Undermine 2 ist endlich im Early Access... und hat mich wieder voll erwischt!
Special
Gerade erst in den Early Access gestartet, hat das Roguelite-Action-Adventure schon jetzt richtig viel zu bieten. Dabei ist längst noch nicht alles perfekt.
Dafür könnte ich mich heute noch ohrfeigen: Vor sechs Jahren habe ich mich Hals über Kopf in ein kleines Action-Adventure-Roguelike verguckt. Kein Meisterwerk, zugegeben - aber für mich war's ein echter Geheimtipp, der mich wochenlang bis in die Morgenstunden motiviert hat. Und wisst ihr was? Ich habe nie darüber geschrieben. Nix. Nicht mal eine News!
Diesen Fehler mache ich nicht noch einmal. Habt ihr schon mal von Undermine gehört? Oder Undermine 2, dem knackfrischen Nachfolger, der gerade erst in den Early Access gestartet ist? Nein? Dann ändern wir das jetzt!
Minenklopper für Genießer
Undermine 2 und sein Vorgänger sind sich so ähnlich, dass man beide in einem Rutsch erklären kann: Sie sind lupenreine Roguelites, die genau wie in klassischen Zeldas oder in Binding of Isaac aus der Draufsicht gespielt werden - und da hören die Gemeinsamkeiten nicht auf. Undermine bedient sich nämlich großzügig bei seinen großen Vorbildern und vereint viele Ideen daraus zu einem geschliffenen Gesamtpaket. Und das gewinnt zwar keine Innovationspreise, macht aber einfach richtig Spaß.
Das Ziel ist simpel: Ihr spielt einen kleinen Bergarbeiter, der sich durch zufallsgenerierte Minen und andere Dungeons kämpfen muss, in denen es vor Monstern, Schätzen und Secrets nur so wimmelt. Stellt euch einfach vor, Link hätte das Masterschwert gegen eine Spitzhacke getauscht, dann seid ihr schon ziemlich nahe dran.
Der Spielablauf ist durchdacht und kommt ohne nervigen Leerlauf aus. Und genau dafür liebe ich Roguelikes: Genau wie Hades, Monster Train 2 oder die vielen, vielen anderen Genre-Highlights nimmt auch Undermine meine knappe Zeit ernst und vertrödelt sie nicht in langen Animationen oder Dialogen, die einfach kein Ende nehmen wollen. Das Gameplay steht im Vordergrund - und steht und fällt mit dem zufallsgenerierten Leveldesign.
Manche Zufallsräume sind eher auf Kämpfe ausgelegt, hier spawnen verschiedenste Viecher, die mich richtig auf Trab halten: Manche feuern Stacheln und Feuerbälle, andere legen Minen, graben sich durch die Erde, schleudern Felsbrocken oder setzen Pfützen unter Strom. Dazu finden sich immer wieder Selbstschussanlagen, Fallen, Gruben, explosive Fässer oder andere Hindernisse in den Arenen, die für Nervenkitzel sorgen. Vor allem spätere Levels spielen sich dadurch teilweise verdammt fordernd. Undermine bleibt zwar meistens fair, ist aber definitiv auch kein Spiel für Warmduscher.
Bildergalerie
Es gibt aber auch viele Räume, in denen man nicht kämpfen, sondern kleine Rätsel lösen, Hindernisse überwinden, Schätze erreichen oder Secrets freilegen muss. Da gibt es verschlossene Türen, die sich nur mit seltenen Schlüsseln öffnen lassen. Schatzkisten, die wertvolle Upgrades ausspucken (und sich hin und wieder in bissige Mimics verwandeln). Überall gibt es Goldadern zu entdecken, man kann sie natürlich mit der Spitzhacke zerdeppern - aber Vorsicht, es spawnen sofort kleine, niedliche Blobs, die blitzschnell versuchen, sich die Goldnuggets unter den Nagel zu reißen. Also besser schnell einsacken, sonst geht der Schatz flöten!
Und natürlich findet ihr immer wieder wertvolle Relikte, die euch besondere Fähigkeiten verpassen. Da wird die Spitzhacke plötzlich zur zielsuchenden Wurfaxt, mit beflügelten Stiefeln schwebt ihr lässig über Abgründe, magische Bomben lassen Felsblöcke in einem Goldregen explodieren oder besiegte Gegner spawnen freundliche, kleine Spinnen - es gibt massenhaft Zeug zu entdecken!
Quelle: Thorium
Beim Händler geben wir gesammeltes Gold für Tränke, Items und Upgrades aus.
Nach jedem Tod müsst ihr die schöne Beute allerdings wieder abgeben, das gehört im Genre schließlich dazu. Weil die Undermine-Spiele aber waschechte Roguelites sind, dürft ihr bestimmte Schätze behalten und euch dafür dauerhafte Verbesserungen für euren Spielcharakter kaufen. So werdet ihr im Laufe der Zeit immer stärker, könnt euch in tiefere Dungeons vorwagen und irgendwann auch den letzten Boss auf die Matte schicken. Und das hat mir vor ein paar Jahren schon richtig viel Spaß gemacht.
Und was macht Undermine 2 jetzt eigentlich besser?
Undermine 2 spielt sich exakt so wie der erste Teil: Der Spielablauf ist auf den ersten Blick fast identisch, nahezu alle Mechaniken wurden übernommen und auch der Grafikstil erinnert - trotz deutlicher Fortschritte - schon verdächtig an den Vorgänger.
Doch in mancher Hinsicht legt Undermine 2 auch ein paar ordentliche Schippen drauf. Ganz weit oben auf der Feature-Liste: Ihr dürft das gesamte Abenteuer nun auf Wunsch im Koop-Modus erleben, wenn ihr Lust darauf habt. Einen richtigen Online-Koop-Modus gibt es zwar nicht, aber zumindest könnt ihr auch via Steam Remote gemeinsam über das Internet spielen.
