Koei, die Macher von Dynasty Warriors und Kessen, versetzen uns mit ihrem neuesten Streich Samurai Warriors in das Japan des 16. Jahrhunderts, wo der geneigte Spieler mehr oder weniger historische Schlachten am heimischen Bildschirm austragen kann. Zwischen Burgmauern und auf Schlachtfeldern kämpft man sich bei diesem taktischen Actiongame durch gewaltige Gegnermassen und versucht, die vorgegebenen Missionen erfolgreich zu absolvieren. Dafür stehen fünf unterschiedliche Figuren zur Verfügung, die allesamt ihre individuellen Stärken und Schwächen bezüglich Angriff und Verteidigung haben und mit verschiedenen traditionellen japanischen Waffen ausgerüstet sind. Nicht fehlen dürfen in einem Spiel dieser Art die Comboattacken, die per Tastenkombination nahezu unendlich in die Länge gezogen werden können, sowie die so genannte Mousu-Kraft, welche in brenzligen Situationen dem Spieler zusätzliche Kraft verleiht und die Feinde förmlich von ihm wegschleudert. Auf dem Schlachtfeld sammeln Sie nicht nur Erfahrungspunkte, die rollenspielähnlich zur Statusverbesserung des eigenen Kämpfers verwendet werden, Sie sacken auch Gegenstände und Waffen ein. Diese werden nach jedem Level entweder angelegt oder benutzt. Zur Fortbewegung stehen die guten alten Füße oder Pferde zur Verfügung, wobei Letzteren aufgrund ihrer lächerlichen Sprunganimationen wahrscheinlich auch das olympisches Gold im Military-Reiten aberkannt werden würde.
Schwächen über Schwächen
Positiv hervorheben kann man bei Samurai Warriors den mit 90 Levels und 500 Nebenmissionen enormen Umfang und die große Auswahl an Spiel-Modi. Der Spieler hat sich zwischen dem Story-, dem freien, dem Überlebens-, dem Zweikampf- und dem Wettkampf-Modus zu entscheiden und erledigt die Aufgaben mit einem selbst erstellten oder vorgefertigten Kämpfer in immer wieder neu generierten Umgebungen. Leider war es das auch schon an positiven Wertungen für Samurai War-riors. Die Grafik ist durchschnittlich, zu dunkel und absolut nicht mehr zeitgemäß, die Sprachausgabe klingt blechern und die gegnerische Intelligenz fehlt völlig. Schließlich kann man das gesamte Spiel einschließlich Endgegner durchspielen, wenn man nur wie ein Wahnsinniger auf die X-Taste drischt. Da machen auch die diversen Boni und die gute Gamepad-Belegung den einfallslosen Spielablauf nicht wieder wett.