Die Missionsziele sind
allesamt sehr ähnlich gestaltet.
Activisions DS-Version von Spideys Hel-den-abenteuer soll zeigen, was die neue Hardware zu leisten vermag. Als Hintergrundgeschichte dient eine Kombination aus den Ereignissen des zweiten Kinofilms und neuen Geschehnissen. Obwohl das gesamte Spiel in 3D-Grafik erstrahlt, wurde das Spielprinzip auf lediglich zwei Dimensionen begrenzt. Insgesamt 16 Kapitel werden durch gerenderte Standbilder eingeleitet und miteinander verknüpft. Außerdem muss der Spieler auf die totale Freiheit, die die GameCube-Fassung erst so faszinierend gemacht hat, verzichten. Alle Kapitel sind durch und durch linear aufgebaut und bieten Missionsziele, die sich stark ähneln. Meistens muss man eine festgelegte Anzahl an Geiseln retten, Roboter eliminieren, Schalter betätigen oder Bösewichter ausschalten. Spider-Man kann sich auch auf dem Nintendo DS auf eine Vielzahl von Aktionen stützen, um dem Gangster-Pack den Garaus zu machen. Neben Schlag- und Trittkombinationen kommen auch die besonderen Spinnenfähigkeiten zum Zug. Spidey kann sich an Wände heften, weite Strecken schwingend überwinden und mit seinem Spinnensinn das Geschehen in Zeitlupe ablaufen lassen. Andere Spezialfähigkeiten müssen erst freigeschaltet werden, was sich angesichts des hohen Schwierigkeitsgrads nicht selten als sehr schwierig erweist. Viele Kapitel sind erst beim wiederholten Versuch zu schaffen, da die Ziele zum Teil sehr gut verborgen sind. Wenn dann noch ein zusätzlich erschwerendes Zeitlimit hinzukommt, ist stellenweise sogar richtig Frust angesagt. Die fehlenden Rücksetzpunkte machen diesen Umstand nicht gerade erträglicher. Vereinzelte Fehler in der Kollisionsabfrage, wie zum Beispiel in der Luft stehende Gegner, trüben ebenfalls das ansonsten gute Spielerlebnis. Allgemein macht Spider-Man 2 für den DS eher sporadischen Gebrauch vom Touchscreen. Bei Missionen, in denen zum Beispiel Schalter betätigt oder Bomben entschärft werden müssen, kommt der innovative Touchscreen dann aber doch zum Einsatz, indem man den Zünder durch eine unter Strom stehenden Passage führen muss. Auch bei Bosskämpfen kann Spidey durch die Benutzung des unteren Bildschirms Gefahren abwenden, indem er beispielsweise im Kampf gegen Doctor Octavius heranfliegende Trümmer durch eine Netzsalve abwehrt. Grafisch zeigen die aufwendigen 3D-Bauten im Hintergrund und die hübschen Animationen der etwas zu klein geratenen Figuren bereits, dass im DS eine wesentlich fortgeschrittenere Technik schlummert. Leider wiederholen sich die Levels ziemlich oft und so kann optisch schon mal Langeweile aufkommen. Über die Akustik gibt es nichts zu meckern. Gute Musikstücke und Soundeffekte unterstreichen die Action des Spiels. Der Nintendo-DS-Einstand des Marvel-Superhelden ist gut gelungen, auch wenn einige Fehler einer höheren Wertung im Wege stehen.
