King of Meat: Fall Guys trifft Fantasy-Gemetzel und Little Big Planet - Das ist das neue Koop-Spiel von Amazon Games
Special
In King of Meat prügelt ihr euch mit bis zu drei Freunden durch Parcours, die andere Spieler erschaffen haben. Es wird gemetzelt, gehüpft und gegrieft!
Mit dem Teamplay ist das deswegen so eine Sache: An unsere Koop-Partner fühlten wir uns am ehesten dann erinnert, wenn sie uns (versehentlich oder absichtlich) am Vorankommen hinderten. Abseits davon hüpft und kloppt jeder Spieler meistens für sich und bis auf wenige Ausnahmen mussten wir nur selten wirklich zusammenarbeiten, um voranzukommen.
Zum Abschluss der etwa 10 bis 20 Minuten langen Stages galt es meist, einen langen Kampf mit vielen Widersachern zu überstehen. Hier gibt's den gewohnten Ansatz mit leichten und schweren Angriffen, Lock-On, Blocken und Parieren.
Für schnellere Kills darf auch geschubst werden, vorzugsweise in Richtung stachelbesetzter Abgründe. Feinde haben eine Art Haltungsleiste, und wenn die einbricht, können die Kontrahenten sekundenlang in der Luft gehalten werden.
Rülps 'em Up
Viel zu beachten gab's hier, vermutlich ebenfalls der niedrigen Schwierigkeitsstufe geschuldet, noch nicht. Unter dem Schlag- und Magiehagel vier gestählter Recken zerfielen die Gegnerschnell in ihre Einzelteile. Was wir aber bereits feststellen konnten: Vor allem die höherstufigen Zauber sind imstande, einen ganzen Raum voller Gegner zu filetieren.
Da beschwören wir etwa Bayonetta-esk einen riesigen Fuß, der von oben auf die Feinde stampft, schleudern sie mit einem ätzenden Rülpser von uns weg oder zaubern ein schwarzes Loch herbei. Friendly Fire war bei uns nicht aktiv, der Rülpser lässt aber auch Teamkameraden unfreiwillig durch die Gegend fliegen.
Allgemein ist der Chaos-Faktor passend zum wilden Setting hoch, das Griefing-Potenzial allerdings auch, etwa, wenn sich alle Spieler auf eine Plattform stellen müssen, um weiterzukommen. Die Entwickler versprachen uns jedoch, an Lösungen zu arbeiten, um Spielverderbern entgegenzuwirken.
Nach getaner Arbeit finden wir uns auf dem Ironclaw Plaza ein, um unsere verdienten Währungen in neuen Krimskrams zu investieren, darunter etliche kosmetische Gegenstände wie Rüstungsteile, Waffen, Gesten und Accessoires, die frei auf unserem Körper befestigt werden können.
Neue Zauber, oder hier "Glory Moves", brauchen dabei eine spezielle Ressource, die wir durch eine besonders gute Performance in den Levels abstauben. Was "besonders gut" bedeutet, soll durch die Leistung der Community definiert werden: Den goldenen Pokal gibt's nur, wenn wir mit unserer Punktzahl in den oberen Prozent der Rangliste einer Stage landen.
Allerdings sprachen die Entwickler hier von einer Art Deckelung, damit sich nicht nur die Besten der Besten neue Zauber leisten können. Die Punktzahl wird vor allem durch viel Zerstörung und schnelles Töten in die Höhe getrieben.
Auf die Community angewiesen
Das war dann auch schon das Gameplay von King of Meat: Zerstörung, Gemetzel, quirliges Chaos und viel Customization. Das macht trotz der angesprochenen Macken Spaß, es stellt sich nur die Frage: Für wie lange? Die Antwort darauf muss die Community liefern, indem sie für einen stetigen Zuwachs an neuen Levels sorgt.
Unter dem Gesichtspunkt wird es spannend, wie viele Spieler sich in die blutrünstige Fantasy-Gameshow stürzen werden. Auf Free to Play setzen Glowmade und Amazon Games nämlich nicht. Eine genaue Preisvorstellung haben die Entwickler noch nicht, uns wurde aber gesagt, dass es sich in der Mitte zwischen Indie und Triple-A einpendeln soll, was übersetzt etwa 30 bis 40 Euro bedeuten würde.
Einen Releasetermin hatte Glowmade auch noch nicht parat, dafür aber den Plan, das Spiel nach dem Release noch regelmäßig mit Content zu versorgen. Erscheinen soll King of Meat für PC (Steam), PS5, Nintendo Switch und Xbox-Series-Konsolen. Vor dem Release soll es Playtests geben, damit ihr das Spiel vor dem Kauf ausprobieren könnt.
