Mikrotransaktionen & Dark Patterns: So nutzen Publisher die Leidenschaft für Fashion aus
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Der Wunsch nach coolen Outfits ist den Publishern mittlerweile bekannt. Leider reagieren nicht alle darauf mit Features, um ihn zu unterstützen, sondern nutzen die Begeisterung aus.
Echtes Geld für virtuelle Kleidung
Das wachsende Interesse an Fashion hat aber auch seine Schattenseiten. Denn nicht alle gehen wohlwollend darauf ein und geben den Spielern mehr Möglichkeiten zur Individualisierung an die Hand, zumindest nicht kostenfrei.
Gerade in Multiplayer- und Free-to-Play-Spielen stoßen wir immer häufiger auf zusätzliche Inhalte, für die wir in die eigene Tasche greifen müssen. Die coolsten Kostüme kosten dann gerne mal echtes Geld oder sind nur im Zuge eines Battle Pass erhältlich. Und wenn wir einen schicken Skin und direkt daneben die tickende Uhr für einen fetten Rabatt sehen, löst das auch bei uns etwas aus.
Zur Finanzierung von kostenlos spielbaren Games ist das insgesamt ja noch verständlicher als bei Vollpreistiteln, die dann noch mit einer ganzen Stange an optionalen Inhalten versehen werden. Aber selbst bei rein kosmetischen Skins, die keinen Einfluss auf das Gameplay nehmen, ist das richtige Game Design der Schlüssel.
Laut ihr könne das zum Beispiel so aussehen, dass man ohne Echtgeld zwar nicht das eindrucksvolle Outfit aus dem Shop bekommt, mit genügend Zeit und vielleicht sogar spielerischer Begabung dafür aber eine andere besondere Rüstung freischalten kann.
Das gleiche zwar nicht immer alle Unterschiede aus, könne aber schon ausreichen, damit die Spieler weiterhin Lust aufs Zocken haben. Problematisch werden solche Strategien aber vor allem dann, wenn sie an junge Menschen gerichtet sind.
Besonders kritisch wird es laut ihr, wenn sogenannte Dark Patterns zum Einsatz kommen. Also, wenn es zum Beispiel eine künstliche Verknappung gibt, sei es durch einen eingeschränkten Zeitraum oder andere Limitierungen, um bei den jungen Spielern Druck aufzubauen.
So wird die Begeisterung für Mode nur vermeintlich durch eine große Auswahl gefördert. Letztendlich wird die Leidenschaft zu einem Geschäftsmodell und lässt sich nicht mehr ganz so frei ausleben, wie es zunächst scheinen mag.
Vielleicht nicht logisch, aber wichtig
Am Anfang haben wir uns die Frage gestellt, wieso wir Style über Stats stellen und schlechtere Werte in Kauf nehmen, nur um gut auszusehen. Jetzt wissen wir, dass das keine rationale Entscheidung, sondern ein zutiefst menschliches Bedürfnis ist.
Quelle: PC Games
Auf Vorteile zu verzichten, nur um gut auszusehen: Vielleicht ist das doch gar nicht so unlogisch, wie es zunächst klingt. Schließlich ist es ein menschliches Bedürfnis, die eigene Identität auszudrücken.
Vielleicht ist die eigentliche Frage also gar nicht, warum wir unsere Prioritäten so legen. Stattdessen lohnt es sich, den Blick darauf zu lenken, wie Spiele damit umgehen und es uns ermöglichen, uns mithilfe von Fashion auch auf dem Bildschirm selbst zu verwirklichen.
Videospiele sind schließlich so viel mehr als ein reines Unterhaltungsmedium zum Zeitvertreib. Wir tauchen für viele Stunden in eine völlig andere Welt ein, schlüpfen in verschiedenste Rollen und erleben Abenteuer, die in der Realität undenkbar wären.
Genau diese Erfahrungen wollen wir nicht nur aus der Perspektive eines Außenstehenden erleben. Wir wollen mitten im Geschehen sein und das auch mithilfe der passenden Kleidung ausdrücken. Je stärker die Entwickler auf diesen Wunsch eingehen, desto bewusster können wir unsere eigene Identität ins Spiel einfließen lassen. Und dabei können eben selbst die besten Stats kein stylishes Outfit ersetzen.
Was ist euch persönlich wichtiger: Style oder Stats? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
