Man hat gar keine Zeit, die schöne Aussicht zu genießen!
Die verrückten Snowboard Kids sind zurück - quietschfidel und vergnügt, aber alles andere als brav. Schon auf dem N64 stürzten sich die jungen Rabauken halsbrecherisch den Hang hinunter und bewarfen sich gegenseitig mit Bratpfannen, Bomben oder Eiszapfen. Die Wintersportsaison 2005/2006 ist zwar schon fast vorbei, aber die letzten Schneereserven werden noch einmal zusammengeschaufelt, damit die Kids auf dem DS die Pisten unsicher machen können.
Augen zu und durch!
Die Recken von damals sind noch immer dieselben: Slash Kamei, Nancy Neil, Jam Kuehnemund, Tommy Parsy und neu dabei Brad Maltinie und Koyuki Tanaka. Im World-Tour-Modus geht es mit diesen die Pisten in New York, San Francisco, Japan, China oder Frankreich hinunter. Mal sind es steile Berghänge, die euch das Leben schwer machen, dann wieder Steilwände oder die Häuserschluchten in New York. Abwechslung auf der Strecke ist garantiert.
Noch immer gibt es jede Menge Extras wie Gewichte, Nebel, Minen oder riesige Wände, mit denen ihr euren Gegnern mächtig einheizt. Hier kommen die speziellen Fähigkeiten des DS zum Tragen. Plötzlich auftauchender Nebel muss mittels des Mikrofons weggepustet werden oder ihr müsst euren Boarder wachschreien, wenn ein Gegner euch zum Einschlafen gebracht hat. Bei all diesen Aktionen solltet ihr eure SBK-Leiste am unteren Bildschirmrand nicht aus den Augen verlieren.
Mit kleinen Tricks und Sprüngen füllt ihr diese auf, um an großen Schanzen so richtig den Larry raushängen zu lassen. Mittels Touchscreen aktiviert ihr Spezialtricks und müsst beispielsweise sechsmal auf den Bildschirm tippen. Gelingt euch das, vollführt ihr einen waghalsigen Stunt, der eure Extras verbessert oder bei der Landung einen Geschwindigkeitsverlust verhindert.
Wie immer geht es bei den Snowboard Kids nicht nur einmal den Berg hinunter, sondern es erwarten euch mehrere Durchgänge. Ein Lift befördert die Boarder in Sekundenschnelle wieder an den Anfang der Piste und die Hatz geht von vorne los. Verschiedene Aufgabenstellungen sorgen für Abwechslung: Mal fahrt ihr um ein Platzierung unter den ersten drei, mal um den Sieg, dann müsst ihr einen fliegenden Schneemann mit Bällen bewerfen oder mit Flips, Grabs und Spins hohe Punktzahlen einfahren, um den Skipass für die nächste Piste zu bekommen. Nach dem Rennen geht es ab zum Apres Ski, genauer gesagt in den Ski-Shop. Dort warten andere Outfits, geheime Charaktere und spezielle Waffen, ohne die spätere Levels zur Qual werden.
So gut wie Mario Kart?
Unser Boarder pennt.
Snowboard Kids ist endlich erwachsen geworden. Man hat sich von dem eigenwilligen Comic-Look verabschiedet und Slash & Co. einen todschicken Anime-Stil verpasst. Die Strecken sind gelungen und auch die 3D-Optik sieht nett aus. Was dann allerdings auf der Strecke passiert, bremst den Spielspaß doch ein wenig, denn es will kein richtiges Renn-Feeling aufkommen.
Das liegt zum einen am mangelnden Geschwindigkeitsgefühl, zum anderen aber an den Extras, die nicht ausbalanciert wurden. In Mario Kart gibt es fast immer eine Möglichkeit, sich gegen Angriffe zu wehren. In SBK ist das abgesehen von einem Spin Trick nicht möglich. So beschränken sich die Snowboard Kids auf eine rasante Abfahrt den Berg hinunter, feuern mit zahlreichen Extras um sich und hoffen, als Erster anzukommen. Wer von Mario Kart genug hat, auf Wintersport steht und drei Freunde daheim hat, der sollte einmal Probe spielen!
