Porsche unter den Rodlern

Test

Monster-Hovercraft mag keine Freestyle-Raser. Monster-Hovercraft mag keine Freestyle-Raser. Coolness statt Alibi-Sport, waghalsige Tricks statt trockener Regeln - dadurch zeichnet sich das EA Sports-Label BIG aus. Mit dem Rennspiel Sled Storm überträgt der Entwickler nun das motivierende Spielprinzip von SSX auf übermotorisierte Schneemobile. Mit Ihren wendigen Kettenfahrzeugen heizen Sie auf Pisten in der ganzen Welt gen Talsohle. Dabei müssen Sie an Rampen und Schanzen halsbrecherische Stunts vollführen, um Ihr Turbometer aufzuladen. Ohne das wird die Jagd nach einer vorderen Platzierung nämlich alles andere als einfach: Durch die ausgetüftelte Gegner-KI erweisen sich die Computerfahrer als harte Konkurrenten, die sogar versteckte Abkürzungen nutzen. Spannende Duelle sind also garantiert.Das abwechslungsreiche Streckendesign ist wohl der eigentliche Clou des Titels. Verwinkelte Schluchten, schneebedeckte Straßenzüge und Häuserdächer werden ebenso zur Rennpiste wie vereiste Seen und Lavahöhlen. Zudem sind die Kurse oftmals nicht begrenzt. Biegen Sie an manchen Stellen "falsch" ab, können Sie häufig Kilometer und Zeit sparen - oder Bekanntschaft mit einem im Grunde unbeteiligten, riesigen Luftkissenboot machen. Die Strecken sorgen also für eine Menge Spaß und vor allem die mit einem Totenkopf gekennzeichneten Abkürzungen für Adrenalinschübe. Hier müssen Sie sich unter anderem ohne Streckenmarkierungen durch winterliche Landschaften kämpfen oder von Plattform zu Plattform springen. Erfolgreiche Pfadfinder werden sich dafür an der Spitze des Feldes wiederfinden.Technisch macht Sled Storm einiges her. Der Titel basiert auf der Engine von SSX Tricky und nur selten trüben kleinere Ruckler das Rennvergnügen. Ansonsten geht der Geschwindigkeitsrausch sofort ins Blut über - die sensible Steuerung hat einen großen Anteil daran. Durch geschickte Slides mit den Schultertasten können Sie selbst noch so enge Kurven temporeich durchfahren. Tolle Partikeleffekte wie aufspritzender Schnee runden die Schlittenhatz ab, wobei dieses sehenswerte Effektschauspiel auch zum großen Nachteil werden kann. Die Schneegischt des Vordermanns sorgt schnell dafür, dass man sich orientierungslos neben der Piste wiederfindet. Manche Kurse sind zudem so überladen, dass es fast eines Navigationssystems bedarf, um bei hohem Renntempo das Loch im Texturenteppich zu finden - und dass, obwohl Übersicht eigentlich das A und O sein sollte. In offenem Terrain überzeugt der EA-Titel jedoch durch eine enorme Sichtweite. Genretypisch können Sie durch vordere Platzierungen und eine vorgegebene Anzahl an Trickpunkten neue Sportler, Fahrzeuge und Tuningteile freischalten. Die Streckenkenntnis spielt dabei eine große Rolle: So lassen sich auf späteren Kursen bestimmte Abgründe nur durch den gut getimten Einsatz des Turboboosts überwinden. Um mehrmaliges Durchspielen kommt man allerdings auch wegen der vielen zu entdeckenden Abkürzungen nicht herum. Ganz klar, dass die motivierenden Schneemobil-Rennen im Zweispielermodus noch mehr Spaß machen. Darüber hinaus können Sie sich mit drei weiteren Spielern im Zeitfahren messen.

Bildergalerie: Sled Storm 2
Bild 1-3
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Wertung zu Sled Storm 2 (PS2)

Wertung:

83 /10

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