Spider-Man Remastered: Der Marvel-Kracher zündet auch auf dem PC - Test mit Video!
Test
Wenige Monate nach der tollen PC-Fassung von God of War kommt auch das vormals Playstation-exklusive Spider-Man auf Steam und in den Epic Games Store. Wir haben uns durch die Remastered-Version des Superhelden-Knallers geschwungen und verraten euch, ob es Spidey immer noch draufhat und wie gut die Portierung gelungen ist.
Im Rahmen von Sonys Strategie, seine PS4-Bibliothek nach und nach auf den PC zu portieren, hat nach Horizon: Zero Dawn, Days Gone und God of War nun auch Spider-Man den Sprung auf Steam und in den Epic Games Store geschafft. Und genau wie der nordische Kriegsgott kommt Spidey mit allen Zusatzinhalten, aufgebohrter Optik und einem stolzen Preis von 60 Euro daher. Wir haben uns mit der freundlichen Spinne durch die New Yorker Nachbarschaft geschwungen und verraten euch, ob das Spiel auch auf dem PC sein Geld wert ist.
Wie der Titel schon verrät, bekommen PC-Spieler die Remastered-Fassung des Titels, die bislang nur zusammen mit der Ultimate Edition des Nachfolgers, Spider-Man: Miles Morales, auf der PS5 erhältlich war. Mit der hatte Entwickler Insomniac das 2018 erschienene Spiel nachträglich um Raytracing und haptisches Feedback für den Dualsense-Controller erweitert. Beides steht auch in der PC-Version zur Verfügung, entsprechende Hardware vorausgesetzt. Ansonsten ist die PC-Fassung inhaltsgleich mit den Konsolenversionen - was bedeutet, dass euch hier nichts weniger als eines der besten Superhelden-Spiele überhaupt erwartet!
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Die Story: Gelungene Work-Life-Balance
Spider-Man erzählt eine eigens für das Spiel geschriebene Geschichte, in der Peter Parker schon seit acht Jahren hinter der Spinnenmaske für Recht und Ordnung sorgt. Entsprechend hat er bereits so einige New Yorker Bösewichter gegen sich aufgebracht und arbeitet als Peter Parker mit Dr. Otto Octavius sowie als Spider-Man mit Yuri Watanabe und Jefferson Davis vom NYPD zusammen. Außerdem muss er sich privat noch um seine Beziehung zu Quasi-Freundin Mary Jane Watson und um die gute Tante May kümmern.
Quelle: PC Games
Wie für Sonys aktuelle First-Party-Spiele üblich, sind die Charaktermodelle hervorragend.
Nachdem ihr in der Eröffnungsmission den dicken Verbrecherboss Fisk alias Kingpin hinter Gitter gebracht habt, verfolgt ihr die Spur der "Dämonen" um Mister Negative, die den New Yorker Bürgermeister stürzen wollen. Zwar verbringt ihr den Großteil eurer Spielzeit im Spinnenanzug, ihr seid aber auch regelmäßig als Peter Parker, MJ und Miles Morales unterwegs - meist, um Beweise zu sammeln, Schleicheinlagen zu erledigen oder in Peters Laborkittel an Dr. Octavius' Prothesenforschung zu arbeiten.
Zwar sind die vielen Ausflüge ins Privatleben spielerisch und erzählerisch selten so interessant wie die Hauptgeschichte, die Kampagne ist aber durchweg unterhaltsam, flott gepaced und trifft teils sogar ein paar emotionale Töne. Ihren Job als kurzweilige Popcorn-Unterhaltung erfüllt sie also, auch wenn manche der vielen Bösewichter etwas halbgar verwurstet werden.
Das Movement: Konkurrenzlos gut
Der Star in Spider-Man ist aber ganz klar das fantastische Gameplay, bei dem die Entwickler vor allem die Bewegung durch die Stadt phänomenal umgesetzt haben. Indem ihr einfach nur einen Knopf gedrückt haltet, schießt ihr euren Spinnenfaden an den nächsten Ankerpunkt und schwingt euch elegant durch die Häuserschluchten.
Für Geschwindigkeits-Boosts streut ihr zwischendurch Sprünge ein oder katapultiert euch von Schornsteinen und Antennen. Zusätzlich könnt ihr an jeder beliebigen Wand entlang- oder emporlaufen.
Quelle: PC Games
Dank der toll gestalteten Spielwelt und des superben Movements macht es riesigen Spaß, sich einfach nur durch New York zu bewegen.
All diese Manöver lassen sich elegant verbinden, sie sind toll animiert und vermitteln ein hervorragendes Geschwindigkeitsgefühl. Zudem erkennt und interpretiert das Spiel eure Eingaben derart präzise, dass ihr trotz der vielen Möglichkeiten schon nach kurzer Spielzeit souverän und spektakulär über die Dächer von New York fliegen könnt. Kurz gesagt: Spider-Mans Movement-System ist ein absoluter Hochgenuss - wer hier noch schnellreist, ist selbst schuld.
Die Kämpfe: Vielseitig, spektakulär, befriedigend
Auch beim Vermöbeln der bösen Buben gibt sich das Spiel keine Blöße und hat ein intuitives und enorm spaßiges Kampfsystem in petto.
Wie in den Batman-Arkham-Titeln bekommt ihr es meistens mit Gegnergruppen zu tun, die ihr mit den Fäusten und allerlei coolen Spezialfähigkeiten K.O. schlagt. Durch das vielseitige Movement und die Möglichkeit, sich schnell an Feinde heranzuziehen, spielen sich Spideys Kämpfe oft in der Luft ab und sehen ähnlich spektakulär aus wie die Bewegung durch die Stadt.
