ist die Umgebungsgrafik detailliert und äußerst liebevoll gestaltet. Leichte Ruckler sind wirklich selten und treten nur bei bildgewaltigen Aktionen auf. Die Soundkulisse ist auch ohne Pro-Logic-2-Ausrüstung imposant. Wuchtige Explosionen, aus den Filmen bekannte Geräusche und stimmungsvolle Musik erfreuen das Spielerohr. Sobald Gegner in der Nähe sind, blendet die orchestrale Hintergrundmusik aus und fette Gitarrenriffs von Fear Factory bestimmen das akustische Szenario. Die Deutsche Sprachausgabe nimmt leider einiges an Atmosphäre weg, hier empfiehlt es sich, die Konsole auf Englisch zu stellen.
