Starship Troopers: Extermination im Test: Zu viele Beine

Test Marlin Nixdorf Michael Grünwald
Starship Troopers: Extermination im Test: Zu viele Beine
Quelle: Offworld

I'm doing my part! Mit Extermination erhält Starship Troopers endlich eine Koop-Shooter-Adaption. Ob das funktioniert, verraten wir euch in unserem Test.

Bis auf die Hive-Jagd verlangt außerdem jeder Modus von uns, die Baumechanik des Spiels aufs Volle auszureizen. Dafür stellt uns Starship Troopers: Extermination eine feste, grün leuchtende Baufläche zur Verfügung, auf der wir uns austoben können. Zumindest wenn wir keinen anderen Spielern in die Quere kommen und genug Erze haben, die uns nur nach Erfüllen bestimmter Ziele, wie zum Beispiel beim Erreichen einer neuen Zone, zugerechnet werden.

DIe Baumechanik. Quelle: PC Games Dann können wir uns aus der Hotbar am unteren Bildschirmrand ein Projekt aussuchen und losbauen, was ungefähr darauf hinausläuft, dass wir verzweifelt versuchen, durch aggressives Maus-wedeln eine Position zu finden, in der unsere Bauplanprojektion keines der Felder auf dem Boden rot färbt. Haben wir einen guten Platz entdeckt, müssen wir uns unmittelbar vor das entstehende Gerüst stellen, damit wir den Button-Prompt finden.

Diese super kleinlichen Button-Prompts, die uns abverlangen, dass wir so nah am Objekt unserer Frustration stehen, dass es unser gesamtes Blickfeld einnimmt, und fahrig mit der Maus wackeln, um irgendwo "Drücke und halte E" aufblitzen sehen zu können, frustrieren ungemein in Modi mit Zeitlimits und beschränken sich leider nicht nur auf die Bau-Interaktionen. Durch diese Mechanik wird auch das Munition Aufstocken zur Erbsenzählerei, zumal der Vorgang abbricht, wenn wir zu weit nach links oder rechts schwenken, oder einen Schritt nach hinten gehen.

Buttonprompt zum Salutieren. Quelle: PC Games Das Gefühl, das uns am Ende einer erfolgreichen Mission aber überkommt, wenn wir den riesigen Leichenhaufen unserer Opfer überqueren müssen, um uns aus dem Staub zu machen, ist eines von Erlösung. Ob da jetzt lediglich das zehrende Gameplay beteiligt ist, lassen wir offen. Ihr könnt es euch nach unseren Zeilen sicherlich selbst denken.

Das große Krabbeln

Kenne deinen Feind, Trooper, sonst kannst du ihm nichts anhaben!

Auch außerhalb der Singelplayer-Erfahrung ist Starship Troopers: Extermination ein PvE-Shooter, der uns nur Gegner mit einer Mindestanzahl von sechs Beinen entgegensetzt. In den meisten Modi nähern sie sich uns in Wellen, die es gilt, mit der Waffe unserer Wahl zu rösten, sprengen oder durchlöchern. Hauptsache, sie kommen mit ihren riesigen Krabbelfüßchen nicht in die Nähe unseres aktuellen Verteidigungsziels.

Die Vorgehensweise ist dabei weniger variabel als die verschiedenen Typen selbst: Die Drohnen, kleine, nervige Viecher die schnell und en masse auf uns zustürmen und unsere Zehen anknabbern, können wir genauso wegpusten wie die etwas größeren Krieger, die uns mit ihren langen Insektenbeinen aufspießen wollen.

Ein Presse-Asset zu Starship Troopers Extermination Quelle: Offworld Industries Gunner und Plasma Grenadiere schießen nicht näher erklärte Käfer-Sekrete auf uns und bleiben dafür in weiter Entfernung stehen, während sowohl die aggressiven Tiger Elites als auch die überdimensionierte Royal Guard uns zum Kuscheln auf die Pelle rücken.

So vielfältig sie auch sein mögen, im Grunde fällt jede Bug-Einheit, wenn wir nur lange genug draufhalten. Kein Käfertyp ist anfälliger für bestimmte Waffen als andere. Die einzigen, bei denen sich rot leuchtende Schwachstellen offenbaren, sind die Gunner, denen wir mit einem Scharfschützengewehr ins insektoide Gesicht zielen müssen.

Dem Gameplay-Loop täte es sicherlich gut, wenn verschiedene Bugs auch verschiedene Herangehensweisen erfordern würden. Das würde auch das Klassensystem rechtfertigen, und - General Rico bewahre - vielleicht sogar eine Kombo-Mechanik, die echtes Teamwork erfordert, bestärken. So wie es sich aktuell spielt, können wir Starship Troopers: Extermination gewinnen, ohne einen anderen Trooper auch nur anzusehen.

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