Soulstice angespielt: Endlich weint der Teufel wieder - Mit Video!

Special Stefan Wilhelm
Soulstice angespielt: Endlich weint der Teufel wieder - Mit Video!
Quelle: Reply Game Studios / Modus Games

Übertrieben, durchgestylt, blutig: Mit Soulstice entsteht bei den italienischen Reply Game Studios ein Hack & Slay, wie es im Buche steht. Wir haben uns durch ein frühes Kapitel des Dark-Fantasy-Schnetzlers gekämpft und finden: Es wurde wirklich mal wieder Zeit für ein solches Spiel!

Hack & Slay, Character Action Game, Spectacle Fighter: Das seinerzeit von Devil May Cry begründete und aktuell vor allem von Capcom und Platinum Games weitergeführte Genre hat viele Namen. Während man sich in der siebten Konsolengeneration vor hochkarätigen Schnetzelspielen kaum retten konnte, fristet das Genre mittlerweile seit Jahren ein Schattendasein. Wenn God of War zum narrativen Action-Adventure wird, Bayonetta 3 immer noch auf sich warten lässt und das nächste DMC noch nicht einmal angekündigt ist, womit soll man sich dann die Finger wundkloppen?

Die Antwort kommt von Reply Game Studios. Mit Soulstice (jetzt kaufen 24,95 € ) haben die Italiener ein Hack & Slay in der Mache, das Freunde des gepflegten Gemetzels sofort ansprechen dürfte. Es gibt übertriebene Action, schnelle Bosskämpfe und ein Kampfsystem, das ordentlich Tiefe bei gleichzeitig hoher Zugänglichkeit verspricht. Wir konnten uns vorab durch ein frühes Kapitel des Spiels kämpfen und berichten von unseren Eindrücken aus Soulstice.

Ein Schwert und eine Seele

An bestimmten Orten können wir mithilfe Hologramm-artiger Geister beobachten, was im Königreich vor der Katastrophe passiert ist. Quelle: Reply Game Studios / Modus Games An bestimmten Orten können wir mithilfe Hologramm-artiger Geister beobachten, was im Königreich vor der Katastrophe passiert ist. Die größte Besonderheit an Soulstice ergibt sich aus der Story-Prämisse: Wir spielen eine Chimera, also eine Verschmelzung zweier Seelen. Während wir die stachelige Ritterin Briar direkt steuern, sitzt uns unsere magiebegabte Schwester Lute in Geisterform auf der Schulter. Die beiden erforschen ein zerstörtes Königreich, in dem sich unzählige Dimensionsrisse aufgetan haben und versuchen, die einströmenden Monsterhorden zurückzuschlagen.

Mit der simplen Prämisse wollen die Entwickler aber nicht nur einen Grund fürs Gemetzel liefern, sondern eine Coming-of-Age-Geschichte erzählen, die vor allem das Verhältnis der beiden Schwestern zueinander beleuchten soll. Zu diesem Zweck hat Soulstice eine prominente Sprecherin an Bord: Stefanie Joosten, bekannt als Quiet aus Metal Gear Solid 5, vertont sowohl die fragile Lute als auch die abgebrühte Briar.

Wie viel Story uns im fertigen Spiel erwartet und ob sie den Versprechungen der Entwickler gerecht wird, können wir nach der kurzen Preview-Session zwar noch nicht sagen, das Team verfolgt aber insgesamt einen für dieses Genre lobenswerten Ansatz: Gameplay steht bei Soulstice absolut an erster Stelle - und das spürt man!
Waffen lassen sich flüssig und während der Combo wechseln, sieben Stück soll es insgesamt geben. Darunter offenbar auch einen Bogen. Quelle: Reply Game Studios / Modus Games Waffen lassen sich flüssig und während der Combo wechseln, sieben Stück soll es insgesamt geben. Darunter offenbar auch einen Bogen.

Blutig, aber gut durch

Das Hack & Slay steuert sich direkt und geschmeidig, die Attacken haben ordentlich Wucht, das Trefferfeedback ist saftig. Wie der schwarze Ritter Guts in seinen besten Zeiten verarbeiten wir Horden von Monstern mit unserem Riesenschwert zu rohem Gulasch.

Im von uns gespielten Kapitel durften wir die Klinge auch noch in einen schweren Hammer verwandeln oder eine flinke Peitsche einsetzen, beides lässt sich komfortabel auf einen zweiten Facebutton legen und per Steuerkreuz auch während einer Combo wechseln. Insgesamt soll es sieben verschiedene Waffen im Spiel geben.
Während die Gesichtsanimationen sehr statisch daherkommen, können sich Effekte, Umgebungen und der allgemeine Stil durchaus sehen lassen. Quelle: Reply Game Studios / Modus Games Während die Gesichtsanimationen sehr statisch daherkommen, können sich Effekte, Umgebungen und der allgemeine Stil durchaus sehen lassen.

Yin und Yang

Während wir als Briar fürs Grobe zuständig sind, unterstützt uns Schwester Lute mit KI-gesteuerten Fernangriffen, fängt Geschosse ab und friert Gegner mitten im Angriff ein. Für die Defensivmanöver müssen wir aktiv einen Knopf drücken, was uns das Spiel aber per Einblendung ankündigt - sehr nützlich in den chaotischen Massenschlachten. Außerdem müssen wir nicht stehenbleiben, um Schaden abzublocken, was den Kämpfen spürbar Geschwindigkeit verleiht.

Die Komplexität erhöht Soulstice mit einer Mechanik, die Lute rote oder blaue Kraftfelder erschaffen lässt, in denen gleichfarbige Gegner oder Kristalle dann erst verwundbar werden. Im Kampf kommt außerdem ein Synergiesystem zum Einsatz, das uns für fehlerfreie Angriffsserien einen mächtigen Finisher benutzen lässt, und nach jedem größeren Gefecht wird unsere Performance mit Medaillen bewertet.

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