In Lucifer´s Call darf man dem Tod im wahrsten Sinne des Wortes trotzen.
Mondscheinsonate
Wie in Final Fantasy werden Sie auch in Lucifer's Call in Zufallskämpfe verstrickt. Die Häufigkeit dieser Kämpfe hängt von den Mondphasen ab. In der linken oberen Bildschirmecke sehen Sie, wie voll der Mond ist. In bestimmten Phasen sind die Gegner aggressiver und zahlreicher als in anderen.
Wenn Sie solche Mondphasen geschickt zu Ihren Gunsten einzusetzen wissen, können Sie entweder selbst mit einer geschwächten Gruppe problemlos durch Feindgebiet marschieren oder relativ flott aufleveln. Letzteres ist dringend nötig. Viele Bosskämpfe sind recht schwer. Daher müssen Sie oft erst eine höhere Stufe erreichen, um überhaupt eine Siegeschance zu haben. Solche mitunter nervigen Auflevel-Orgien sind allerdings der einzige Malus dieses Titels.
Alt, aber gut
In Japan ist Shin Megami Tensei seit nunmehr über zwei Jahren erhältlich. Bereits beim Originalrelease war der Titel optisch nicht das Nonplusultra. Die Umgebungen erfüllen ihren Zweck, könnten aber ein wenig hübscher aussehen und selbst im 60-Hz-Modus flimmert der Titel. Zudem sind die Dungeons allesamt recht linear gestaltet.
Letzteres fällt allerdings weniger negativ ins Gewicht als die Optik, weil das Spiel sehr gut geskriptet ist. So werden Sie keinen Level finden, in dem nicht etwas Spannendes passiert. Da findet man Hinweise auf ein paar alte Freunde, die die Apokalypse ebenfalls überlebt zu haben scheinen, oder trifft auf Gevatter Tod persönlich, der einen zum Duell herausfordert.
Unterlegt werden sämtliche Kämpfe mit cooler Rockmusik. Sehr viel mehr werden Sie aber nicht hören, da auf Synchronsprecher komplett verzichtet wurde. Der Bildschirmtext ist dafür komplett in Deutsch und erfreulich gut übersetzt.
