Im Weapon-Master-Modus können Sie Ihren Kämpfer auch aufleveln.
Heihachi - Gesundheit
Unter den zwölf Charakteren befinden sich fast nur Haudegen, die sich schon auf dem Dreamcast geprügelt haben. Wie Sie aber wahrscheinlich wissen, hat jede der drei Konsolenvarianten von Soul Calibur II (neben dem reptilienartigen Kämpfer Necrid) auch eine eigene, neue Figur bekommen. So dürfen sich Xbox-Kämpfer über Todd McFarlanes kultigen Spawn freuen, während Nintendo-Fans mit Link den aus ihrer Sicht sicherlich besten Charakter spendiert bekommen haben. Einen wirklich einzigartigen Charakter finden Sie aber auf der PS2: Heihachi Mishima aus der Tekken-Serie. Den werden viele Spieler sicherlich als die uncoolste der drei eben genannten Figuren befinden, da er aber der einzige Soul Calibur-Kämpfer ohne Waffe ist, stellt er aber tatsächlich eine kleine Besonderheit dar. Abgesehen von der Frage, welche Figur die beste ist, stellt sich jetzt für alle Prügelspiel-Fans natürlich die Frage, ob Soul Calibur II auch wirklich das beste Beat em Up ist. Lohnt sich der Kauf überhaupt? Die Antwort darauf liegt ganz bei Ihnen selbst: Je nachdem was für ein Spielertyp Sie sind, finden Sie die Antwort in unserem umfangreichen Detail-Check, in dem wir ganze fünf Titel miteinander vergleichen. Besonders bietet sich aber der Vergleich zum weiter oben bereits kurz angesprochenen Virtua Fighter an, ein Titel, der nicht nur unter Spielern, sondern auch bei uns in der Redaktion die Lager spaltet. Virtua Fighter mag ein geniales Prügelspiel mit einem unerreichten Kampfsystem sein, kann aber eine für Prügelspiele immens wichtige Eigenschaft nicht bieten: einen schnellen und einfachen Einstieg. Prügelspiel-Profis, für die Beat em Ups nicht nur einfach Spiele, sondern eine zu perfektionierende Kunst sind, ist das wohl relativ egal. Aber gerade Anfänger dürften mit Soul Calibur II einen tollen Einstieg ins Genre finden. Und wer einmal mit Soul Calibur II angefangen hat, kann sich auch hier eine ähnlich virtuose Kontrolle über seinen Lieblingscharakter erarbeiten wie bei Virtua Figh-ter. Jeder Kämpfer hat verschiedene Eigenschaften, auf die Sie sich beim Spielen einstellen müssen: Kilik hat dank seines Stabes eine große Reichweite, ist im direkten Nahkampf aber etwas langsam, Ivy kann ihre Waffe als Schwert oder Peitsche einsetzen, weshalb Sie gleich zwei Angriffsarten beherrschen müssen, und Astaroth ist zwar sehr stark, aufgrund seiner Trägheit erfordert er aber eine vorsichtige Vorgehensweise im Kampf.
Du bist so schön
Auch von technischer Seite gibt es fast nichts zu bemängeln. Die Grafik ist ein echter Augenschmaus! Überall blitzen Lichteffekte und die Animationen sind so butterweich und schön anzusehen, dass Soul Calibur II schon beim Zuschauen mehr Spaß macht als so manch anderer Titel. Die Musik bietet hingegen keine solchen Ohrwürmer wie noch die Vorgänger. Sie ist beileibe nicht schlecht, doch das Titellied aus Soul Edge und die bombastischen Hintergrundmelodien aus Soul Calibur erreicht der Titel einfach nicht mehr. Trotzdem passt hier einfach alles zusammen. Mit Soul Calibur II können Sie als Beat em Up-Fan nichts falsch machen. Besonders dann nicht, wenn Sie sich mit einem Freund im Multiplayer-Modus prügeln - denn dann offenbart dieser Titel sein wahres Spaß-Potenzial.
