Super Monkey Ball 3D im Test für Nintendo 3DS: Guter 3D-Effekt, der aber bei ausgewählter Kippsteuerung versagt
TestSuper Monkey Ball 3D im Nintendo 3DS-Test: Schon wieder rollen arme Äffchen durch komplexe Labyrinthe - Diesmal stillt ihren Heißhunger auf Bananen in 3D!
Die Super Monkey Ball-Reihe hat einen großen Vorteil gegenüber anderen Videospielserien: Sie ist nahezu unkaputtbar. Das Spielprinzip ist so simpel und so gut, dass sich die Entwickler theoretisch jeglichen technischen Fortschritt und jegliche Neuerungen sparen könnten und trotzdem gute Wertungen einfahren würden. Aber Hand aufs Herz: Jeder Zocker mag es, wenn er Überraschungen erlebt. Gibt's davon auch bei Super Monkey Ball 3D genügend?
Quelle: SEGA
Super Monkey Ball 3D (2)
Präzise Kippsteuerung
Die erste Erkenntnis lautet: Die 3D-Darstellung des Spiels ist wirklich gut gelungen. Die Levels sind extrem bunt, aber das ist in diesem Fall kein Nachteil. Selbst mit hochgedrehtem Tiefenregler behält man die Labyrinthe stets gut im Blick – erst nach ungefähr einer Dreiviertelstunde Spielzeit schalteten wir für ein paar Minuten in den 2D-Modus zurück, weil die plastische Level-Darstellung und das ständige Anstarren der Affen unsere Augen merklich strapazierte. Den Tiefenregler erst gar nicht aufzudrehen braucht ihr übrigens, wenn ihr Super Monkey Ball 3D mit dem Neigungssensor spielt. Es ist nämlich faktisch nicht möglich, die Affen AiAi, Baby und Co. durch Drehen und Neigen der Konsole durch die Welt zu schleusen und gleichzeitig 3D-Effekte zu genießen. Doch das ist eher eine Unzulänglichkeit der 3DS-Hardware, dafür kann Sega nichts. Die Kippsteuerung funktioniert überaus präzise und bietet ein erfreulich anderes Spielgefühl, als wenn man mit dem Schiebepad zockt.
Witzige Zusatzmodi
Neben dem regulären Spielprinzip haben die Entwickler die Spielmodi "Affenrennen" und "Affenkampf" integriert. Darin liefert ihr euch klassische Duelle nach bewährter Mario Kart- und (wenn auch stark abgespeckter) Super Smash Bros. Brawl-Manier. Diese sind erfreulicherweise sogar für vier Spieler ausgelegt, wobei nicht unbedingt jeder Teilnehmer ein eigenes Spielmodul benötigt. Dennoch: Ihren Vorbildern aus dem Hause Nintendo können die Zusatzmodi nicht das Wasser reichen. Bleibt zum Schluss die Frage, ob ihr Super Monkey Ball 3D braucht, wenn ihr die Vorgänger bereits kennt. Wir meinen: Da Sega das Gameplay nahezu 1:1 aus den Vorgängern übernommen hat, ist das 3DS-Seriendebüt mit Sicherheit kein inhaltlicher Pionier. Aber langjährige "Affenschaukler" wissen ohnehin, worauf sie sich einlassen. Diese Verlässlichkeit bietet kaum eine andere Serie.
