Für Activision ist das größte Problem des Streetball-Knüllers NBA Street kein Thema - die geringe Spieldauer. Während bei dem EA-Titel die einzige Motivation darin bestand, jedes Gegnerteam zu besiegen und Streetball-Größen für den eigenen Kader zu rekrutieren, geht es in Street Hoops beim fünf-gegen-fünf in erster Linie um Geld. Mit dem können Sie nicht nur Courts und Spieler kaufen, sondern auch Tattoos, Klamotten und Schmuck. Ein cooles Auftreten haben die Streetballer jedoch auch ohne die Accessoires. Die teils unglaublichen Dunks, Pass- und Dribbeltricks der Ball-Profis sind super animiert und wirken im Vergleich zu NBA Street sehr erwachsen. Zudem stellen sich die Mitspieler in der Offensive gar nicht so blöd an, laufen sich selbstständig frei und ermöglichen so Doppelpässe.
DEFENSE!!!
Die große Schwäche des Spiels ist zweifellos das unausgewogene Gameplay. Da Activision auf spaßigen Arcade-Basketball setzt, ist jeder Ihrer Spieler von Anfang an äußerst treffsicher. Auch Ihre Gegner scheinen das Zeug zum NBA-Profi zu haben, weshalb sich bei Verteidigungsversuchen schnell Frust aufbaut. Die Rivalen sind bei Dunkings und Korblegern kaum zu stoppen und verwandeln jedes Fast Break mit traumwandlerischer Sicherheit - selbst wenn Sie noch mit erhobenem Arm angeflogen kommen. Im Set Play werden die Konkurrenten dann unfreiwillig von der miesen KI Ihrer Mitspieler unterstützt. Sobald Sie zu weit von dem ballführenden Angreifer entfernt stehen, helfen die Teamkameraden aus und lassen Ihren eigenen Gegenspieler völlig frei unter dem Korb stehen. In anderen Situationen bewegen sie sich dagegen gar nicht vom Fleck. Die gegnerischen Mannschaften sind somit von vornherein kaum zu besiegen, auch wenn Sie selbst ähnlich einfach zu Punkten kommen - werfen Sie aber ein paar Mal daneben, ist das Spiel so gut wie verloren.