King of Meat: Fall Guys trifft Fantasy-Gemetzel und Little Big Planet - Das ist das neue Koop-Spiel von Amazon Games

Special Stefan Wilhelm
King of Meat: Fall Guys trifft Fantasy-Gemetzel und Little Big Planet - Das ist das neue Koop-Spiel von Amazon Games
Quelle: Amazon Games

In King of Meat prügelt ihr euch mit bis zu drei Freunden durch Hindernisparcours, die andere Spieler erschaffen haben. Es wird gemetzelt, gehüpft und gerne auch mal gegrieft!

Der Name eines Spiels kann täuschen: Bei "King of Meat" und mit dem Vorwissen, dass es sich um ein kooperatives Erlebnis handelt, könnte man erstmal an einen besonders fleischlastigen Overcooked-Ableger denken, in dem unter Zeitdruck Steaks und Würstchen gebrutzelt werden.

Mit Overcooked hat das Projekt von Entwickler Glowmade und Amazon Games aber nur zwei Dinge gemein: Koop-Tauglichkeit und ganz, ganz viel Chaos. Wir konnten das Projekt bereits ein paar Stunden lang im Vierer-Koop ausprobieren.

Takeshi's bloody Castle

In buntem Artstyle treten bis zu vier Kämpfer in einer wilden Gameshow an, die das blutrünstige Publikum zufriedenstellen soll. Die Recken schlagen sich durch einen mit Fallen und Monstern gepflasterten Hindernisparcours, stets darum bemüht, die Zuschauer durch Tod und Zerstörung bei Laune zu halten.

Klingt erstmal nach Dystopie und Postapokalypse, ist aber tatsächlich in einer Art Urban-Fantasy-Welt angesiedelt: Es wird mit Armbrüsten, Schwertern und Hämmern gekämpft, hier und da räumt ein mächtiger Zauberspruch auf, und als Feinde tanzen etwa Skelette und Kobolde an.

Der Clou an der Sache: Neben knapp 100 entwicklergenerierten Stages setzt King of Meat ganz besonders auf seine Community, denn jeder Spieler darf selbst zum Baumeister werden. Uns stehen die gleichen Tools zur Verfügung, mit denen auch die offiziellen Stages gebaut wurden, und es soll Belohnungen und Ranking-Systeme geben, um besonders großartige Eigenkreationen noch sichtbarer zu machen.

Beim Anspielen waren wir logischerweise noch auf Entwicklerkursen unterwegs. Den Editor durften wir uns leider auch noch nicht selbst ansehen.

Die Teilnehmer stürmen durch den Parcours. Quelle: Amazon Games

Jump and Slay

Neben Hack-and-Slay-Kämpfen konzentrierten sich unsere Parcours vor allem auf Fall-Guys-eskes Platforming. Da rotieren Stachelwalzen über unseren Köpfen oder gähnende Abgründe wollen mithilfe viel zu kleiner Plattformen überwunden werden.

Und das bitte schön geordnet und der Reihe nach! Um den Chaosfaktor zu erhöhen, blocken sich die Körper der Spieler nämlich gegenseitig ab. Von der Möglichkeit, seine Kollegen zu schubsen oder mit manchen Zaubern durch die halbe Arena zu schleudern, ganz zu schweigen.

Das Hüpfen fühlte sich noch etwas unpräzise an, die Physik nicht ganz austariert, das kann aber natürlich auch eine Sache der Eingewöhnung sein. Allzu hart bestraft werden wir für Fehler ohnehin nicht - es gibt zwar einen Wiedereinstiegs-Pool für das ganze Team, der nicht trockenlaufen sollte, bei Abstürzen werden wir aber auch nicht direkt getötet, sondern verlieren nur Lebenspunkte.

Außerdem ist es möglich, seine gefallenen Kumpanen an Ort und Stelle wiederzubeleben, oder an witzig animierten Dosenfleisch-Automaten zwischen den Räumen, sollte ersteres nicht gelingen.

Sprengfässer auf einer Treppe. Quelle: Amazon Games

Ein Hauch von Grips

Es gibt auch immer wieder mal kleine Rätsel zu lösen, die wir bei den von uns gespielten Levels aber gerne in Anführungszeichen setzen würden, denn viel Nachdenken war da noch nicht erforderlich. Wir schießen mit der Armbrust auf offensichtliche Markierungen, um irgendetwas auszulösen, schnappen uns explosive Fässer, um Durchgänge aufzusprengen oder legen schwere Dinge auf Schalter, damit eine Tür offenbleibt.

Zur Auflockerung taugen die kleinen Aufgaben allemal, und der Baukasten scheint einige Mechaniken zu ermöglichen. Wir hoffen, dass auf höheren Schwierigkeitsgraden noch etwas mehr Engagement von uns verlangt wird. Das liegt zu einem Großteil natürlich auch in den Händen der Levelbastler-Community.

Die ist eingeladen, knackige Parcours zu erstellen, allerdings muss der Schöpfer erst einmal selbst unter Beweis stellen, dass sein Level auch abschließbar ist - gut so! Dass der Ersteller eines Parcours selbst durchmuss, um ihn hochladen zu können, bedeutet im Umkehrschluss auch, dass prinzipiell jeder Kurs solo spielbar ist.

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